Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Depression >

Spezieller Denkstil kann zu Depressionen führen

Schuldgefühle  

Spezieller Denkstil kann zu Depressionen führen

17.06.2020, 09:17 Uhr | dpa-tmn

Spezieller Denkstil kann zu Depressionen führen. Depressionen: Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit mehr als 264 Millionen Menschen unter dieser Krankheit. (Quelle: Getty Images/Kittiya)

Depressionen: Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit mehr als 264 Millionen Menschen unter dieser Krankheit. (Quelle: Kittiya/Getty Images)

Sind Eltern depressiv, betrifft das auch die Kinder. Nun zeigen Studien: Machen sie sich selbst für diesen Zustand verantwortlich, erhöht das ihr eigenes Risiko für eine Depression.

Eine depressive Mutter zu haben, ist für Kinder belastend. Haben sie das Gefühl, an der Traurigkeit ihrer Mutter Schuld zu sein, sind sie sogar selbst besonders anfällig für eine Depression.

Wie aus zwei Studien hervorgeht, zeigen solche Kinder schon selbst Symptome und neigen zu negativen Gedanken und Grübeln, heißt es in der Zeitschrift "Psychologie Heute". Kinder, die sich nicht selbst verantwortlich fühlen, weisen hingegen keine Symptome auf.

Spezieller Denkstil könnte der Grund sein

In den Studien wurden insgesamt 129 Mutter-Kind-Paare befragt. Die Kinder waren im Schnitt 13 Jahre alt, die Mütter Anfang 40. Alle wurden nach ihren eigenen Einschätzungen befragt und nach denen des jeweils anderen. Auch wurde erfasst, welche Vorstellungen die Befragten von Traurigkeit hatten.

Die Forscher führen die gefährliche Entwicklung auf einen speziellen Denkstil zurück, den auch Kinder schon haben können: Betroffene neigen dazu, sich für Ereignisse oder Verhalten anderer, das sie nicht verstehen und nicht ändern können, selbst die Schuld zu geben.

Dies führe womöglich dazu, dass diese Kinder sogar versuchen, die Probleme der depressiven Mutter zu lösen. Kinder mit einem solchen negativen Denkstil könnten diesen schon früh von ihrer Mutter übernommen haben. Auf diese Neigung sollten Psychotherapeuten nach Möglichkeit achten, empfehlen die Wissenschaftler.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal