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Narbenpflege: Tipps für weniger auffällige Narben

Cremes und Massagen  

Wund- und Narbenpflege: Tipps für weniger auffällige Narben

24.09.2019, 12:02 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Narbenpflege: Tipps für weniger auffällige Narben. Patient cremt Narbe ein: Gezielte Narbenpflege hilft dabei, die Haut weich zu halten. (Quelle: Getty Images/energyy)

Patient cremt Narbe ein: Gezielte Narbenpflege hilft dabei, die Haut weich zu halten. (Quelle: energyy/Getty Images)

Narben sind dauerhaft. Doch ihr Aussehen lässt sich mit der richtigen Narbenpflege deutlich verbessern. Vor allem während der Narbenreifung, die bis zu zwei Jahre dauert, kann das Narbenbild positiv beeinflusst werden. So helfen Sie Ihrer Haut bei der Regeneration.

Zu Beginn ist eine frische Narbe meist erhaben und gerötet. Mit der Zeit verblasst sie, wird flacher und geschmeidiger – sofern die Wundheilung sowie die Narbenausreifung ohne Komplikationen verlaufen. Vor allem die ersten Monate sind für die Narbenpflege von großer Bedeutung.

Verzichten Sie während der Wundheilung und der Ausreifung der Narbe auf Reibung, etwa durch raue Stoffe. Wird die Haut unnötig gereizt, kann es passieren, dass sie zusätzliches Gewebe produziert, um sich zu schützen.

Narbenhygiene: Entzündungen vermeiden

Um Narben vorzubeugen, sind zudem eine gute Wund- und Narbenhygiene von großer Bedeutung. Entzündungen im geschädigten und empfindlichen Gewebe stören die Wundheilung und regen die Bildung von überschüssigem Bindegewebe an.

Antiseptische und wundheilungsfördernde Salben und Sprays sind gute Begleiter für die Wund- und Narbenpflege. Fragen Sie bei Ihrem behandelnden Arzt nach, welche Pflege er Ihnen für Ihre Verletzung empfiehlt. Wirkstoffe wie Heparin, Allantoin und Panthenol unterstützen ein gutes Narbenbild.

Narben massieren: mit größeren Verletzungen zum Physiotherapeuten

Eine Narbenmassage kann helfen, das neu gebildete Gewebe geschmeidiger und elastischer zu massieren. Bei größeren – vielleicht sogar gelenkübergreifenden – Narben ist ein entsprechend ausgebildeter Physiotherapeut die richtige Anlaufstelle. Die professionelle Narbenmassage kann Schmerzen und Spannungsgefühle lindern sowie die Beweglichkeit des betroffenen Körperbereichs fördern. Je früher die Narbenmassage Anwendung findet, desto besser sind die Erfolgschancen der Behandlung.

Kleinere Narben können Sie selbst massieren und pflegen. Wichtig dabei ist, das richtige Maß zu finden: Das Narbengewebe soll gelockert, aber nicht unnötig strapaziert werden. Auf keinen Fall sollten Sie mit der Massage beginnen, bevor die Wundheilung abgeschlossen ist.

Narbe massieren: Die Behandlung dient der Stimulation von verändertem Hautgewebe. (Quelle: Getty Images/JK1991)Narbe massieren: Die Behandlung dient der Stimulation von verändertem Hautgewebe. (Quelle: JK1991/Getty Images)

Anleitung zur Narbenmassage:
Führen Sie sanfte, kreisende Bewegungen mit Ihren Fingerkuppen aus. Massieren Sie zuerst das umliegende Gewebe. So stellt sich die Haut auf die Massage ein und wird lockerer. Physiotherapeuten sprechen von Animation. Anschließend massieren Sie die Narbe selbst. Zuerst in kreisenden, dann in sanft rollenden und abschließend in ausstreichenden Bewegungen. Je frischer die Narbe ist, desto weniger Druck sollten Sie ausüben. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht mit den Fingernägeln verletzen.

Führen Sie die Massage zweimal pro Tag für wenige Minuten durch. Bevor Sie mit der Narbenmassage beginnen, fragen Sie Ihren Arzt oder Physiotherapeuten, worauf Sie besonders achten müssen. Am besten verwenden Sie zur Massage der Narbe ein passendes Pflegegel oder eine Narbencreme.

Silikon verbessert das Narbenbild

Die Inhaltsstoffe von Narbencremes schützen die neue und empfindliche Hautschicht und verbessern den Hautzustand. Enthaltene Öle und Silikone erleichtern das Gleiten über die Haut. Dass Silikon zudem das Narbenbild verbessern kann, haben Untersuchungen gezeigt: Die Narben flachen ab, werden weicher und elastischer.

Ganz verschwinden werden sie aber auch mit der besten Narbenpflege nicht. Wichtig ist außerdem die tägliche Langzeitanwendung – am besten schon ab der Frühphase. Denn Narben brauchen Geduld.

Wie lange muss man eine Narbe vor der Sonne schützen?

Narben brauchen extra Sonnenschutz – besonders in der Anfangsphase. Zu viel UV-Strahlung oder gar ein Sonnenbrand kann das zarte Narbengewebe schädigen. Das liegt zum einen daran, dass die neu gebildete Haut sehr dünn und empfindlich ist. Zum anderen fehlt ihr die Pigmentierung und somit der natürliche Sonnenschutz.

Wählen Sie für die Narbe eine Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 50 und verzichten Sie auf Konservierungs- und Parfumstoffe. Bis eine Narbe vollständig ausgereift ist, kann es bis zu zwei Jahre dauern. Solange können Sie von einer guten Narbenpflege profitieren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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