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Alkohol: Bin ich schon süchtig oder nur Gelegenheitstrinker?


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Mit diesen zwei Fragen erkennen Sie Alkoholiker

dpa, t-online, cme

Aktualisiert am 08.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Zu viel Alkohol: Alkoholiker können Sie bereits mit zwei Fragen entlarven.
Zu viel Alkohol: Alkoholiker können Sie bereits mit zwei Fragen entlarven. (Quelle: tommaso79/getty-images-bilder)
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Die Grenze zwischen Alkoholsucht und kontrolliertem Alkoholkonsum ist fließend. Alkoholprobleme zu erkennen, ist daher schwierig. Doch es gibt Kriterien.

Eine britische Forschergruppe an der University of Leicester hat herausgefunden: Zwei Fragen genügen, um zu erkennen, ob ein Mensch Alkoholiker ist.

Studie untersuchte die Trinkgewohnheiten

Die britischen Wissenschaftler untersuchten 17 Studien, in denen Ärzte ihren Patienten Fragen zum Alkoholkonsum gestellt hatten. Dabei zeigte sich: Wurde nur eine Frage zu den Trinkgewohnheiten gestellt, lag die Trefferquote, einen Alkoholiker zu erkennen, nur bei 54 Prozent. Bei zwei Fragen stieg die Genauigkeit der Diagnose auf 87 Prozent.

Test: Alkoholiker erkennen mit nur zwei Fragen

Die zuverlässigsten Ergebnisse lieferte die Frage "Wie oft trinken Sie sechs oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit?" Wer hier zugeben muss, dies häufig oder gar regelmäßig zu tun, hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein Alkoholproblem. Dies ließ sich bei den Probanden jeweils mit anderen Tests bestätigen.

Ebenfalls relativ sicher war das Ergebnis, wenn folgende Frage gestellt wurde: "Haben Sie jemals morgens zuerst Alkohol getrunken, um sich nervlich zu stabilisieren?".

Die zweite Frage stammt aus dem sogenannten CAGE-Test, mit dem Menschen ihren eigenen Alkoholkonsum hinterfragen können. Andere Tests sind oft aufwendiger und beinhalten einen ganzen Fragenkatalog.

Nach Ansicht von Studienleiter Alex Mitchell könnte das Ergebnis der Studie dazu beitragen, dass Hausärzte die Alkoholprobleme ihrer Patienten leichter erkennen. Durch das Einstreuen zweier Fragen im Gespräch könne man so aufwendige Standardtests umgehen.

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Folgen von Alkoholkonsum

Alkohol ist ein Zellgift. Es ist ein Nervengift, und es gibt keine risikolose Menge, höchstens eine risikoarme. Alkohol ist krebsauslösend und hat Einfluss auf Herz-Kreislauf-Krankheiten. Er steht in Verbindung mit über 200 Krankheiten.

Denken Sie zudem an soziale Folgen für Angehörige, an Gewalttaten unter Alkoholeinfluss, an ungeborene Kinder, die im Mutterleib mittrinken müssen, an Unfälle am Arbeitsplatz und die volkswirtschaftlichen Schäden in Höhe von 40 Milliarden Euro im Jahr.

Alkohol ist in Deutschland sehr akzeptiert und es wird viel davon konsumiert. Jeder Deutsche trinkt im Jahr im Durchschnitt eine ganze Badewanne voll alkoholischer Produkte – über 135 Liter. Hinzu kommen Todesfälle und Verletzte im Straßenverkehr durch alkoholisierte Personen.

So viele Menschen haben eine Alkoholabhängigkeit

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig. Dazu kommen knapp zwei Millionen, deren Alkoholkonsum als problematisch eingestuft wird.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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