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Halsschmerzen loswerden: Was hilft wirklich?


Woher Halsschmerzen kommen und was hilft

Von Geraldine Nagel

Aktualisiert am 12.12.2022Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ein Mann mit Halsschmerzen fasst sich an den Hals.
Wer starke Halsschmerzen hat, will diese einfach nur loswerden. (Quelle: VioletaStoimenova/getty-images-bilder)
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Halsschmerzen treten meist plötzlich auf, oft als Vorbote einer Erkältung. Welche Ursachen Halsweh haben kann und wie man die Schmerzen wieder loswird.

Das Wichtigste im Überblick


  • Halsschmerzen: Ursachen
  • Behandlung: Was hilft gegen Halsschmerzen?
  • Halsschmerzen: Welche Hausmittel helfen können

Egal, ob leicht oder stark, einseitig oder beidseitig: Halsschmerzen sind in der Regel unangenehm. Sie fühlen sich brennend oder kratzend an oder gehen mit einem wunden Gefühl im Hals einher. Beim Schlucken verstärken sich Halsschmerzen meist und oft fühlt es sich an, als wäre es im Hals enger als sonst.

Neben den Halsschmerzen und Schluckbeschwerden zeigen sich oft weitere Beschwerden. Häufig klingt etwa die Stimme rau und heiser, es treten Ohrenschmerzen auf und/oder die Lymphknoten im Halsbereich sind geschwollen. Auch zu geschwollenen Mandeln, Fieber, Kopfschmerzen oder Schnupfen kann es begleitend kommen.

Halsschmerzen: Ursachen

Halsschmerzen können zahlreiche Ursachen haben, in der Regel harmlose. In den meisten Fällen sind Halsschmerzen ein Anzeichen für einen Infekt im Nasenrachenraum, also den oberen Atemwegen.

Mit die häufigste Ursache für Halsweh ist ein Infekt mit Erkältungsviren. In etwa 10 von 100 Fällen verursachen bestimmte Bakterien das Halsweh: sogenannte A-Streptokokken. Bei Kindern sogar etwas häufiger, nämlich in 15 bis 30 von 100 Fällen.

Halsschmerzen können unter anderem auftreten bei:

Auch wer seine Atemwege durch Rauchen reizt, bei der täglichen Arbeit ständig trockener Luft ausgesetzt ist (etwa durch Klimaanlagen) oder seine Stimme arbeitsbedingt stark belasten muss (wie durch langes oder lautes Reden oder durch Singen), kann unter Umständen Halsschmerzen bekommen.

Treten Halsschmerzen vor allem nachts oder morgens auf oder nehmen sie zu dieser Zeit zu, steckt möglicherweise Sodbrennen beziehungsweise ein nächtlicher Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (sog. Reflux) dahinter.

Behandlung: Was hilft gegen Halsschmerzen?

Meist sind Halsschmerzen harmlos und gehen im Durchschnitt nach etwa ein bis zwei Wochen von allein weg, sobald der auslösende Infekt abgeheilt ist. Eine ärztliche Behandlung mit Medikamenten ist nur selten nötig.

Raucher sollten bei Halsschmerzen den Tabakkonsum möglichst pausieren oder wenigstens verringern. Besser noch für die Gesundheit wäre es, ganz mit dem Rauchen aufzuhören.

Lassen die Beschwerden nicht innerhalb einiger Tage nach oder nehmen sie sogar zu, ist es ratsam, die Halsschmerzen beim Arzt oder bei der Ärztin abklären zu lassen. Das gilt auch, wenn weitere Symptome hinzukommen oder sich der Allgemeinzustand verschlechtert.

Können als Ursache der Halsschmerzen Erkrankungen wie eine Allergie, nächtlicher Reflux oder Erkrankungen der Schilddrüse festgestellt werden, wird die Ärztin oder der Arzt diese gezielt behandeln.

Halsschmerzmittel ohne Rezept

Wer Halsweh hat, kann die Beschwerden erst einmal mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt lindern. Gegen akute Halsschmerzen im Rahmen einer Erkältung können zum Beispiel Lösungen zum Gurgeln, Rachensprays oder Lutschbonbons helfen. Die eigentliche Dauer der Erkrankung verkürzt sich dadurch jedoch nicht.

Bei der Behandlung mit solchen frei verkäuflichen Halsschmerzmitteln bietet sich Betroffenen eine große Auswahl an Produkten, die auf unterschiedliche Weise wirken. So gibt es unter anderem Mittel, die

  • Schmerzen lindern, zum Beispiel Schmerzmittel wie Ibuprofen;
  • örtlich betäuben, zum Beispiel Wirkstoffe wie Lidocain und Benzocain;
  • Entzündungen hemmen, zum Beispiel Wirkstoffe wie Flurbiprofen;
  • antiseptisch wirken, zum Beispiel Gurgellösungen, die Chlorhexidin oder Cetylpyridiniumchlorid enthalten;
  • den Hals- und Rachenraum mit einem Schutzfilm überziehen, wie zum Beispiel Mittel mit Isländisch Moos oder Eibisch;
  • abschwellend (adstringierend) wirken, zum Beispiel Halsmittel mit Aluminiumsalzen.

Halsschmerzmittel mit Flurbiprofen: Nicht für jeden geeignet

Halsschmerztabletten mit dem Wirkstoff Flurbiprofen können die Beschwerden lindern, indem sie Entzündungen in Hals und Rachen beruhigen. Menschen, die Schmerzmittel wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac nicht vertragen (also sogenannte NSAR bzw. nicht-steroidale Antirheumatika), sollten auf Mittel mit Flurbiprofen allerdings eher verzichten. Denn bei ihnen kommt es vergleichsweise häufiger zu schweren Nebenwirkungen. Das gilt ebenso für ältere Menschen sowie für Menschen mit Allergien beziehungsweise allergischem Asthma.

Warum bei Halsschmerzen Antibiotika nicht immer helfen

Antibiotika helfen bei Infekten, die durch Bakterien verursacht werden. In den meisten Fällen lösen jedoch Viren Halsschmerzen aus, gegen die Antibiotika nicht wirken.

Wenn Ärzte oder Ärztinnen bei Halsschmerzen Antibiotika verschreiben, dann weil sie vermuten, dass ein Infekt mit Bakterien (etwa eine Mandelentzündung durch Streptokokken) die Beschwerden hervorruft. Meist nehmen die Halsschmerzen etwa drei Tage nach Beginn der Antibiotikatherapie allmählich ab.

Halsschmerzen: Welche Hausmittel helfen können

Auch Hausmittel können Halsschmerzen lindern und so die Zeit bis zur Genesung erleichtern.

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Ein klassisches Hausmittel gegen Halsschmerzen ist das Gurgeln mit lauwarmem Tee, etwa mit Salbei- oder Kamillentee. Viele empfinden es bei Halsschmerzen auch als angenehm, lauwarmen Tee zu trinken. Das gilt jedoch nicht für alle Menschen: Wer bei Halsschmerzen kühle Getränke bevorzugt, muss sich nicht zu warmen Getränken zwingen.

Um die Heilungsprozesse bei Halsschmerzen zu unterstützen, sollten Betroffene ausreichend trinken. Das hält die Schleimhäute feucht und kann zudem dabei helfen, etwaige Erkältungsviren im Hals- und Rachenraum wegzuschwemmen.

Ungewöhnliche Mengen über den täglichen Bedarf hinaus muss dabei jedoch niemand trinken. Zwar ist häufiger zu lesen, wie wichtig es sei, viel zu trinken – dass das jedoch tatsächlich bei Erkältungen oder anderen Atemwegsinfekten hilft, ist nicht durch Studien belegt.

Um Halsschmerzen kurzfristig zu lindern und die Schleimhäute feucht zu halten, kann es helfen, warmen Wasserdampf zu inhalieren. Je nach Wunsch können Betroffene dem Wasser Zusätze wie Kamille zugeben. Wichtig: Den Wasserdampf nicht sofort nach dem Aufkochen des Wassers inhalieren, sondern erst alles etwas abkühlen lassen. Andernfalls besteht die Gefahr, sich zu verbrennen.

Manche Menschen bevorzugen bei Halsschmerzen homöopathische Mittel. Wissenschaftliche Belege für eine Wirksamkeit solcher Präparate fehlen jedoch bislang.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Hals-Nasen-Ohren-Ärzte: www.hno-aerzte-im-netz.de (Abrufdatum: 9.12.2021)
  • Halsschmerzen. Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 1.12.2020)
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Von Ann-Kathrin Landzettel
Von Andrea Goesch
FieberHalsschmerzen

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