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Diese Erkrankungen zerstören den Darm

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 26.10.2016Lesedauer: 4 Min.
Der Darm leistet tÀglich viel. Funktioniert er nicht mehr richtig, ist das sehr belastend.
Der Darm leistet tÀglich viel. Funktioniert er nicht mehr richtig, ist das sehr belastend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Der Darm ist vor chronischen Erkrankungen nicht gefeit. WĂ€hrend er eine akute Magen-Darm-Verstimmung meist schnell wieder in den Griff bekommt, setzen ihm andere Leiden ordentlich zu. Neben Darmkrebs greifen auch Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Zöliakie den Darm an und fĂŒhren unbehandelt zu SchĂ€den.

Darmkrebs zĂ€hlt zu den hĂ€ufigsten Krebserkrankungen. 2016 werden laut SchĂ€tzungen des Zentrums fĂŒr Krebsregisterdaten des Robert-Koch-Instituts etwa 33.400 MĂ€nner und 27.600 Frauen neu an Darmkrebs erkranken. RegelmĂ€ĂŸige FrĂŒherkennungsuntersuchungen ab 50 Jahren gehören zu den wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Erkrankung. Krebsvorstufen (Polypen) und mögliche bösartige Tumoren können so frĂŒhzeitig erkannt und behandelt werden.

Darmkrebs wÀchst in vier Stufen

Bleibt Darmkrebs allerdings unentdeckt, breitet er sich immer weiter aus. Die bösartigen Zellen fressen sich dann in die Darmwand hinein und im weiteren Verlauf auch durch sie hindurch. EntzĂŒndungen, eine vermehrte Schleimbildung und Blutungen im Darm sind unter anderem die Folge. Je nachdem, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist, wird er einem von fĂŒnf Stadien zugeordnet. Die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) unterscheidet zwischen:

  • UICC-Stadium 0: In Stadium null werden FrĂŒhformen von Darmkrebs eingeordnet, die sich auf der OberflĂ€che des Darms befinden.
  • UICC-Stadium I: In Stadium eins ist der Tumor bereits in die Bindegewebsschicht unter der SchleimhautoberflĂ€che oder sogar in die darunter liegende Muskelschicht eingewachsen.
  • UICC-Stadium II: Tumore in Stadium zwei haben die Ă€ußere Schicht der Darmwand erreicht oder diese bereits durchbrochen und das Bauchfell beziehungsweise umliegende Organe oder Gewebe erreicht.
  • UICC-Stadium III: In Stadium drei sind die umliegenden Lymphknoten befallen. Allerdings gibt es keine Anzeichen fĂŒr Fernmetastasen.
  • UICC-Stadium IV: In Stadium vier haben sich Fernmetastasen gebildet und andere Organe befallen.

Je weiter der Krebs fortgeschritten ist, desto mehr Darmgewebe muss im Zuge einer Operation entfernt werden. Bei manchen Betroffenen wird dauerhaft ein kĂŒnstlicher Darmausgang gesetzt. Unbehandelt fĂŒhrt Darmkrebs zum Tod.

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm Schaden nimmt

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Neben Krebs machen auch andere Erkrankungen dem Darm zu schaffen, darunter chronisch-entzĂŒndliche Darmerkrankungen (CED). Die beiden hĂ€ufigsten sind Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Bei Colitis ulcerosa handelt es sich um eine in SchĂŒben verlaufende Erkrankung des Dickdarms. Es bilden sich GeschwĂŒre in der oberen Schleimhautschicht heraus, die sich immer weiter ausbreiten können und den Darm schĂ€digen. Des Weiteren kommt es zu EntzĂŒndungen, die die natĂŒrliche Darmfunktion zusĂ€tzlich behindern und die Darmflora angreifen. Zu den Folgen gehören schlimme, teils blutige DurchfĂ€lle, BlĂ€hungen, stĂ€ndiger Stuhldrang, Schmerzen und Fieber.

In Deutschland sind nach SchĂ€tzungen der Deutschen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) etwa 168.000 Menschen betroffen. Meist tritt die Erkrankung im Alter zwischen 25 und 35 Jahren auf. Heilbar ist Colitis ulcerosa bislang nicht. Die Patienten können lediglich auf eine Verbesserung ihrer Beschwerden hoffen. Medikamente können die Erkrankung meist eindĂ€mmen. Doch immer wieder sind auch Operationen notwendig, bei denen das kranke Darmgewebe entfernt werden muss. Die genauen Ursachen des Leidens sind bislang nicht bekannt. Allerdings vermuten Forscher, dass das eigene Immunsystem ĂŒberreagiert und die Darmschleimhaut grundlos attackiert.

Morbus Crohn kann den ganzen Verdauungstrakt angreifen

Bei Morbus Crohn handelt es sich, ebenso wie bei Colitis ulcerosa, um eine schubweise verlaufende, chronisch-entzĂŒndliche Darmerkrankung. Im Gegensatz zu Colitis ulcerosa können die geschwĂŒrigen EntzĂŒndungen jedoch den gesamten Darm – von der Mundhöhle bis zum After – befallen. Zudem können alle Schichten der Darmschleimhaut betroffen sein, auch die tiefer liegenden. Zu den typischen Symptomen zĂ€hlen ebenfalls DurchfĂ€lle, Bauchschmerzen, Fieber und Gewichtsverlust, aber auch Darmverengungen (Stenosen) sowie entzĂŒndliche Gangbildungen (Fisteln) – meist im Bereich des Afters.

Auch bei Morbus Crohn wird von einer Überreaktion des Immunsystems ausgegangen. Jedoch tritt Morbus Crohn bei Rauchern hĂ€ufiger auf als bei Nichtrauchern und der Verlauf ist schwerer. Medikamente helfen, die Beschwerden zu lindern. Etwa zwei von drei Morbus Crohn-Patienten werden im Laufe ihres Lebens operiert. Dabei werden narbiges Gewebe entfernt, Engstellen geweitet und Fisteln behandelt. Manchmal mĂŒssen ganze Darmteile entfernt werden.

Chronische DarmentzĂŒndungen erhöhen das Darmkrebsrisiko

Da sowohl bei Colitis ulcerosa als auch bei Morbus Crohn die Darmschleimhaut dauerhaft entzĂŒndet und die natĂŒrliche Abwehrfunktion gestört ist, tragen Patienten mit diesen Darmerkrankungen ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Daher ist es fĂŒr sie sinnvoll, nicht erst ab 50 Jahren FrĂŒherkennungsuntersuchungen in Anspruch zu nehmen, sondern bereits frĂŒher. So empfiehlt die aktuelle Leitlinie zum Thema Darmkrebs Patienten mit Colitis ulcerosa spĂ€testens acht Jahre nach Beginn der Erkrankung eine Darmspiegelung.

Zöliakie: Wenn Getreide dem Darm zu schaffen macht

Auch bei Zöliakie, also der UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber dem Klebereiweiß Gluten, handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Darms, genauer gesagt des DĂŒnndarms. Gluten ist in Getreidearten wie beispielsweise Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer enthalten. Gelangt das Eiweiß in den Darm, reagiert dieser mit EntzĂŒndungen. In Folge der Erkrankung werden die Darmzotten, die fĂŒr die NĂ€hrstoffaufnahme zustĂ€ndig sind, angegriffen. Sie bilden sich zurĂŒck. Der Darm kann wichtige NĂ€hrstoffe nur noch unzureichend aufnehmen. Viele Betroffene leiden daher unter NĂ€hrstoffmĂ€ngeln.

Doch auch DurchfĂ€lle, Verstopfungen, BlĂ€hungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und SchwĂ€che begleiten die Zöliakie. SchĂ€tzungen zufolge ist einer von 100 Deutschen von der UnvertrĂ€glichkeit betroffen. Heilbar ist Zöliakie nicht. Das Beschwerdebild kann nur durch den Verzicht von Gluten verbessert werden. Die genauen Ursachen sind auch hier nicht abschließend geklĂ€rt. Bekannt ist allerdings, dass erbliche Faktoren genauso eine Rolle spielen wie das Immunsystem.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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