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So lässt sich die laufende Nase stoppen

Endlich wieder durchatmen  

Das hilft, die laufende Nase zu stoppen

19.08.2018, 11:37 Uhr | t-online.de

So lässt sich die laufende Nase stoppen. Eine laufende Nase ist zwar nervig, doch sie hilft auch, Krankheitskeime aus dem Körper zu schwemmen.  (Quelle: Getty Images)

Eine laufende Nase ist zwar nervig, doch sie hilft auch, Krankheitskeime aus dem Körper zu schwemmen. (Quelle: Getty Images)

Heftige Niesattacken und eine laufende Nase sind lästige Begleiterscheinungen einer Erkältung. Bei leichten Infekten klingen die Beschwerden in der Regel schnell wieder ab. Anders sieht es jedoch bei starkem oder chronischem Schnupfen aus. Doch zum Glück gibt es wirksame Mittel, um die Nase schnell wieder frei zu bekommen.

Auch wenn eine laufende Nase aus medizinischer Sicht harmlos ist, kann sie das Leben der Betroffenen und deren Leistungsfähigkeit stark einschränken. Sie ist ein typisches Symptom von Atemwegserkrankungen und kann sogar zu Schlafstörungen führen. Diese haben zur Folge, dass sich der Körper nicht mehr richtig erholen kann. Dadurch wird das Immunsystem zusätzlich belastet und die Genesung verzögert sich. 

Die häufigste Ursache für eine laufende Nase

Was umgangssprachlich Nasenlaufen genannt wird, bezeichnen Mediziner als Fließschnupfen oder Rhinitis. Sie tritt häufig in Folge einer durch Viren oder Bakterien verursachten Erkältungskrankheit auf. Dabei kommt es zur Entzündung, bei der die Immunzellen der Nasenschleimhaut gereizt werden. In Folge tritt dünn- bis dickflüssiger Schleim aus der Nase 

Die Beschaffenheit und Farbe des Sekrets gibt Ausschluss darüber, durch welche Erreger der Infekt verursacht wurde. Beim Bakterienbefall ist das Sekret eher dickflüssig und grünlich, sind Viren die Verursacher, ist der Ausfluss eher dünnflüssig und farblos. Bei vielen Erkältungen handelt es sich aber auch um eine Mischung aus beiden Erregertypen. 

Die laufende Nase schnell stoppen

Um eine Verstopfung der Nase zu verhindern und die Atemwege schnell von den Keimen zu befreien, sind zunächst Nasensprays oder -tropfen die Mittel der Wahl. Neben einfachen Sprays mit Meersalz kommen abschwellende Sprays zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass die Durchblutung der Gefäße in der Nasenschleimhaut gedrosselt wird und der Schleim gut abfließt. Manche Präparate enthalten zusätzlich ätherische Öle, die durch ihren kühlenden Effekt das Gefühl erzeugen, die Nase sei freier. 

Abschwellende Nasensprays und -tropfen sind rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Allerdings sollten Betroffene darauf achten, dass sie die Produkte nicht länger als eine Woche verwenden. Sonst nämlich kann es zu einer Abhängigkeit kommen. Verschwinden die Symptome nach sieben Tagen nicht, sollten Betroffene grundsätzlich besser einen Arzt aufsuchen.

Warum es sinnvoll ist, dass Schleim abfließt

Auch wenn eine laufende Nase nervt und als lästig empfunden wird: Sie erfüllt eine wichtige Funktion und unterstützt das Immunsystem. Über das Sekret werden die eingedrungenen Krankheitserreger aus dem Körper ausgeschieden. So wird vermieden, dass sich Viren und Bakterien in den Atemwegen verbreiten, was zu Nasennebenhöhlenerkrankungen oder auch zu einer Lungenentzündung führen kann. 

Grundsätzlich sollte daher bei einer Erkältung darauf geachtet werden, dass die Nase nicht verstopft ist und das Sekret gut abläuft. Daher gehören abschwellende Nasentropfen und -sprays zu den wichtigsten Schnupfen-Medikamenten. Sie helfen zudem gegen tränenden Augen. Denn im Zuge einer Rhinitis schwellen auch die Tränenkanäle häufig an. 

Ständig laufende Nase auch ohne Schnupfen 

Nicht immer jedoch sind Erkältungskrankheiten der Grund für Fließschnupfen. Er kann auch durch Allergien hervorgerufen werden. Die Beschwerden dauern in der Regel so lange an, wie der Kontakt mit dem jeweiligen Allergen besteht. Im Fall von Heuschnupfen bedeutet das, dass Triefnase und tränende Augen möglicherweise zum Dauerzustand werden. Umso wichtiger ist es, möglichst schnell einen Arzt aufzusuchen, der eine genaue Ursachenforschung betreibt und gegebenenfalls Medikamente, so genannte Antihistaminika, verschreibt. 

Laufende Nase durch Essen

Darüber hinaus gibt es Menschen, denen beim Verzehr heißer und scharf gewürzter Speisen die Nase läuft. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer gustatorischen Rhinitis. Das Nasenlaufen geschieht dadurch, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Speisen die Durchblutung der Nase anregen und so mehr Sekret produziert wird. Auch histaminreiche Lebensmittel können eine gustatorische Rhinitis beim Essen auslösen. Ein Test beim Arzt gibt Aufschluss darüber, ob dies der Fall ist.

In seltenen Fällen können Nasenpolypen, Nasentumore, Cluster-Kopfschmerzen oder überaktive Gefäße eine Rhinitis auslösen. Auch bestimmte Umwelteinflüsse stehen im Verdacht, die Nase zum Laufen zu bringen. 

Die laufende Nase im Alter

Mit zunehmendem Lebensalter klagen Menschen grundsätzlich häufiger über eine laufende Nase. Das liegt daran, dass bei Älteren die Blutgefäße in der Nase stärker erweitert sind als bei jungen Menschen. Dadurch schwellen die Schleimhäute leichter an und es kommt zur typischen Triefnase. Vorbeugen lässt sich auch hier durch regelmäßige Nasenduschen, die beruhigend auf die Schleimhäute wirken und die Nase sauber halten. Dann können sich Erreger nicht so schnell einnisten. 

Wann Antibiotika sinnvoll sind 

Normalerweise hört die Nase mit Abklingen der Erkältung nach etwa einer Woche auf zu laufen. Hält der wässrige Schnupfen jedoch länger als eine Woche an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er stellt fest, ob sich möglicherweise Bakterien auf der Nasenschleimhaut angesammelt haben. Diese können, falls der Körper sie nicht selbst besiegt, schwere Nebenhöhlenentzündungen oder Ohrentzündungen verursachen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, Antibiotika einzunehmen, um eine Ausbreitung der Erkältung auf andere Organe zu verhindern.

Hausmittel gegen die laufende Nase 

In vielen Fällen reicht es aus, eine laufende Nase und tränende Augen mit einfachen Hausmitteln zu behandeln. Hier haben sich vor allem Nasenspülungen und Nasenduschen bewährt, um die Nasen- und Tränenkanäle zu reinigen.

Die Anwendung ist einfach. Neben einer geeigneten Nasenspülkanne, die in Drogerien und Apotheken erhältlich ist, benötigt man lediglich lauwarmes Leitungswasser und einige Teelöffel Koch- bzw. Speisesalz. Bei schräg gehaltenem, nach vorn gebeugtem Kopf wird die Lösung durch das eine Nasenloch gespült und fließt durch das andere wieder ab. Das löst festen Schleim und desinfiziert die Nase.

Kompressen: Balsam für tränende Augen 

Linderung bei tränenden Augen schaffen spezielle Kompressen mit Kamille. Sie vermindern die Reizung und wirken zudem antientzündlich. Tauchen Sie hierzu einen Waschlappen in warmen Kamillentee und legen ihn für ein paar Minuten auf die Augen. Vermeiden Sie außerdem trockene Heizungsluft und Zug, beides reizt die Bindehaut. 

Inhalieren befreit die Atemwege

Ein bewährtes Hausmittel gegen laufende Nasen, die ebenfalls bei tränenden Augen für Linderung sorgt, ist das Inhalieren. Auch hier ist die Anwendung denkbar einfach: Füllen Sie kochendes Wasser in eine Schüssel, fügen Sie ein paar Tropfen ätherisches Öl wie zum Beispiel Eukalyptus oder frische Lindenblüten hinzu, und legen Sie ein Handtuch über den Kopf. Beugen Sie sich über die Schüssel und atmen Sie den Dampf durch die Nase zehn Minuten lang. Durch die Wärme und Feuchtigkeit löst sich der Schleim und fließt leichter ab. 

Erhöhte Schlafposition hilft bei verstopfter Nase

Für Menschen mit verschleimten Atemwegen sind vor allem die Nächte eine echte Herausforderung. Oft verschlimmert sich die Verstopfung der Nase, wenn der Körper über mehrere Stunden hinweg in der Horizontalen liegt. Lagern Sie daher Ihren Kopf mit Hilfe eines zusätzlichen Kissens höher. Hilfreich ist auch, die Brust vor dem Zubettgehen mit einer Bronchial-Salbe einzureiben. Sie enthält ätherische Öle und öffnet die Atemwege. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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