• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Schlafst√∂rungen
  • Schlafst√∂rungen: Behandlung, Ursachen und Symptome


Nachrichten
Ist dieser Text objektiv?

F√ľr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf√§ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was hinter Schlafstörungen stecken kann

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 23.06.2022Lesedauer: 5 Min.
Eine Frau liegt wach im Bett: Jeder Dritte in Deutschland klagt √ľber Durchschlaf- und Einschlafprobleme.
Eine Frau liegt wach im Bett: Jeder Dritte in Deutschland klagt √ľber Durchschlaf- und Einschlafprobleme. (Quelle: pidjoe/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f√ľr einen TextRKI: Inzidenz steigt um 38 ProzentSymbolbild f√ľr einen TextHeftige Unwetter: Viele Sch√§denSymbolbild f√ľr einen TextSchlagerstar muss Konzerte absagenSymbolbild f√ľr einen TextFrankreich verbietet vegetarische WurstSymbolbild f√ľr einen TextSchweiz in die Nato? Biden verplappert sichSymbolbild f√ľr einen TextARD-Serienstar erlitt ZusammenbruchSymbolbild f√ľr einen TextBundesliga-Klubs starten neue KooperationSymbolbild f√ľr einen TextLudowig-Tochter zeigt sich im BikiniSymbolbild f√ľr einen TextVerstappen gegen Sperre f√ľr F1-LegendeSymbolbild f√ľr einen TextNarumol zeigt ihre T√∂chterSymbolbild f√ľr einen TextEinziges Spa√übad von Sylt muss schlie√üenSymbolbild f√ľr einen Watson TeaserBecker bekommt erfreulichen Knast-BesuchSymbolbild f√ľr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Schlafstörungen können viele Ursachen haben, oft stecken psychische Erkrankungen dahinter. Was sind die Ursachen? Und was hilft?

Das Wichtigste im √úberblick


Psychischer Stress, Hormonst√∂rungen oder der schnarchende Partner: Schlafprobleme sind f√ľr die Betroffenen jede Nacht eine Qual. Sie liegen im Bett, k√∂nnen nicht abschalten und f√ľhlen sich am n√§chsten Tag wie ger√§dert. Lesen Sie hier, was Schlafst√∂rungen ausl√∂sen kann und welche Behandlungen helfen.


Neun h√§ufige Ursachen f√ľr Schlafst√∂rungen

√úberarbeitete √§ltere Frau sitzt am Tisch und fasst sich ins Gesicht: Stress ist die h√§ufigste Ursache f√ľr Schlafst√∂rungen. Das st√§ndige Nachdenken √ľber private oder berufliche Probleme h√§lt viele vom Ein- oder Durchschlafen ab.
M√ľde junge Frau trinkt Kaffee: Koffeinhaltige Wachmacher wie Kaffee und Tee, aber auch Alkohol, sollte man nicht vor dem Schlafen gehen trinken. Das Koffein verz√∂gert das Einschlafen und kann die Schlafqualit√§t beintr√§chtigen. Alkoholkonsum macht zwar m√ľde, doch der Schlaf ist nicht erholsam und wird oft von Wachphasen unterbrochen.
+7

Definition: Wann liegt eine Schlafstörung vor?

Wer pro Woche in mehr als drei N√§chten hintereinander schlecht schl√§ft und das √ľber einen Zeitraum von mehr als vier Wochen, leidet an einer Schlafst√∂rung. Der medizinische Fachbegriff hierf√ľr lautet Insomnie. In Deutschland sind Untersuchungen zufolge √ľber 30 Prozent der Erwachsenen davon betroffen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Böses Erwachen
Wladimir Putin: Dreht er uns das Gas ab?


Nicht nur Probleme beim Ein- und Durchschlafen, sondern auch auff√§lliges Verhalten rund um den Schlaf (Parasomnie) wie Schlafwandeln oder Sprechen im Schlaf z√§hlen im erweiterten Sinn zu Schlafst√∂rungen. Infolge des Schlafdefizits kommt es zu Tagschl√§frigkeit und Konzentrationsproblemen. Schlafst√∂rungen k√∂nnen akut auftreten und wieder abklingen, sie k√∂nnen aber auch chronisch werden. Daher ist es wichtig, fr√ľhzeitig einen Arzt aufzusuchen.

Symptome: So machen sich Schlafstörungen bemerkbar

Schlechte Schlafqualit√§t kann sich auf unterschiedliche Art bemerkbar machen. Typische Anzeichen f√ľr Schlafst√∂rungen sind:

  • langes Wachliegen bis zum Einschlafen (mehr als 30 Minuten),
  • mehrmaliges n√§chtliches Aufwachen und Probleme beim Wiedereinschlafen,
  • Gr√ľbeleien w√§hrend der Nacht, die das Einschlafen verhindern,
  • zu fr√ľhes Aufwachen vor dem vorgesehenen Zeitpunkt,
  • Probleme beim Aufstehen, weil der Schlaf nicht erholsam war,
  • starke Tagm√ľdigkeit, Ersch√∂pfung und Konzentrationsprobleme,
  • Nachlassen der k√∂rperlichen und geistigen Leistungsf√§higkeit sowie
  • unbewusstes Schlafwandeln.

Daneben gibt es auch Schlafst√∂rungen, die nicht unbedingt die Schlafqualit√§t einschr√§nken, sondern eher f√ľr den Partner ein Problem sind. Dazu geh√∂ren zum Beispiel Sprechen im Schlaf, Zuckungen und Schnarchen. Hier haben Betroffene oft keine Beschwerden, sondern st√∂ren nur andere.

Schlafdauer: Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

Ein gesunder Mensch, egal, wie alt er ist, hat normalerweise keine Probleme mit dem Einschlafen und Durchschlafen. Der Schlafbedarf jedoch ist individuell unterschiedlich und auch vom Alter abh√§ngig. Pauschale, f√ľr alle g√ľltige Aussagen √ľber die ideale Schlafzeit sind nicht m√∂glich und auch nicht seri√∂s, da die Schlafdauer zum Gro√üteil genetisch festgelegt ist. Bei den meisten Erwachsenen liegt der Schlafbedarf zwischen sechs und acht Stunden.

√Ąltere Menschen ab 65 Jahren ben√∂tigen meist etwas weniger (f√ľnf bis sechs Stunden), junge Menschen dagegen mehr. Bei Kindern von 6 bis 13 Jahren schwankt der Durchschnittswert zwischen 9 und 11 Stunden, bei Jugendlichen (14 bis 17 Jahre) zwischen 8 und 10 Stunden. Die Angaben beziehen sich auf den durchgehenden Schlaf. Kommt es zu Unterbrechungen, sind diese abzuziehen.

M√∂gliche Ursachen f√ľr Schlafst√∂rungen

Schlafst√∂rungen sind meist keine eigenst√§ndige Krankheit, sondern Symptom einer anderen Erkrankung oder die Reaktion auf √§u√üere Umst√§nde oder einen falschen Lebensstil. H√§ufige Gr√ľnde f√ľr Schlafprobleme sind:

  • Stress und Sorgen,
  • L√§rm,
  • koffeinhaltige Genussmittel, Alkohol und Drogen,
  • Schmerzen,
  • Schilddr√ľsenerkrankungen,
  • Atemaussetzer (Schlafapnoe),
  • n√§chtlicher Harndrang,
  • Bluthochdruck,
  • hormonelle Verschiebungen in den Wechseljahren,
  • Z√§hneknirschen,
  • Schlafwandeln,
  • Schnarchen mit Atemstillst√§nden,
  • Restless-Legs-Syndrom,
  • Depressionen und depressive Verstimmungen,
  • Schichtarbeit.

Diagnose: So stellt der Arzt eine Schlafstörung fest

Im Gespr√§ch stellt der behandelnde Arzt Fragen, etwa nach Schmerzen, Krankheiten, Medikamenten, Stress, Arbeitszeiten oder Schlafverhalten. Er informiert sich in der Regel auch, ob Alkohol oder Drogen konsumiert werden. Die Antworten des Patienten helfen dem Mediziner, die Ursache der Schlafprobleme herauszufinden. K√∂rperliche Untersuchungen, Schlaftageb√ľcher oder Frageb√∂gen k√∂nnen dabei zus√§tzliche Hinweise geben.

Auch eine Untersuchung im Schlaflabor in einer Klinik oder einem schlafmedizinischen Zentrum kann sinnvoll bei der Diagnostik sein. Dort wird der Schlafende mittels Aufzeichnungsger√§ten genau √ľberwacht und untersucht.

Psychische Erkrankungen und Stress

√úber die H√§lfte der Schlafst√∂rungen sind auf psychische Belastungen und psychische Erkrankungen zur√ľckzuf√ľhren. H√§ufig betroffen sind Menschen mit Depressionen und depressiven Verstimmungen. Neben Ein- und Durchschlafst√∂rungen ist es typisch, dass sie schon am fr√ľhen Morgen wach werden. Obwohl sie m√ľde und ersch√∂pft sind, k√∂nnen sie nicht mehr einschlafen. Schuld daran ist eine permanente Anspannung, die sie innerlich nicht zur Ruhe kommen l√§sst.

Stress, Zeitdruck und Hektik verhindern ebenfalls häufig, dass sich der Körper im Schlaf erholt. Laut einer Studie der DAK-Gesundheit schlafen etwa 80 Prozent der Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren unruhig. Schuld daran sind seelische Belastungen, zu viel Stress und Druck. Die Betroffenen liegen oft stundenlang wach und ihre Gedanken drehen sich wie ein Karussell.

Auch L√§rm, Jetlag oder Schichtarbeit belasten die Nachtruhe und bringen die nat√ľrlichen Schlaf-Wach-Phasen durcheinander. Mehr als jeder dritte Arbeiter im Drei-Schicht-Betrieb leidet an Ein- und Durchschlafproblemen. √Ąltere haben dabei h√§ufiger Probleme als J√ľngere.

Organische Erkrankungen: Welche Krankheiten verursachen Schlafstörungen?

K√∂rperliche Erkrankungen wie Herz- und Atemwegserkrankungen k√∂nnen den Schlaf beeintr√§chtigen. Wer unter einer schmerzhaften chronischen Erkrankung wie beispielsweise Rheuma oder unter R√ľckenproblemen leidet, sp√ľrt die Schmerzen oft st√§rker, sobald er sich zum Schlafen hingelegt hat.

Patienten mit Krebs, hormonellen Erkrankungen wie zum Beispiel Schilddr√ľsen√ľberfunktion oder chronischen Nieren- und Magenerkrankungen berichten ebenfalls h√§ufig √ľber Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Bei Menschen mit Demenz ver√§ndert sich h√§ufig die Schlafverteilung √ľber den Tag hinweg so stark, dass die Patienten im Extremfall tags√ľber fast nur noch schlafen und nachts wach sind.

Auch eine Reihe neurologischer Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Epilepsie, Schlaganfall und bestimmte Gehirntumore k√∂nnen den n√§chtlichen Schlaf erheblich st√∂ren und zu erh√∂hter Tagesm√ľdigkeit f√ľhren. Ob es eine medizinische Ursache f√ľr die Schlafst√∂rung gibt, kann nur ein Arzt beurteilen.

Schlaflosigkeit begleitet oft die Wechseljahre

Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, leiden sie oft unter Schlafst√∂rungen und klagen √ľber Einschlafprobleme. Schuld sind die Hormone, die den gesamten Schlafrhythmus durcheinanderbringen und den K√∂rper nachts nicht zur Ruhe kommen lassen. Insbesondere die Hitzewallungen und n√§chtlichen Schwei√üausbr√ľche, die die Hormonumstellung begleiten, machen einen erholsamen Schlaf in vielen F√§llen unm√∂glich.

Die Folge sind Symptome wie M√ľdigkeit am Tag, Abgeschlagenheit und mitunter auch Depressionen. Eine Hormonersatztherapie kann in einigen F√§llen eine Besserung bringen. Allerdings sollten betroffene Frauen die Vor- und Nachteile einer Hormonbehandlung ausf√ľhrlich mit ihrem Arzt besprechen.

√úbrigens: Auch in der Schwangerschaft kommt es h√§ufig zu Schlafst√∂rungen. Besonders Frauen in der Fr√ľhschwangerschaft und im letzten Drittel der Schwangerschaft sind hiervon betroffen. Ursachen sind vor allem in der fr√ľhen Phase die Hormonumstellungen, an die sich der K√∂rper erst langsam gew√∂hnen muss. Gegen Ende der Schwangerschaft dagegen macht es der wachsende Bauch schwer, eine geeignete Schlafposition zu finden. Hinzu kommt der n√§chtliche Harndrang, der zum Toilettengang zwingt.

Heilkräuter wie Johanniskraut, Melisse, Kamille und Lavendel können beim Einschlafen helfen.
Heilkräuter wie Johanniskraut, Melisse, Kamille und Lavendel können beim Einschlafen helfen. (Quelle: AlexRaths/getty-images-bilder)

Behandlung: Schlafhygiene, Hausmittel und Co.

F√ľr viele Formen der Schlafst√∂rung gibt es bew√§hrte Therapien. H√§ufig m√ľssen Betroffene ihre Schlafhygiene verbessern, also ung√ľnstige Gewohnheiten ablegen. Manchmal sind dazu kognitive Verhaltenstherapien n√∂tig. Sie haben das Ziel, Denkmuster und Verhaltensweisen zu ver√§ndern, die vom Schlaf abhalten k√∂nnen.

Loading...
Loading...
Loading...

Ist eine k√∂rperliche oder seelische Erkrankung die Ursache der Schlafst√∂rung, steht die Behandlung durch den Arzt an erster Stelle. Unterst√ľtzend k√∂nnen Sie aber auch in diesen F√§llen selbst etwas gegen Schlafst√∂rungen tun.

Folgende Maßnahmen und Hausmittel haben sich in vielen Fällen bewährt:

  • Gew√∂hnen Sie sich regelm√§√üige Schlafenszeiten an und verzichten Sie tags√ľber auf ein Nickerchen.
  • Sorgen Sie f√ľr angenehme Schlafbedingungen. Dazu geh√∂ren auch die richtige Zimmertemperatur (ungef√§hr 18 Grad Celsius) und eine gute Matratze.
  • Trinken Sie abends weder Alkohol noch Kaffee ‚Äď beides wirkt aufputschend.
  • Heilkr√§utertees mit Melisse, Baldrian oder Melisse helfen, zu entspannen.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ern√§hrung und regelm√§√üige Bewegung an der frischen Luft.
  • Vermeiden Sie Streit und aufw√ľhlende Filme vor dem Zubettgehen.
  • Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga lindern langfristig Schlafst√∂rungen.
  • Johanniskraut ist als pflanzliches Antidepressivum bekannt. Bei depressiven St√∂rungen kann die Heilpflanze zu einem erholsamen Nachtschlaf beitragen.
  • Wannenb√§der mit Lavendel√∂l beruhigen und haben eine schlaff√∂rdernde Wirkung.
  • √Ątherische √Ėle wie Lavendel und Thymian eignen sich auch f√ľr Massagen. Das Einreiben wirkt entspannend und schlaff√∂rdernd.
  • Warme Milch mit Honig kann beim Einschlafen helfen. Die enthaltene Aminos√§ure Tryptophan regt die Aussch√ľttung des Schlafhormons Melatonin an.
  • Feucht-kalte Wadenwickel k√∂nnen als Einschlafhilfe genutzt werden.

Medikamente: Nur in Absprache mit dem Arzt nehmen

Sollten Sie √ľber einen l√§ngeren Zeitraum an Schlafst√∂rungen leiden und diese trotz aller Bem√ľhungen nicht loswerden, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Auf keinen Fall sollte man eigenst√§ndig zu Schlafmitteln zu greifen, da diese abh√§ngig machen k√∂nnen und oft Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Wiebke Posmyk
DeutschlandDrogen

t-online - Nachrichten f√ľr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website