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David Bowie hatte Mydriasis: Das steckt dahinter

Unterschiedliche Augenfarben  

Das steckt hinter der traumatischen Mydriasis

13.01.2016, 07:37 Uhr
David Bowie hatte Mydriasis: Das steckt dahinter. David Bowie im Jahr 2002: Seine verschiedenfarbigen Augen waren Folge einer Verletzung. (Quelle: imago images)

David Bowie im Jahr 2002: Seine verschiedenfarbigen Augen waren Folge einer Verletzung. (Quelle: imago images)

Das eine Auge war hell, das andere dunkel: Die beiden unterschiedlichen Augenfarben von David Bowie zählten zu seinen Markenzeichen. Allerdings war die Verfärbung nicht angeboren, sondern die Folge einer Verletzung.  Die linke Pupille blieb daraufhin dauerhaft erweitert. Ärzte sprechen in so einem Fall von einer "traumatischen Mydriasis". 

Mydriasis bedeutet schlicht "Pupillenerweiterung". Sie entsteht natürlicherweise bei Dunkelheit oder dem Blick in die Ferne, aber auch bei Aufregung, Angst oder Freude. Durch Drogen oder Augentropfen können die Pupillen auch für einen längeren Zeitraum erweitert sein.

Augenverletzung lässt Pupille erstarren

Physiologisch gesehen ist die Pupille die Öffnung in der Regenbogenhaut (Iris) des Auges. Für die Steuerung der Pupille ist ein Muskel zuständig, der  sogenannte Muskulus sphincter pupillae. Wird dieser verletzt, bleibt die Pupille dauerhaft erweitert, da sich die Regenbogenhaut nicht mehr zusammenziehen kann. Ärzte nennen dies eine traumatische Mydriasis. 

Im Fall von David Bowie soll eine Prügelei mit einem Freund das Auge verletzt haben. Nach dem Vorfall blieb die Pupille seines linken Auges dauerhaft erstarrt.   

Manchmal erholt sich der Pupillenmuskel wieder

Außer durch Schläge aufs Auge kann der Pupillenmuskel auch durch Unfälle, beispielsweise beim Ballsport, verletzt werden. Zu Beginn sehen Betroffene dann oft verschwommen und das Auge ist blendempfindlicher. Eine wirksame Therapie gibt es bei der traumatischen Mydriasis nicht. Allerdings können spezielle Kontaktlinsen die Blendempfindlichkeit lindern und die Pupille optisch verkleinern.   

In vielen Fällen erholt sich der Muskel nach einigen Wochen oder Monaten etwas und die Pupille kann sich zumindest wieder ein Stück weit zusammenziehen. Oft heilt der Muskel allerdings nicht komplett und die Pupille bleibt - wie bei David Bowie - dauerhaft erweitert. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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