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Langer Mittagsschlaf – ein Hinweis auf Alzheimer?

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 31.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine Àltere Frau beim Schlafen. Vermehrtes Schlafen am Tag könnte auf eine Demenzerkrankung hindeuten.
Vermehrtes Schlafen am Tag könnte auf eine Demenzerkrankung hindeuten und möglicherweise sogar das Alzheimerrisiko erhöhen. (Quelle: Ridofranz/getty-images-bilder)
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Viele Senioren schwören auf ein ausgiebiges Nickerchen am Nachmittag. Forscher sehen darin jedoch eine Gefahr fĂŒr die geistige Gesundheit. In einer Studie kommen sie zu dem Schluss, dass ausgiebiger Tagesschlaf zum einen das Alzheimer-Risiko erhöht, zum anderen aber auch ein Hinweis auf eine bestehende Demenz sein kann.

Laut der Studie , die an der Harvard Medical School und der UC San Francisco durchgefĂŒhrt wurde, erhöht TagschlĂ€frigkeit bei Ă€lteren Menschen das Demenzrisiko um bis zu 40 Prozent. Die Forscher berufen sich dabei auf Langzeitdaten von 1400 Teilnehmern im Durchschnittsalter von 81 Jahren. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Fachmagazin "Alzheimer's and Dementia" veröffentlicht.


Fotoserie: Die zehn hĂ€ufigste Alzheimer-IrrtĂŒmer

1. Alzheimer und Demenz sind das Gleiche: Falsch. Alzheimer ist nur eine spezielle Form der Demenz. Daneben gibt es jedoch zahlreiche andere Demenz-Varianten wie zum Beispiel die vaskulÀre oder die Lewy-Körperchen-Demenz. Allerdings betreffen zwei Drittel aller DemenzfÀlle die Alzheimer-Krankheit.
Reha-Maßnahmen sind sinnlos: Das stimmt so nicht. Auch wenn Alzheimer unheillbar ist, haben Maßnahmen zur StĂ€rkung der AlltagsfĂ€higkeiten und zur Steigerung des SelbstwertgefĂŒhls einen positiven Effekt. Hierdurch wird die hĂ€usliche Situation maßgeblich entspannt und eine stationĂ€re Unterbringung in vielen FĂ€llen hinausgezögert
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Beobachtungszeitraum von 14 Jahren

Die Studie erstreckte sich ĂŒber einen Zeitraum von 14 Jahren. Zu Beginn hatten 76 Prozent der Teilnehmer keine geistigen BeeintrĂ€chtigungen, 20 Prozent klagten ĂŒber leichte kognitive Störungen und 4 Prozent hatten Alzheimer. Am Ende der sechsjĂ€hrigen Beobachtungszeit waren 25 Prozent der Teilnehmer an Alzheimer erkrankt.

Armbanduhr analysiert das Schlafverhalten

Um die ZusammenhĂ€nge zwischen Schlafverhalten und kognitivem Abbau zu untersuchen, mussten alle Probanden eine spezielle Armbanduhr zwei Wochen pro Jahr tragen. Waren die Senioren zwischen 9 Uhr und 19 Uhr ĂŒber einen anhaltenden Zeitraum nicht körperlich aktiv, wurde das von dem GerĂ€t als Nickerchen gewertet. DarĂŒber hinaus wurde die kognitive LeistungsfĂ€higkeit der Studienteilnehmer jĂ€hrlich in Tests untersucht und dokumentiert.

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Ab einer Stunde Mittagsschlaf: Demenzrisiko um 40 Prozent erhöht

Das Ergebnis: Bei denjenigen, die keine geistigen Defizite hatten, nahm die tÀgliche Schlafenszeit im Durchschnitt um elf Minuten pro Jahr zu. In der Gruppe der Teilnehmer mit leichten kognitiven Störungen verdoppelte sich die Schlafzeit auf 24 Minuten. Bei den Alzheimerpatienten betrug sie sogar 68 Minuten am Tag.

DarĂŒber hinaus stellten die Forscher fest, dass hĂ€ufigere und lĂ€ngere Nickerchen im Folgejahr mit nachlassenden geistigen FĂ€higkeiten einhergingen. Bei den Studienteilnehmern, die lĂ€nger als eine Stunde oder mehrfach am Tag schliefen, war das Krankheitsrisiko um 40 Prozent höher als bei denen, die weniger oder seltener schliefen.

TagschlĂ€frigkeit als FrĂŒhsymptom fĂŒr Alzheimer?

"Die wichtigste Erkenntnis ist, dass SchlĂ€frigkeit am Tag bei Menschen, die normalerweise kein Nickerchen halten, ein Hinweis auf geistigen Verfall sein kann", resĂŒmiert Studienleiter Yue Leng. Es sei durchaus möglich, dass die tĂ€gliche Schlafenszeit Auswirkungen auf die geistigen FĂ€higkeiten hat. Dass jedoch zu hĂ€ufige Nickerchen unmittelbar Alzheimer verursachen, lĂ€sst sich aus der Studie nicht ableiten.

Allerdings sind die Autoren davon ĂŒberzeugt, dass TagschlĂ€frigkeit ein FrĂŒhsymptom von Demenz sein kann. Vorangegangene Studien hatten bereits gezeigt, dass Alzheimer-Patienten weniger Nervenzellen besitzen, die beim Menschen fĂŒr Wachheit sorgen.

Weitere Studien sollen ZusammenhÀnge klÀren

Eine allgemeine Empfehlung, wie lange ein Mittagsschlaf dauern sollte oder ob Senioren ganz auf ihn verzichten sollten, lÀsst sich anhand der Studienergebnisse nicht ableiten. Laut den Forschern ist es jedoch wichtig, mehr Aufmerksamkeit auf die Schlafmuster wÀhrend des Tages zu lenken. Denn SchlafverÀnderungen können Hinweise auf VerÀnderungen im Gehirn sein.

In Folgestudien sollen nun die kausalen ZusammenhĂ€nge zwischen der LĂ€nge des Nickerchen am Tag und dem geistigen Abbau geklĂ€rt werden. Erst dann lassen sich valide Aussagen darĂŒber treffen, ob ein langer Mittagsschlaf tatsĂ€chlich eine Demenz begĂŒnstigt oder die Reduzierung der Schlafzeit am Tag sogar das Alzheimer-Risiko senkt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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