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Was hinter der Pilzinfektion steckt und was hilft

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 19.06.2022Lesedauer: 4 Min.
Eine Frau fasst sich an den Schritt. Der Helfepilz Candida albicans siedelt sich gern im Intimbereich an.
Eine Frau fasst sich an den Schritt. Der Helfepilz Candida albicans siedelt sich gern im Intimbereich an. (Quelle: Biserka Stojanovic/getty-images-bilder)
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Pilze kommen auf der Haut nat├╝rlicherweise vor. Ein gesundes Immunsystem und eine abwehrstarke Hautflora schaffen es, die Pilze in Schach zu halten. Doch sie k├Ânnen auch Krankheiten ausl├Âsen, wenn sie sich stark vermehren. Bei einer Candida-Infektion ist das der Fall.

Bei einer Candida-Infektion, auch Candidose genannt, handelt es sich um eine ├╝berm├Ą├čige Vermehrung von Hefepilzen der Gattung Candida. Diese Vermehrung kann an vielen Bereichen des K├Ârpers geschehen ÔÇô innen wie au├čen: im Mund und Rachen, auf der Haut oder im Intimbereich. Scheidenpilz beispielsweise geh├Ârt zu den h├Ąufigsten Infektionen im Intimbereich bei Frauen. Auch im Darm sind Hefepilze zu finden. Wie Sie Candida-Infektionen erkennen und was hilft.

Wann machen Pilze Probleme?

Der am h├Ąufigsten nachgewiesene Candida-Hefepilz ist Candida albicans. Sch├╝tzen kann man sich vor der Pilzbesiedelung nicht: "Meist gelangen Pilze bereits durch den Geburtsvorgang auf die Haut des S├Ąuglings", sagt Dr. Uta Schlossberger, Dermatologin aus K├Âln. "Ein gesundes Immunsystem sowie andere n├╝tzliche Mikroorganismen auf Haut und Schleimh├Ąuten sch├╝tzen vor einer krankhaften Vermehrung." Ist das Immunsystem geschw├Ącht oder die nat├╝rliche Abwehrfunktion von Haut und Schleimh├Ąuten gest├Ârt, steigt das Risiko f├╝r eine Pilzinfektion.

Pilze m├Âgen feuchte K├Ârperstellen

Eine Candida-├ťberbesiedelung kann verschiedene Krankheitsbilder ausl├Âsen, die sich durch unterschiedliche Symptome zeigen. "Pilze f├╝hlen sich vor allem in einem warmen und feuchten Milieu wohl", erkl├Ąrt Schlossberger. "Daher sind Pilzinfektionen h├Ąufig in Hautfalten wie der Leiste und in den Achselh├Âhlen, im Intimbereich, im Windelbereich und in Mund und Rachen anzutreffen."

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Symptome einer Candida-Infektion

Herrscht die Pilz-├ťberbesiedelung im Intimbereich der Frau vor, sprechen Mediziner von Vaginalcandidose oder Vaginalmykose, umgangssprachlich bekannt als Scheidenpilz. Bei einer Pilzinfektion der Scheide bemerken die betroffenen Frauen h├Ąufig ein Brennen und Jucken.

Auch Schmerzen k├Ânnen auftreten, etwa beim Geschlechtsverkehr, beim Nutzen von Tampons oder beim Urinieren. Der Intimbereich kann ger├Âtet und leicht geschwollen sein. Des Weiteren tritt oft ein ver├Ąnderter Ausfluss auf. Dieser kann beispielsweise wei├člich und kr├╝melig oder wei├č-gelblich und d├╝nnfl├╝ssig sein.

Beim Mann wird eine pilzbedingte Entz├╝ndung des Penis als Balanitis bezeichnet. Die pilzbedingte Eichelentz├╝ndung des Mannes zeigt sich durch die Hauptsymptome erhabene R├Âtung, Juckreiz, Brennen und/ oder einen wei├člichen Belag der Eichel beziehungsweise Bl├Ąschen und Pustelbildung.

Dr. Uta Schlossberger ist Haut├Ąrztin mit eigener Praxis in K├Âln und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD). Neben der Dermatologie und Venerologie geh├Âren die Bereiche Allergologie, Lasermedizin, ├ästhetische Dermatologie und Anti-Aging zu den Schwerpunkten der Fach├Ąrztin.

Mundsoor: Hefepilzinfektion im Mund trifft nicht nur Kinder

Bei Kindern zeigt sich im Windelbreich h├Ąufig der sogenannte Windelsoor im Windelbereich sowie Mundsoor im Mund, umgangssprachlich auch Faulecken genannt. "Eine ├ťberbesiedelung von Candida albicans erkennen Eltern in der Regel an einem wunden und roten Po, der Bildung von Pickeln und Pusteln, m├Âglicherweise offenen und schuppigen Hautstellen", erkl├Ąrt Schlossberger. Der Windelsoor kann auch im Erwachsenenalter auftreten, etwa bei Menschen mit Inkontinenz oder bei bettl├Ągerigen Menschen.

Bei einer Mundsoorerkrankung, auch orale Candidose genannt, ist deutlich ein wei├člich-grauer Belag auf der Zunge sowie auf der Wangenschleimhaut erkennbar. Der Belag l├Ąsst sich nur schwer abwischen. Darunter bilden sich oft kleine Blutungen. Auch wenn vor allem Kinder an Mundsoor erkranken: "Erwachsene k├Ânnen ebenfalls einen Pilzbefall im Mund bekommen", sagt die Dermatologin. "Meist sind ├ältere und immungeschw├Ąchte Menschen betroffen. Die Einnahme von Kortison, etwa in Form von Asthmasprays, aber auch Antibiotika beg├╝nstigen Mundsoor bei Erwachsenen."

Auch zwischen den Zehen ist ein Pilzbefall recht h├Ąufig. In Schuhen ist es warm und feucht. Quillt die Haut auf oder ist die Schutzbarriere der Haut geschw├Ącht, haben es Hefepilze leichter, in die Haut einzudringen. Aber: Fu├čpilz wird nicht allzu oft durch Hefepilze verursacht. Meist sind Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten, die Fu├čpilz-Ursache.

Pilzinfektionen ist unbehandelt ein Risiko

Bei einer Pilzinfektion ÔÇô egal an welcher K├Ârperstelle ÔÇô ist eine fr├╝he Behandlung wichtig. Sonst kann es passieren, dass sich der Pilz weiter ausbreitet, schwer behandelbar wird und weitere unangenehme Beschwerden wie starke Entz├╝ndungen verursacht.

In schlimmen F├Ąllen k├Ânnen sich Pilze ├╝ber die Blutgef├Ą├če im K├Ârper ausbreiten und eine lebensbedrohliche Sepsis (Blutvergiftung) verursachen. Das Risiko besteht vor allem bei Menschen, deren Immunsystem stark geschw├Ącht ist, etwa aufgrund von Erkrankungen wie Krebs, AIDS oder entz├╝ndlich-rheumatischen Erkrankungen.

Menschen, die nach einer Organtransplantation immunsupprimierende Medikamente einnehmen m├╝ssen, haben ebenfalls ein erh├Âhtes Risiko. Auch bei der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist das Pilzrisiko erh├Âht.

Behandlung: Was gegen einen Pilzbefall hilft

Candida-Infektionen werden mit Antipilzmitteln (Antimykotika) behandelt. Die eingesetzten Wirkstoffe t├Âten den Hefepilz ab. H├Ąufige angewendete Antimykotika zur Candidose-Therapie sind Nystatin, Clotrimazol, Miconazol, Ciclopiroxolamin und Fluconazol. Wie Wirkstoffe werden entsprechend der betroffenen Stelle als Salben, Cremes, Z├Ąpfchen, Tabletten, Mundsp├╝ll├Âsungen oder Lacke verabreicht.

Wichtig ist, dass das Antimykotikum ausreichend lange und in der vom Arzt empfohlenen Dosierung angewendet wird. Ist der Pilz nicht ausgeheilt, kommt er rasch wieder. Um einer erneuten Infektion mit Hefepilzen vorzubeugen, ist zudem eine entsprechende Hygiene von gro├čer Bedeutung.

Sorgf├Ąltige Hygiene beugt Pilzen vor

"Um Windelsoor vorzubeugen, ist h├Ąufiges Windelwechseln und gutes Trockenhalten der Haut wichtig", sagt Schlossberger. "Um das Risiko f├╝r Mundsoor zu senken, ist eine gute Mundhygiene bedeutsam, etwa das gr├╝ndliche Reinigen von Mundprothesen. Bei einem Pilzbefall in den Hautfalten k├Ânnen Mullstreifen helfen, die Bereiche trocken zu halten."

Und noch drei Tipps speziell f├╝r Frauen:

  1. Auf der Toilette immer von vorne nach hinten abwischen.
  2. Bevorzugt Baumwollunterw├Ąsche tragen. Sie ist atmungsaktiv und unterst├╝tzt ein trockenes Klima im Intimbereich.
  3. Kommt Scheidenpilz immer wieder, sollte an hormonelle Einfl├╝sse sowie an eine m├Âgliche Pilzinfektion des Partners gedacht werden.

Um Scheidenpilz und eine Pilzinfektion im Intimbereich des Mannes vorzubeugen, ist bei der Hygiene weniger mehr. Tenside und Parfum greifen den Schutzmantel der Haut an und sie wird anf├Ąlliger. Gyn├Ąkologen raten daher, den Intimbereich regelm├Ą├čig und am besten nur mit warmem Wasser zu waschen.

Wer auf ein Waschgel nicht verzichten m├Âchte, sollte darauf achten, dass es an den pH-Wert des Intimbereich angepasst und frei von Duftstoffen ist.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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