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Warum MuskelkrÀmpfe im Alter zunehmen

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 13.07.2021Lesedauer: 4 Min.
Ein Mann greift nach seinem Unterschenkel. KrĂ€mpfe in der Wade sind Ă€ußerst schmerzhaft und können plötzlich auftreten. Besonders hĂ€ufig sind Ă€ltere Menschen betroffen.
Ein Mann greift nach seinem Unterschenkel. KrĂ€mpfe in der Wade sind Ă€ußerst schmerzhaft und können plötzlich auftreten. Besonders hĂ€ufig sind Ă€ltere Menschen betroffen. (Quelle: blyjak/getty-images-bilder)
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MuskelkrĂ€mpfe kennen die meisten in Form von WadenkrĂ€mpfen oder KrĂ€mpfen im Fuß. Mit zunehmendem Alter nehmen die schmerzhaften Verkrampfungen der Muskeln hĂ€ufig zu. GrĂŒnde hierfĂŒr sind unter anderem ein Abbau von Muskelmasse sowie verkĂŒrzte Muskeln.

Bei einem Muskelkrampf handelt es sich um eine plötzliche Kontraktion des Muskels, die in den meisten FĂ€llen als sehr schmerzhaft wahrgenommen wird. Sowohl ein einzelner Muskel, als auch eine ganze Muskelgruppe können verkrampfen – fĂŒr wenige Sekunden oder einige Minuten. Oftmals kommt es in Ruhe, vielfach nachts, oder bei sportlichen TĂ€tigkeiten zum Muskelkrampf. Was im Akutfall gegen MuskelkrĂ€mpfe hilft und wie Sie am besten vorbeugen können.

KrÀmpfe kommen hÀufig nachts

Besonders hĂ€ufig ist der Wadenmuskel betroffen. MuskelkrĂ€mpfe in den Beinen, die nachts ohne ursĂ€chliche Störung auftreten, nennen Mediziner benigne idiopathische BeinkrĂ€mpfe. Treten die Bein- beziehungsweise Waden- oder FußkrĂ€mpfe im Zusammenhang mit sportlichen AktivitĂ€ten auf, sprechen Mediziner von trainingsassoziierten MuskelkrĂ€mpfen.

Sind MuskelkrÀmpfe gefÀhrlich?

MuskelkrĂ€mpfe, medizinisch Crampi genannt, sind meist harmlos und in der Regel kein Hinweis auf eine Erkrankung. HĂ€ufig sind gesunde Menschen mittleren Alters betroffen sowie Ältere. Treten die MuskelkrĂ€mpfe gehĂ€uft auf, sollten Betroffene einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen und die Ursache klĂ€ren lassen. Zu den möglichen Muskelkrampf-Ursachen gehören unter anderem:

  • Verspannungen der Muskulatur (durch zu viel oder zu wenig Bewegung)
  • Fehlbelastungen
  • Gelenkprobleme
  • ein Ungleichgewicht im Mineralstoffhaushalt/ Salzhaushalt (Elektrolythaushalt)
  • Eisenmangel
  • Dehydration (ausgetrockneter Körper, meist kombiniert mit einem gestörten Salzhaushalt), oft verursacht durch DurchfĂ€lle, Erbrechen oder starkes Schwitzen
  • die Einnahme bestimmter Medikamente
  • Nervenstörungen, sogenannte Polyneuropathien
  • Schwangerschaften
  • Nierenerkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • NervenschĂ€digungen, etwa durch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) verursacht

Vermehrte MuskelkrÀmpfe im Alter durch Medikamente

Mit dem Alter nimmt die HĂ€ufigkeit der MuskelkrĂ€mpfe oft zu. Die GrĂŒnde sind vielfĂ€ltig. So nehmen viele Ă€ltere Menschen regelmĂ€ĂŸig verschiedene Medikamente ein – die möglicherweise KrĂ€mpfe begĂŒnstigen. Dazu gehören unter anderem bestimmte Blutdrucksenker, Diuretika (EntwĂ€sserungsmittel) und Medikamente, wie sie bei der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit COPD Anwendung finden, etwa bestimmte Bronchodilatatoren. Auch Cholesterinsenker und einige Antidepressiva können MuskelkrĂ€mpfe verursachen. Bei wiederkehrenden MuskelkrĂ€mpfen ist ein GesprĂ€ch mit dem Arzt und ein Blick auf die Medikamente ratsam.

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Ältere Menschen trinken oft zu wenig

Zudem fĂ€llt es vielen Menschen mit zunehmendem Alter schwerer, ausreichend FlĂŒssigkeit aufzunehmen. Mit dem Alter lĂ€sst das DurstgefĂŒhl nach. Auch der Hunger nimmt oftmals ab – was eine ausgewogene ErnĂ€hrung erschwert. So kann es passieren, dass dem Körper wichtige NĂ€hrstoffe fehlen, die er fĂŒr eine funktionierende Muskulatur braucht. Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium gehören ebenso dazu wie Proteine.

"Die Nerven brauchen Mineralstoffe, um Befehle an die Muskelfasern weiterleiten zu können. Die Muskeln selbst benötigen Mineralien, um sich zusammenziehen, dehnen und entspannen zu können. Eiweiße sind wichtig, damit die Muskulatur erhalten bleibt, Reparaturmechanismen vollzogen werden können und Muskulatur aufgebaut werden kann", sagt Ingo Froböse, UniversitĂ€tsprofessor fĂŒr PrĂ€vention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Professor Dr. Ingo Froböse lehrt an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er ist dort Leiter des Zentrums fĂŒr Gesundheit durch Sport und Bewegung und Leiter des Instituts fĂŒr Bewegungstherapie und bewegungsorientierte PrĂ€vention und Rehabilitation.

Fehlbelastungen und Bewegungsmangel sind im Alter hÀufiger

Auch kommt es bei Ă€lteren Menschen öfter zu Fehlbelastungen und Gelenkproblemen, welche MuskelkrĂ€mpfe begĂŒnstigen können. Zudem neigen im Alter die Muskeln dazu, sich zu verkĂŒrzen. Ebenso ist regelmĂ€ĂŸige Bewegung oftmals nicht mehr möglich – die Muskelmasse nimmt ab. Unbewegte Muskeln sind unterfordert – was KrĂ€mpfe genauso begĂŒnstigt wie Überforderung.

"RegelmĂ€ĂŸige Bewegung ist im Alter unverzichtbar und sollte an die jeweilige körperliche Konstitution angepasst sein. Gut geeignet sind meist Gymnastik, Wandern, SpaziergĂ€nge, Schwimmen und Radfahren", empfiehlt der Sportexperte. Dadurch werde nicht nur die Muskelkraft, gestĂ€rkt, sondern auch die Muskelausdauer, die Koordination und der Gleichgewichtssinn. Das wiederum beuge StĂŒrzen vor.

Was hilft bei einem akuten Wadenkrampf?

Oftmals treten WadenkrĂ€mpfe unerwartet nachts auf und die Betroffenen schrecken durch den stechenden Schmerz im Bein aus dem Schlaf. Um den Krampf rasch zu lösen, mĂŒssen Sie nicht aus dem Bett steigen. "Dehnung hilft am besten gegen einen akuten Wadenkrampf", erklĂ€rt Froböse. "Ziehen Sie die Fußspitze des betroffenen, ausgestreckten Beins in Richtung Knie. So erreichen Sie eine Streckung der Wadenmuskulatur. Oder ziehen Sie Zehen und Fuß vorsichtig mit der Hand zu sich. Meist lĂ€sst der Muskelkrampf dann nach." Hilft das nicht, sollten Sie aufstehen und versuchen, vorsichtig zu gehen.

Können Magnesium und Dehnen MuskelkrÀmpfen vorbeugen?

Die aktuellen Leitlinien empfehlen zur Vorbeugung regelmĂ€ĂŸige passive DehnĂŒbungen der Wadenmuskulatur, zum Beispiel durch Vorbeugen des Körpers im Stand, ohne dass die Fersen den Bodenkontakt verlieren. Allerdings weisen die Autoren darauf hin, dass die Wirksamkeit in verschiedenen Studien unterschiedlich bewertet wurde, eine klare Evidenz also fehlt.

Ebenso wird in den Leitlinien die Einnahme von Magnesium empfohlen, obwohl auch hier die Wirksamkeit nicht ausreichend belegt ist. Ein Therapieversuch sollte den Autoren zufolge aber in jedem Falle unternommen werden. Magnesium fĂŒhrt an der Muskelmembran zu einer Stabilisierung und reduziert Aktionspotenziale, die Kontraktionen im Muskel auslösen. Auch wenn die Wirksamkeit von einer Magnesium-Supplementierung bislang nicht wissenschaftlich bewiesen ist: Viele Patienten berichten, dass Magnesium bei ihnen die Neigung zu MuskelkrĂ€mpfen lindert.

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Tipps gegen BeinkrÀmpfe

Weitere Maßnahmen, die helfen können, MuskelkrĂ€mpfen vorzubeugen, sind:

  • Achten Sie auf eine ausgewogene und bunte ErnĂ€hrung mit möglichst frischen Lebensmitteln. So versorgen Sie Ihren Körper mit wichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Proteinzufuhr. Die Referenzwerte der DGE liegen bei 0,8 bis 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag.
  • Trinken Sie ausreichend. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung rĂ€t gesunden Erwachsenen, tĂ€glich 1,5 zu trinken. Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten die individuelle Trinkmenge mit ihrem behandelnden Arzt oder ihrer Ärztin besprechen.
  • Trinken Sie das richtige. Mineralwasser unterstĂŒtzt die Mineralstoffversorgung. UngesĂŒĂŸte Tees und verdĂŒnnte Saftschorlen sind ebenfalls gute Durstlöscher. Kaffee hingegen wirkt entwĂ€ssernd und begĂŒnstigt KrĂ€mpfe möglicherweise. Verzichten Sie weitestgehend auf Alkohol. Alkohol wirkt sich negativ auf den Elektrolythaushalt und die Reizverarbeitung der Nerven aus.
  • Rauchen Sie nicht. Die im Tabak enthaltenen Giftstoffe stören unter anderem die Durchblutung.
  • Bleiben Sie in Bewegung.

Liegt ein Verdacht auf einen NÀhrstoffmangel vor, sollte ein Blutbild gemacht werden. NahrungsergÀnzungen wie Magnesium und Kalium können sinnvoll sein, sollten aber immer nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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