Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Burnout-Phasen: 12 Stadien nach Freudenberger

...

Ausgebrannt  

Burnout-Phasen: 12 Stadien des Syndroms nach Freudenberger

08.01.2016, 15:16 Uhr | uc (CF)

Burnout-Phasen: 12 Stadien nach Freudenberger. Was als vermeintlicher Fleiß bei der Arbeit beginnt, kann in einer ernstzunehmenden Depression enden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was als vermeintlicher Fleiß bei der Arbeit beginnt, kann in einer ernstzunehmenden Depression enden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vollkommene körperliche und psychische Kraftlosigkeit: Das ist die knappe Definition für das Burnout-Syndrom. Verschiedene Psychologen haben sich mit den Burnout-Phasen beschäftigt. Im Folgenden werden die zwölf Stadien des Ausgebranntseins nach dem amerikanischen Psychoanalytiker und Burnout-Pionier Herbert J. Freudenberger vorgestellt.

1. Burnout-Phasen: Der Drang sich zu beweisen

Das Burnout-Syndrom tritt vor allem bei sehr ehrgeizigen Menschen auf. Leistung im Beruf wird zum wichtigsten Streben in ihrem Leben. Der Vergleich mit Kollegen entwickelt sich in der Gedankenwelt zum ständigen Konkurrenzkampf.

2. Alles an sich reißen

Schließlich hält der Betroffene nur noch sich selbst als qualifiziert genug, um wichtige Aufgaben auszuführen. Das Gefühl, alles lieber selbst zu erledigen, wird immer stärker: Er ist unentbehrlich und kann durch niemanden ersetzt oder auch nur unterstützt werden.

3. Keine Freizeit mehr

Die freie Zeit verliert infolge der starken Konzentration auf die Arbeit zunehmend an Bedeutung. Der Betroffene vernachlässigt Familie, Freunde und Hobbys. Dieser vermeintliche Verzicht wird oft als Selbstaufopferung verstanden.

4. Auseinandersetzungen meiden

Konflikte werden zunehmend ignoriert. Ob sie in Beruf oder Privatleben auftreten, ist dabei nicht von Bedeutung. Durch diesen Verdrängungsmechanismus treten erste körperliche Beschwerden hervor.

Foto-Serie mit 8 Bildern

5. Burnout-Syndrom: Definition neuer Maßstäbe

Als Folge der vorangegangenen Burnout-Phasen kommt es zu einer Werteverschiebung bei den betroffenen Menschen. Sie stumpfen emotional ab und isolieren sich zunehmend von allem, was nicht die Arbeit betrifft. Alles darüber hinaus verliert an Bedeutung für sie.

6. Intoleranz anderen Menschen gegenüber

Das Burnout-Syndrom bewirkt nun, dass andere Menschen, in Abgrenzung zum Betroffenen selbst, als unfähig und faul wahrgenommen werden. Das lässt weitere Kontakte zu Mitmenschen abbrechen. Der Erkrankte kann seine Mitmenschen nicht ertragen und neigt zu Aggression und Zynismus.

7. Burnout-Phasen: Soziale Distanzierung

Die Situation spitzt sich schließlich so weit zu, dass ein sozialer Rückzug vonstattengeht. Im Job wird nur das Nötigste getan. Wer am Burnout-Syndrom leidet, empfindet zunehmend eine Orientierungslosigkeit in sich, die manche mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln zu betäuben versuchen.

8. Deutliche Veränderung der Persönlichkeit

Aus dem zuvor so ehrgeizigen und engagierten Menschen wird aufgrund der vermeintlich hoffnungslosen Lage eine teilnahmslose, ängstliche Person. Betroffene mit Burnout-Syndrom fühlen sich wertlos und unverstanden.

9. Kein Kontakt mehr zu sich selbst

Die eigenen Bedürfnisse werden schließlich überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Es geht nur noch um das Funktionieren. Freude oder Ähnliches wird kaum noch empfunden.

10. Innere Leere füllen

Um diesem Prozess entgegenzuwirken, versucht die Person nun mit allen Mitteln, ihre Freizeit mit Beschäftigungen zu füllen. So soll die innere Leere beseitigt werden. Damit gehen oft starker Alkoholkonsum und eine gesteigerte Sexualität einher.

11. Burnout-Syndrom und Depression

Jetzt weist das Burnout-Syndrom nach Angaben des Gesundheitsportals "NetDoktor" viele Anzeichen einer Depression auf. Die Hoffnungs- und Ziellosigkeit manifestiert sich in depressionsähnlichen Zuständen. Das Leben scheint sinnlos. Unruhige und teilnahmslose Zustände werden in diesem Stadium der Burnout-Phasen immer stärker.

12. Zusammenbruch

In der letzten der Burnout-Phasen nach Freudenberger tritt schließlich das auf, was per se die Definition von einem Burnout-Syndrom ist: eine allumfassende Erschöpfung, die sowohl Körper als auch Geist befällt. Wurde der Betroffene in den vorangegangenen Burnout-Phasen nicht behandelt, kann es zu einem vollkommenen Zusammenbruch kommen. Ein Arztbesuch ist daher bereits bei den ersten Anzeichen von Burnout unbedingt sinnvoll.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben unsere Community grundlegend erneuert und viele Veränderungen vorgenommen. Es gibt neue Funktionen und auch die Redaktion wird verstärkt in den Kommentarbereichen mit Ihnen in Kontakt treten. Mehr zu unserer neuen Community erfahren Sie in unseren FAQ.

Leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen.
Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
20% Rabatt auf Mode, Schuhe, Möbel & Wohntextilien
für Neu- und Bestandskunden bei BAUR
Anzeige
Garantiert ein Volltreffer: das Samsung Galaxy S8 Plus
gefunden auf otto.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018