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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Die sieben grĂ¶ĂŸten Feinde fĂŒr die Augen

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 31.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Menschliches Auge: Schon bei leichten Beschwerden am Auge sollten Sie zum Arzt.
Menschliches Auge: Schon bei leichten Beschwerden am Auge sollten Sie zum Arzt. (Quelle: kwasny221/getty-images-bilder)
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Die Augen sind das wichtigste Sinnesorgan: Damit die Sehkraft auch im Alter erhalten bleibt, sollten Sie den Augen genĂŒgend Aufmerksamkeit schenken und Risikofaktoren meiden. Ein Arzt verrĂ€t die grĂ¶ĂŸten Augenfeinde.

Über unsere Augen nehmen wir mehr als 80 Prozent der Umweltreize wahr. Sie Ă€hneln in ihrer Funktion einer Kamera. Wimpern und Augenbrauen schĂŒtzen das Auge und auch Blinzeln und TrĂ€nen soll ungewollte Eindringlinge vertreiben. Doch es gibt einige unterschĂ€tzte Faktoren, die dem Auge Schaden zufĂŒgen können.


Augen: So erkennen Sie Makuladegeneration

Augen: So erkennen Sie Makuladegeneration
Augen: So erkennen Sie Makuladegeneration
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"Besonders ab dem 50. Lebensjahr sind es die sogenannten Volkskrankheiten der Augenheilkunde, die unserem Sehvermögen zusetzen", sagt Dr. Georg Eckert, Augenarzt und Pressereferent des Berufsverbandes der AugenÀrzte Deutschlands (BVA). "Darunter etwa die AnfÀnge des Grauen Stars, auch Katarakt genannt."

Ab 50 droht der Graue Star

Beim Grauen Star kristallisieren die in der Augenlinse befindlichen Eiweiße aus und trĂŒben den Blick. Betroffene sehen dann wie durch ein Milchglas. Der GrĂŒne Star hingegen, auch Glaukom genannt, kann bereits in jĂŒngeren Jahren vorkommen. Dabei wird der Sehnerv aufgrund eines erhöhten Augeninnendrucks langsam zerstört. Ohne Behandlung erblindet der Betroffene.

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UV-Licht wird unterschÀtzt

Doch nicht nur das Alter stellt einen Feind fĂŒr die Augen dar. Zu viel UV-Licht kann ebenfalls zu bleibenden SchĂ€den an Linse und Netzhaut fĂŒhren. Das Kritische dabei ist: Der Betroffene merkt davon nichts. Erst Jahre spĂ€ter gehören eine Makuladegeneration und Grauer Star zu den möglichen Folgen.

Bei Sonne in Kombination mit Schnee droht sogar Schneeblindheit, eine Art Sonnenbrand auf den Augen. "Dabei werden die obersten Zelllagen der Hornhaut beschĂ€digt, was zu erheblichen Schmerzen und kurzzeitigen Sehproblemen fĂŒhrt", erklĂ€rt Eckert. Der beste Schutz ist eine Sonnenbrille.

Eine gute Sonnenbrille ist das A und O

Der BVA rĂ€t, Sonnenbrillen im Fachhandel oder bei einem Optiker zu kaufen, um sicher zu gehen, dass diese ĂŒber einen ausreichenden UV-Schutz verfĂŒgen. Sich nur auf die Farbe der GlĂ€ser zu verlassen, sei leichtsinnig. Sie sage nichts ĂŒber den UV-Schutz aus.. Wichtig ist auch die GrĂ¶ĂŸe der GlĂ€ser. Diese sollten bis zu den Augenbrauen und seitlich zum Gesichtsrand reichen.

Blauer Dunst fördert eine Makuladegeneration

Oft unterschĂ€tzt wird das Rauchen. Dass der blaue Dunst unter anderem das Krebs- und Schlaganfallrisiko erhöht, ist bekannt. Wie kritisch er fĂŒr die Augen werden kann, weniger. "Rauchen fĂŒhrt zu einer frĂŒhzeitigeren Entwicklung einer Makuladegeneration, der hĂ€ufigsten Ursache fĂŒr Blindheit im höheren Lebensalter", warnt der Augenexperte.

Zudem hemmen die in den Zigaretten enthaltenen Schadstoffe die Durchblutung des Auges. Wird dieses nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, kann sich die SehfĂ€higkeit verschlechtern. "Wie sehr Durchblutung und Auge zusammenhĂ€ngen, können Sie daran erkennen, dass Ärzte beispielsweise Bluthochdruck und Diabetes am Auge diagnostizieren können", erklĂ€rt Eckert. "Das Auge ist die einzige Körperstelle, an der BlutgefĂ€ĂŸe gut sichtbar sind."

Bluthochdruck und Diabetes schaden den Augen

Im Umkehrschluss heißt das, dass ein unbehandelter Bluthochdruck oder ein schlecht eingestellter Diabetes den Augen langfristig schaden können, da die feinen GefĂ€ĂŸe, welche die Netzhaut mit Blut versorgen, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört zu den hĂ€ufigsten Komplikationen von Zuckerkranken. Die SehfĂ€higkeit nimmt ab und im schlimmsten Fall erblindet der Patient.

Zudem haben Diabetiker ein höheres Risiko, an Grauem Star zu erkranken als Gesunde. Daher sollten Diabetiker und Bluthochdruckpatienten einmal im Jahr zum Augencheck gehen.

Kontaktlinsen besser nicht zu lange tragen

Zu lange getragene Kontaktlinsen können die Sauerstoffzufuhr des Auges hemmen. "Besonders die empfindliche Augenhornhaut reagiert mit sogenannten GefĂ€ĂŸeinsprossungen", erklĂ€rt Eckert die Folgen. Dann wachsen die BlutĂ€derchen in Richtung Hornhaut, werden grĂ¶ĂŸer und sind deutlicher zu sehen. Sind sie erst einmal da, bilden sie sich nicht mehr zurĂŒck. Auch schlecht gepflegte Kontaktlinsen erhöhen das Risiko fĂŒr die Augen. "Sie mĂŒssen mit Infektionen rechnen", warnt Eckert.

Kontaktlinsen: Die Sehhilfe sollten Sie nicht zu lange am StĂŒck tragen und regelmĂ€ĂŸig sĂ€ubern oder austauschen. So verhindern Sie Infektionen.
Kontaktlinsen: Die Sehhilfe sollten Sie nicht zu lange am StĂŒck tragen und regelmĂ€ĂŸig sĂ€ubern oder austauschen. So verhindern Sie Infektionen. (Quelle: Melpomenem/getty-images-bilder)

Alkohol kann das Sicca-Syndrom auslösen

Alkohol wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit der Augen aus. So gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca-Syndrom, also dem trockenen Auge, und Alkohol nachweisen. Alkohol kann bis in die TrĂ€nenflĂŒssigkeit vordringen und deren Zusammensetzung so verĂ€ndern, dass das Auge trocken wird und mit Brennen, Jucken, Rötungen und TrĂ€nen reagiert. Das Sehvermögen ist gestört. Wer oft am Computer sitzt, sollte besonders aufpassen.

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RegelmĂ€ĂŸig zum Augenarzt

Damit Störungen und Erkrankungen der Augen frĂŒhzeitig erkannt und behandelt werden können, rĂ€t Eckert daher, regelmĂ€ĂŸige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen und die genannten Risikofaktoren zu vermeiden. ZusĂ€tzlich gilt: Sobald Beschwerden wie Brennen, Rötungen oder Schmerzen auftreten, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Besonders bei BeeintrĂ€chtigungen der SehfĂ€higkeit, etwa durch Punkte, Schatten, Blitze, Doppeltsehen oder Verschwommensehen, ist Eile gefragt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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