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Wasser im Ohr: Was tun? Dieser Handgriff holt Flüssigkeit aus dem Ohr


Einfacher Handgriff holt Wasser aus dem Ohr

  • Silke Ahrens
Von Silke Ahrens

Aktualisiert am 13.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Badeurlaub: Nach dem Schwimmen kann sich Wasser im Ohr ansammeln. Um Entzündungen zu vermeiden, sollten Sie es aus dem Gehörgang holen.
Badeurlaub: Nach dem Schwimmen kann sich Wasser im Ohr ansammeln. Um Entzündungen zu vermeiden, sollten Sie es aus dem Gehörgang holen. (Quelle: Zoonar RF/imago-images-bilder)
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Es ist nicht nur lästig, sondern kann auch gefährlich werden: Wasser im Ohr. Im schlimmsten Fall leidet das Hörvermögen. Tipps, wie Sie es herausbekommen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wasser im Ohr herausholen: Tipps
  • Wasser im Ohr: Wann Sie zum Arzt gehen sollten
  • Wasser im Ohr vermeiden

Wasser im Ohr ist unangenehm – und unter Umständen auch gefährlich. Denn Feuchtigkeit weicht die Haut im Ohr auf. Gelangen dann mit dem Wasser auch Bakterien in den Gehörgang, können sie ins Gewebe eindringen und dort schmerzhafte Entzündungen verursachen. Betroffene sollten deshalb versuchen, das Wasser aus dem Ohr zu holen.


Tinnitus: die häufigsten Ursachen

1. Lärmschäden. Zu den häufigsten Tinnitus-Ursachen gehören Schalltraumata. Lärm oder ein plötzlicher Knall schaden den Ohren in manchen Fällen so stark, dass sie akustische Reize nicht mehr richtig verarbeiten können - ein lästiger Dauerton ist die Folge.
2. Gehirnerkrankungen. Im Gehirn findet die Verarbeitung akustischer Signale statt. Kommt es dort zu einer Entzündung oder entsteht gar ein Tumor, kann das Tinnitus auslösen.
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Wasser im Ohr herausholen: Tipps

Am besten geht das, indem Sie die flache Hand auf das betroffene Ohr pressen und dann wieder loslassen. Das erzeugt einen Unterdruck, der das Wasser aus dem Ohr saugt. Funktioniert das nicht, können Sie auch folgende Methoden ausprobieren:

  • Versuchen Sie das Wasser einfach herauszuschütteln. Halten Sie den Kopf dafür schräg zu der Seite geneigt, in der sich das Wasser im Ohr befindet und schütteln Sie Ihren Kopf etwas, damit die Flüssigkeit hinauslaufen kann.
  • Sie können Ihren Kopf auch schräg zu der Seite geneigt halten, in der sich das Wasser im Ohr befindet und etwas auf der Stelle hüpfen.
  • Was manchmal auch hilft: Neigen Sie das betroffene Ohr in Richtung Schulter, heben Sie den Arm der anderen Seite über den Kopf und ziehen Sie in dieser Position an Ihrem Ohr.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, den Gehörgang – mit etwa 30 Zentimetern Abstand zwischen Föhn und Ohr – vorsichtig trockenzuföhnen.
  • Außerdem können Sie versuchen, das Wasser mit der Spitze eines Papiertaschentuchs vorsichtig aus dem Gehörgang aufzusaugen. Andere Gegenstände sollten Sie aber auf keinen Fall ins Ohr stecken, das gilt auch für Wattestäbchen.
Wasser im Ohr: Manchmal ist es auch schmerzhaft.
Wasser im Ohr: Manchmal ist es auch schmerzhaft. (Quelle: galitskaya/Getty Images)

Wenn sich das Wasser nicht direkt aus dem Ohr entfernen lässt, ist das meist kein Grund zu sofortiger Sorge. Es kann unter Umständen ein paar Stunden dauern, bis das Wasser heraus ist. Manchmal ist das erst in der Nacht der Fall. Deshalb ist es ratsam, dass Sie beim Schlafen auf dem betroffenen Ohr liegen.

Dass es manchmal etwas dauert, hängt damit zusammen, dass der etwa 2,5 Zentimeter breite Gehörgang zwei Windungen hat, die das hereingeflossene Wasser auch auf seinem Weg zurück wieder passieren muss.

Wasser im Ohr: Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Gelangt besonders viel Wasser ins Ohr, quillt eventuell das Ohrenschmalz auf. Sie merken das daran, dass sie nur noch gedämpft hören – und das oft tagelang. In solchen Fällen gehen Sie besser zum Arzt. Er kann das Ohr mit Wasser ausspülen und das aufgeweichte Ohrenschmalz dann absaugen.

Auch wenn der Gehörgang juckt, sich entzündet und schmerzt, sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) aufsuchen.

Wasser im Ohr vermeiden

Um von vornherein zu vermeiden, dass Wasser ins Ohr kommt, bietet sich ein Schwimmschutz an, der den Gehörgang nach außen abdichtet. Allerdings ist nicht jeder Ohrstöpsel geeignet: Schaumstoffstöpsel etwa saugen sich beim Schwimmen voll. Besser sind daher allergiegetestete Exemplare aus Silikon. Diese gibt es als Standard-Modelle fertig zu kaufen. Für mal schwimmen gehen ist das ausreichend, allerdings erreichen Sie damit meist nicht die optimale Abdichtung.

Wer regelmäßig schwimmen geht, ist daher womöglich mit individuell angefertigten Stöpseln besser beraten, wie sie auch Schwimmprofis verwenden. Denn jedes Ohr ist etwas unterschiedlich geformt. Diese Stöpsel sind in der Anschaffung etwas teurer, aber lange brauchbar. Wie die Standard-Silikon-Exemplare sind sie außerdem hygienisch: Sie lassen sich gut mit einem dafür geeigneten Desinfektionsmittel reinigen und immer wieder verwenden.

Unbedingt einen gut abdichtenden Schwimmschutz benutzen sollte jemand, der krankheitsbedingt Probleme mit den Ohren hat – zum Beispiel mit dem Trommelfell. Kinder sind grundsätzlich anfälliger für Keime und Bakterien, die zu Ohrinfektionen führen können. Denn im Planschbecken gerät schnell mal verschmutztes Wasser ins Ohr. Deshalb ist es ratsam, Kindern zusätzlich die Ohrenstöpsel mit einer engen Badekappe zu fixieren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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