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Krankenkassen: Ärzte begingen knapp 3.500 Behandlungsfehler

Vermutlich hohe Dunkelziffer  

Ärzte begingen 2018 mindestens 3.500 Behandlungsfehler

16.05.2019, 14:19 Uhr | AFP

Krankenkassen: Ärzte begingen knapp 3.500 Behandlungsfehler. Vertraut auf das Wissen des Mediziners: Ein Patient beim Arzt (Symbolbild). (Quelle: imago images)

Vertraut auf das Wissen des Mediziners: Ein Patient beim Arzt (Symbolbild). (Quelle: imago images)

Die Prüfer der gesetzlichen Krankenkassen haben bestätigt, dass 2018 knapp 3.500 Behandlungsfehler anerkannt wurden. Doch die Dunkelziffer ist hoch. Der medizinischer Dienst sieht die Ursache an einer bestimmten Stelle.

Die Prüfer der gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr knapp 3.500 Behandlungsfehler bestätigt, in deren Folge Patienten ein Schaden entstand. Das waren etwas mehr als im Jahr davor, wie der Medizinische Dienst des Kassenspitzenverbands (MDS) am Donnerstag in Berlin berichtete. Die Fehlerstatistik zeige allerdings nur einen "kleinen Ausschnitt", weshalb sich daraus keine generellen Aussagen zum Gefährdungsrisiko ableiten ließen.

Weniger Fälle bestätigt als im Vorjahr

Insgesamt erhielten die Krankenkassen im vergangenen Jahr mehr Patientenbeschwerden über mögliche Behandlungsfehler. Die Gutachter des Medizinische Diensts der deutschen Krankenversicherer (MDK) prüften demnach 14.133 solcher Vorwürfe, das waren rund 600 mehr als 2017. 

In knapp jedem vierten Fall (3.497) bestätigten die MDK-Gutachter den Verdacht. In jedem fünften Fall - das waren 2.799 - wurde festgestellt, dass der Fehler den erlittenen Schaden auch verursachte. Das ist wichtig für die Betroffenen, denn nur dann bestehen Chancen auf Schadenersatz. 2017 wurden 3.337 Fälle bestätigt.

Meldekultur soll sich verbessern

Der stellvertretende MDS-Geschäftsführer Stefan Gronemeyer sprach von einer hohen Dunkelziffer. Studien gehen demnach davon aus, dass auf jeden festgestellten Behandlungsfehler etwa 30 unentdeckte Fälle kommen.


Zugleich kritisierte der Medizinische Dienst der Kassen die Meldekultur. Am wichtigsten sei es, über schwerwiegende und vermeidbare Schadensfälle wie Medikamentenverwechslungen oder im Körper vergessene Fremdkörper nach Operationen zu berichten. Nur dadurch seien diese "künftig systematisch zu vermeiden", erklärt Gronemeyer.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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