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Sind Milben ein Zeichen mangelnder Sauberkeit?

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 17.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Bettmilben: Sie können fĂŒr Allergiker zum Problem werden.
Bettmilben: Sie können fĂŒr Allergiker zum Problem werden. (Quelle: penyushkin/getty-images-bilder)
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Milben krabbeln vor allem in unsauberen Wohnungen: Ein Irrtum, der sich hartnĂ€ckig hĂ€lt. Ebenso verbreitet ist der Glaube, dass die Allergie zwar nervig, aber harmlos ist. FĂŒnf IrrtĂŒmer rund um die Hausstaubmilbenallergie, die Sie kennen sollten.

Das Wichtigste im Überblick


Fließschnupfen, Niesattacken sowie juckende und gerötete Augen gehören zu den Hauptsymptomen, die Hausstaubmilben-Allergiker quĂ€len. Vor allem abends und am Morgen kommt es zu Beschwerden, da sich im Bett eine besonders große Anzahl der Spinnentiere aufhĂ€lt. Sie ernĂ€hren sich von menschlichen Hautschuppen und bevorzugen ein feucht-warmes Klima. Die Hausstaubmilbenallergie ist die zweithĂ€ufigste Allergieform nach dem Heuschnupfen.


Hausstauballergie: So bekÀmpfen Sie Hausstaubmilben

Matratze auswechseln: Studien zufolge wird in einer Matratze nach sieben Jahren ein Höchstmaß an Allergenen erreicht. Deshalb rĂ€t die Stiftung Warentest, eine Matratze alle sieben bis zehn Jahre auszuwechseln.
Allergendichte BezĂŒge: Allergiker können Ihre Matratzen vor Milbenbefall gut schĂŒtzen: Mit allergendichten ÜberzĂŒgen, sogenannten Encasings.
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Irrtum eins: Milben sind ein Zeichen mangelnder Hygiene

Mit mangelnder Hygiene hat die Milben-Besiedelung in der Wohnung nichts zu tun. Hausstaubmilben kommen in unserer Umgebung ganz natĂŒrlich vor. So wie es keine Wohnung ohne Staub gibt, gibt es auch keine Wohnung ohne Milben. Man kann lediglich versuchen, die Anzahl der Spinnentiere zu reduzieren, ganz los wird man sie nicht.

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Krankheiten ĂŒbertragen die Tiere ĂŒbrigens nicht. Das Hauptproblem ist ihr Kot. Vor allem auf ihn reagiert das Immunsystem des Allergikers, da sich darin der grĂ¶ĂŸte Anteil des Milbenallergens befindet. Wird der Kot aufgewirbelt und eingeatmet, reagiert der Körper mit Abwehr.

Irrtum zwei: Glatte Böden sind besser als Teppiche

Dass glatte Böden wie Laminat oder Parkett fĂŒr Hausstaubmilbenallergiker besser sind als Teppichboden, gehört ebenfalls zu den IrrtĂŒmern, die sich hartnĂ€ckig halten. Wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) betont, sind glatte Böden nur dann vorteilhafter, wenn sie zwei bis drei Mal wöchentlich gesaugt und feucht gewischt werden. Denn auf glatten OberflĂ€chen wird Staub stĂ€rker aufgewirbelt und gelangt leichter in die Atemluft als bei kurzflorigen Teppichen, die den anfallenden Staub bis zum nĂ€chsten Staubsaugen besser festhalten.

Irrtum drei: RegelmĂ€ĂŸiges Staubsaugen hilft gegen Milbenbefall

Das feuchte Wischen und regelmĂ€ĂŸige Staubsaugen des Bodens mit allergiegeeigneten GerĂ€ten ist zwar eine bedeutsame Maßnahme gegen den Milbenbefall, nicht aber die wichtigste. Da sich die Spinnentiere vor allem im Bett tummeln, gehört die Benutzung von milben- und allergendichten MatratzenĂŒberzĂŒgen, sogenannten Encasings, laut dem DAAB zu den wichtigsten Maßnahmen.

Die Oberbetten sollten zudem bei mindestens 60°C waschbar sein und alle sechs Wochen gewaschen werden. Auch fĂŒr nichtwaschbare Oberbetten sind allergendichte ZwischenbezĂŒge ratsam. Zudem empfehlen Experten, ein Mal in der Woche die BettwĂ€sche zu wechseln. Die Matratze tauscht man am besten nach etwa fĂŒnf Jahren aus.

Irrtum vier: Man kann den Körper an das Allergen gewöhnen

Viele hoffen zudem, dass sich der Körper im Laufe der Zeit an das Allergen gewöhnt. Doch auch das ist ein Irrtum. Bei der Allergie handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems. Sie verschwindet nicht von alleine.

Im Gegenteil: Wird der Körper stÀndig mit dem Allergen konfrontiert, lÀuft man Gefahr, dass die Allergie "wandert", sich also vom Bereich der Augen und der Nase in die unteren Atemwege verlagert. Dann drohen neben Husten im schlimmsten Fall auch Atemnot und Asthma bronchiale.

Irrtum fĂŒnf: Die Hausstaubmilbenallergie ist zwar nervig, aber harmlos

Eine Hausstaubmilbenallergie ist daher alles andere als harmlos. Experten zufolge kann in bis zu 40 Prozent der FĂ€lle aus einer inhalativen Allergie ein allergisches Asthma entstehen. Das Risiko ist, dass sich viele Allergiker dieser Gefahr nicht bewusst sind. Sie wissen zwar, dass sie allergisch reagieren, legen den Fokus allerdings lediglich auf die Behandlung der Symptome.

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Da viele Antiallergika rezeptfrei in den Apotheken zu bekommen sind, wird ein Arztbesuch zudem oft hinausgezögert. StĂ€ndiges RĂ€uspern, Hustenreiz und Atemnot bei Anstrengung sind Warnzeichen, dass sich die Allergie auf die Atemwege ausbreitet. Ist das Asthma erst einmal da, bleibt es. Es gehört zu den chronischen Erkrankungen. Eine frĂŒhzeitige Behandlung, etwa in Form einer Hyposensibilisierung, ist Experten zufolge dringend anzuraten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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