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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wann ein Sonnenbrand im Auge droht

Von Wiebke Posmyk

27.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Mann in den Bergen betrachtet seine Sonnenbrille im Sonnenlicht.
Im Gebirge ist die Gefahr eines Sonnenbrands im Auge besonders hoch. (Quelle: Solovyova/getty-images-bilder)
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Starkes UV-Licht schadet nicht nur der Haut, sondern auch den Augen. In bestimmten Situationen ist die Gefahr eines "Sonnenbrands" im Auge besonders groß.

Das Wichtigste im Überblick


  • Sonnenbrand im Auge: Welche Symptome auftreten
  • Sonnenbrand im Auge: Was tun?
  • Sonnenbrand im Auge: So beugen Sie vor

Wenn UV-Licht die Hornhaut des Auges schädigt, sprechen Fachleute von einer Photokeratitis, UV-Keratitis oder Keratitis photoelectrica. Landläufig ist von einem Sonnenbrand im Auge die Rede. Dabei dringen UV-Strahlen in das Auge ein und lösen eine Entzündung der Augenoberfläche aus. Nicht nur die Hornhaut, auch die Bindehaut des Auges kann betroffen sein (Keratoconjunctivitis photoelectrica).

Ein Sonnenbrand im Auge entsteht nicht nur im Sommer: Eine typische Situation, in der eine Photokeratitis entsteht, ist der Skiurlaub. Die UV-Strahlung ist in großer Höhe besonders stark. Zugleich reflektiert der Schnee das Sonnenlicht, was die Intensität noch verstärkt. Ohne eine geeignete Sonnenbrille ist die Gefahr eines Sonnenbrands im Auge hoch. In diesem Zusammenhang ist auch von Schneeblindheit die Rede. Selbst bei wolkenverhangenem Himmel kann die Reflexion durch den Schnee so hoch sein, dass Beschwerden auftreten.

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Nicht nur beim Skifahren, auch in anderen Situationen ist das Risiko für einen Sonnenbrand im Auge erhöht. Dazu zählen zum Beispiel

  • ein Aufenthalt am/auf dem Meer, da das Wasser die UV-Strahlung reflektiert
  • ein Aufenthalt in den Bergen
  • ein Aufenthalt im Solarium ohne Augenschutz
  • Schweißen ohne Schutzbrille/Schutzschild

Sonnenbrand im Auge: Welche Symptome auftreten

Ein Sonnenbrand im Auge macht sich wenige Stunden nach der Schädigung bemerkbar. Er kann gemeinsam mit einem "klassischen" Sonnenbrand im Gesicht auftreten.

Die Symptome können auf einem Auge oder auf beiden Augen auftreten. Dazu gehören etwa

  • Fremdkörpergefühl
  • (teils starke) Schmerzen
  • tränendes Auge
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • schlechteres, verschwommenes Sehen
  • Lidkrämpfe

Ist die Schädigung stark ausgeprägt, können sich Zellen der Hornhaut lösen. Dies kann zu starken Schmerzen führen.

Sonnenbrand im Auge: Was tun?

Wer mögliche Anzeichen einer Photokeratitis bemerkt, sollte unverzüglich weitere Sonneneinstrahlung meiden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann ein sauberes, feucht-kühles Tuch über die Augen gelegt werden. Wichtig ist, die Augen nicht zu reiben, damit keine Keime hineingelangen – denn diese können jetzt besonders leicht in die geschädigte Hornhaut eindringen.

Betroffene sollten zügig Rat bei einer Augenärztin oder einem Augenarzt suchen. Eine erste Anlaufstelle kann auch die hausärztliche Praxis sein.

Wer einen Sonnenbrand im Auge hat, sollte keine Kontaktlinsen tragen, bis die Beschwerden abgeklungen sind.

Die Ärztin oder der Arzt wird die Augen untersuchen, um festzustellen, wie stark die Schäden sind. Augensalben mit Wirkstoffen wie Dexpanthenol können die Heilung unterstützen. Die Salben werden vier- bis fünfmal täglich in die Augen gegeben. Salbenverbände und feucht-kühle-Umschläge können die Symptome ebenfalls lindern. Bei starken Augenschmerzen können Betroffene vorübergehend Schmerzmittel einnehmen.

Nur bei einer stark ausgeprägten Photokeratitis wird die Ärztin oder der Arzt gegebenenfalls antibiotikahaltige Augensalben verschreiben. Dies soll verhindern, dass zusätzlich Bakterien in die Hornhaut eindringen und zu weiteren Beschwerden führen.

In der Regel bildet sich ein Sonnenbrand im Auge nach ein bis drei Tagen wieder zurück, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Trotzdem ist die Erkrankung nicht ungefährlich. Wer etwa längere Zeit im verschneiten Hochgebirge unterwegs ist und an Schneeblindheit leidet, hat aufgrund des verminderten Sehvermögens eine erhöhe Unfallgefahr – etwa, wenn unwegsames Gelände überwunden werden muss. Dann kann es sinnvoll sein, abzuwarten, bis die Sehfähigkeit wiederhergestellt ist.

Sonnenbrand im Auge: So beugen Sie vor

Damit eine Photokeratitis gar nicht erst entsteht, ist eine qualitativ hochwertige Sonnenbrille ein Muss. Das gilt insbesondere, wenn ein Aufenthalt am Wasser oder in den Bergen ansteht – etwa eine Klettertour oder ein Skiurlaub. Eine Schneeblindheit lässt sich so verhindern. Auch im Solarium sollten Sie auf ausreichenden Schutz achten, ebenso wie bei Schweißarbeiten.

Wer sich schützen möchte, sollte darauf achten, dass die Sonnenbrille ausreichenden UV-Schutz bietet. Alle in Deutschland angefertigten Sonnenbrillen müssen mit einem CE-Zeichen versehen sein, welches für den europäischen Sicherheitsstandard steht. Die Aufschrift "ISO 12312-1" gibt ebenfalls Auskunft darüber, dass gewisse Mindeststandards erfüllt werden. Allerdings gibt es keine unabhängigen Stellen, die die Richtigkeit der Angaben überprüfen. Daher sollten Interessierte bei Billiganbietern Vorsicht walten lassen.

Sonnenbrillen gibt es in verschiedenen Schutzklassen. Wie hoch der UV-Schutz sein sollte, hängt von der erwarteten UV-Strahlung ab. Es gibt Filterkategorien von 0 bis 4. Für Berg-, Schnee- oder Gletschertouren sind Sonnenbrillen der Kategorien 3 oder 4 empfehlenswert. Brillen der Kategorie 4 lassen nur zwischen drei und acht Prozent des Lichts durch und schützen wirksam vor Schneeblindheit. Sie eignen sich vor allem für Aufenthalte im Hochgebirge und in Gletschern. Für den Straßenverkehr sind sie nicht geeignet.

Achtung: Sehr dunkle Brillengläser stehen nicht automatisch für guten UV-Schutz!

Neben der Qualität spielen auch Sitz und Größe der Sonnenbrille eine Rolle. Die Brille sollte die Augen komplett abdecken. An den Seiten sollte kein UV-Licht eindringen können.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich bei der Optikerin oder dem Optiker beraten lassen. In vielen Geschäften lässt sich der UV-Schutz einer Brille direkt messen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Julia Faltermeier
Von Andrea Goesch
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