Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeGesundheitKrankheiten & SymptomeMagen-Darm-Erkrankungen

Norovirus behandeln: Was lindert die Beschwerden?


Noroviren – welche Behandlung hilft?

Von Geraldine Nagel

Aktualisiert am 24.01.2023Lesedauer: 5 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
Qualitativ geprüfter Inhalt

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Erkrankte Frau auf Couch
Häufig bessern sich die Beschwerden bei einem Norovirus-Infekt auch ohne spezielle Behandlung. (Quelle: fizkes/Getty Images)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextUSA: Putin verstößt gegen Atom-VertragSymbolbild für einen TextUngewöhnliches Gewitter über Berlin
BVB-Star verlässt Dortmund
Symbolbild für einen TextFrau verschwindet bei Meeting spurlosSymbolbild für einen TextAktivisten entern ÖlfrachterSymbolbild für einen TextPolizistenmörder erneut vor GerichtSymbolbild für einen TextNach 140 Jahren: Metzgerei schließtSymbolbild für einen Text107 Millionen: Eurojackpot geknacktSymbolbild für einen TextUkraine nutzte verbotene MinenSymbolbild für einen TextTrotz Skandals: Kultfilm erhält FortsetzungSymbolbild für einen TextSchockierende Studie aus GroßbritannienSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Star über plötzliches Show-AusSymbolbild für einen TextJackpot - 500.000 Casino-Chips geschenkt
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Bei Norovirus-Infekten lassen die Beschwerden nach gewisser Zeit häufig auch ohne Behandlung nach. Worauf es dennoch ankommt und wovon abzuraten ist.

Das Wichtigste im Überblick


  • Norovirus: Behandlung bei leichtem Verlauf
  • Norovirus: Behandlung bei schwerem Verlauf
  • Norovirus mit Hausmitteln behandeln
  • Kleinkinder mit Norovirus: Was essen?
  • Norovirus: Wann zum Arzt?

Ein Norovirus-Infekt beginnt meist plötzlich aus völligem Wohlbefinden heraus. Dann setzen schlagartig die typischen Symptome ein: Brechdurchfall und Übelkeit. Weitere Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen oder auch leichtes Fieber können hinzukommen. Viele Betroffene fühlen sich in der Folge sehr krank und schwach.

Die Behandlung eines Norovirus-Infekts beschränkt sich in der Regel vor allem darauf, die Symptome zu lindern. Medikamente, die gezielt gegen den Erreger wirken, gibt es bislang nicht. Auch Antibiotika sind wirkungslos, da sie nur bei bakteriellen Infekten helfen.

Normalerweise ist das Immunsystem jedoch in der Lage, Noroviren allein zu bekämpfen: Nach 12 bis 48 Stunden klingen die Beschwerden des Norovirus-Infekts meist von selbst wieder ab. Was können Betroffene bis dahin tun?

Norovirus: Behandlung bei leichtem Verlauf

Infekte mit dem Norovirus verlaufen in der Mehrzahl der Fälle leicht bis mittelschwer. Dann genügen oft bereits einfache Maßnahmen, um die Magen-Darm-Beschwerden zu behandeln.

Bei einem Norovirus-Infekt verliert der Körper aufgrund von Durchfall und Erbrechen nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Chlorid. Um diese Verluste auszugleichen, ist es vor allem wichtig, ausreichend zu trinken. Soweit es geht, sollten Erkrankte zudem versuchen, nach gewisser Zeit ein wenig essen.

Ebenfalls ratsam ist es, sich zu schonen und den Körper Ruhe zu gönnen. Oft tun Betroffene das jedoch schon automatisch: Viele fühlen sich bei einem akuten Norovirus-Infekt ohnehin so schwach und abgeschlagen, dass sich alle Aktivität auf Bettruhe und Toilettengänge beschränkt.

Je nachdem, wie stark das Erbrechen ist, können nach ärztlicher Rücksprache auch Medikamente aus der Gruppe der Emetika zur Behandlung infrage kommen. Diese wirken schnell gegen Übelkeit und Erbrechen und lindern die Beschwerden rasch.

Norovirus: Behandlung bei schwerem Verlauf

Bei schweren Norovirus-Verläufen kann es notwendig sein, die Betroffenen im Krankenhaus zu behandeln. Häufig ist das der Fall, wenn der Flüssigkeitsverlust sehr groß ist und lebensbedrohliche Folgen wie ein Kreislauf- oder Nierenversagen zu befürchten sind.

Dieses Risiko besteht vor allem bei kleinen Kindern unter 5 Jahren und älteren Menschen über 70 Jahren. Im Krankenhaus bekommen die Erkrankten über eine Vene die Menge an Flüssigkeit, Elektrolyten und Nährstoffen, die ihr Körper braucht.

Norovirus mit Hausmitteln behandeln

Wer einen Norovirus-Infekt mit Durchfall und Erbrechen hat, sollte vor allem darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Am besten erst einmal immer nur in kleinen Schlucken, denn bei zu großen Flüssigkeitsmengen besteht die Gefahr, sich erneut erbrechen zu müssen.

Empfehlenswert sind dabei zu Beginn der Behandlung insbesondere Wasser ohne Kohlensäure (Leitungswasser, stilles Wasser) und ungesüßte Kräutertees. Getränke mit Kohlensäure reizen den Verdauungstrakt unter Umständen zu stark.

Für Kinder von zwei bis zehn Jahren bieten sich vor allem Wasser, ungesüßte Kräutertees oder auch stark verdünnter Apfelsaft an.

Zwar haben Menschen mit Brechdurchfall in der Regel erst einmal keinen Appetit, dennoch ist es ratsam, nach ein paar Stunden wenigstens eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen. Am besten Lebensmittel, die Magen und Darm nicht so sehr belasten.

Gut vertragen werden in der Regel:

  • Zwieback
  • Knäckebrot
  • zerdrückte Banane
  • Haferbrei
  • Nudeln oder Reis, in Brühe weich gekocht
  • Joghurt
  • Rührei
  • Kartoffelbrei oder -suppe
  • fettarmes Fleisch oder fettarmer Fisch

Verzichten sollten am Norovirus Erkrankte hingegen auf fettreiche oder stark gewürzte Speisen, Hülsenfrüchte und Süßspeisen. Auch Kaffee, Alkohol und Zigaretten sind bei Brechdurchfall nicht zu empfehlen.

Gut gegen Durchfall eignet sich außerdem geriebener roher Apfel. Wichtig ist dabei, dass der Apfel ungeschält gerieben wird. Denn bei diesem Hausmittel kommt es vor allem auf das in der Schale enthaltene Pektin an. Der natürliche Quellstoff kann flüssigen Stuhl eindicken.

Aus dem gleichen Grund kann Karottensuppe bei Durchfall als Hausmittel helfen. Das Wurzelgemüse hat ebenfalls einen hohen Pektingehalt und ist als Suppe zudem gut bekömmlich.

Nicht zu empfehlen: Cola und Salzstangen

Abzuraten ist dagegen vom Hausmittel "Cola und Salzstangen", insbesondere für Kinder. Während diese Kombination bei Erwachsenen nur keine besonders gute Idee, aber noch tolerierbar ist, eignet es sich für Kinder überhaupt nicht zur Behandlung.

Meistgelesen
Olaf Scholz in Brasilien: Auf der Pressekonferenz brachte Lula ihn in Bedrängnis.
Abgeblitzt
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Problematisch sind dabei vor allem die Cola-Limonaden. Durch den hohen Zuckergehalt kann der Durchfall und dadurch auch der Flüssigkeitsverlust schlimmer werden. Das enthaltene Koffein verstärkt zudem den Kaliumverlust. Das kann das vermutlich ohnehin schon gestörte Elektrolytgleichgewicht zusätzlich beeinträchtigen.

Salzstangen für sich genommen sind dagegen im Grunde gut verträglich, liefern aber nur Salz, also Natriumchlorid. Besser für die Elektrolytversorgung wäre es, zusätzlich noch zu Bananen greifen. Denn diese sind eine gute Kaliumquelle.

Kleinkinder mit Norovirus: Was essen?

Babys und Kleinkinder mit Norovirus sollten am besten so wie gewohnt altersgemäß gestillt oder gefüttert werden. Säuglinge, die bereits Beikost bekommen, dürfen diese also weiter erhalten.

Von einer speziellen Schonkost, Spezialnahrung oder gar längeren Nahrungspausen ist bei Säuglingen mit Erbrechen und/oder Durchfall hingegen abzuraten. Diese können die Genesung ungünstig beeinflussen.

Wichtig für erkrankte Säuglinge ist, dass sie so häufig wie möglich gestillt werden. Manchmal sind die Kleinen vom Infekt jedoch so geschwächt, dass es ihnen schwerfällt, aus eigener Kraft genügend zu trinken. Dann kann es helfen, dem Kind immer wieder kleine Portionen an Flüssigkeit löffelchenweise oder auch mit einer Pipette oder Spritze (ohne die spitze Kanüle) tröpfchenweise zuzuführen.

Für Kleinkinder eignet sich eine altersentsprechende Kost. Anfangs kann diese zum Beispiel bestehen aus:

  • Brot mit Aufstrich
  • Nudel-, Reis- oder Kartoffelgerichten
  • Haferbrei oder Grießbrei
  • Salzstangen
  • Kartoffel- oder Möhrensuppe

Werden solche Speisen vertragen, ohne Erbrechen auszulösen, ist auch normale Kleinkindkost meist wieder möglich. Vorerst noch ungeeignet sind hingegen alle sehr zuckerhaltigen Getränke (wie unverdünnter Apfel- oder Birnensaft) und Speisen.

Flüssigkeitsverlust bei Kindern oft hoch

Infolge von Durchfall und Erbrechen stellt sich rasch ein starker Verlust an Flüssigkeit und lebenswichtigen Elektrolyten ein. Im Säuglings- und Kindesalter reagiert der Körper darauf jedoch deutlich empfindlicher als bei Erwachsenen.

Bei Säuglingen und kleinen Kindern mit Norovirus kann es darum gegebenenfalls ratsam sein, ihnen im Rahmen der Behandlung zusätzlich zu den Getränken eine Elektrolytlösung (auch Rehydratationslösung genannt) zu geben. Diese ist in der Apotheke erhältlich und enthält eine abgestimmte Mischung aus Elektrolyten und Traubenzucker (Glukose).

Gut zu wissen

Eher abzuraten ist davon, Elektrolytlösungen selbst anzumischen. Leicht kann bei den Rezepturen etwa falsch verstanden und so unbemerkt falsch angemischt werden. Dabei können sich bereits kleine Fehler ungünstig auswirken und etwa dazu führen, dass die Erkrankung länger dauert oder sich die Beschwerden verschlimmern.

Norovirus: Wann zum Arzt?

Halten Durchfall und Erbrechen bei einem Norovirus-Infekt länger als zwei bis drei Tage an, verschlimmern sich die Beschwerden oder treten zusätzlich Anzeichen wie Kreislaufprobleme oder hohes Fieber auf, sollte ärztliche Hilfe gesucht werden. Das gilt umso mehr, wenn es sich bei den Betroffenen um Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, ältere oder ohnehin geschwächte Menschen handelt.

Ist das erkrankte Kind jünger als zwölf Monate, sollte in jedem Fall eine ärztliche Praxis aufgesucht werden. Auch wenn Säuglingen länger als vier Stunden nicht trinken wollen oder sich anhaltend erbrechen müssen, ist rasch einen Arzt oder eine Ärztin hinzuzuziehen. Er oder sie kann dann die passende Behandlung veranlassen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 24.1.2023)
  • "Durchfall bei Babys und Kleinkindern". Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.kindergesundheit-info.de (Abrufdatum: 24.1.2023)
  • "Akuter Durchfall bei Kindern". Online-Informationen des öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Stand: 30.4.2020)
  • "Noroviren". Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.infektionsschutz.de (Stand: 24.4.2018)
  • Biesalski, H.-K., et al.: "Ernährungsmedizin". Thieme, Stuttgart 2017
  • "Leichte Vollkost" (PDF). Online-Informationen des Instituts für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München: www.mri.tum.de (Stand: März 2016)
  • Leitlinien der Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: "Akuter Durchfall" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 053/030 (Stand: 2013)
  • Koletzko, S., et al.: "Akute infektiöse Durchfallerkrankung im Kindesalter". Deutsches Ärzteblatt, Jg. 106, Heft 33, S. 539-547 (Stand: 2009)
  • "Norovirus-Gastroenteritis". Online-Informationen des Robert-Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: 1.7.2008)
  • Seifert, V.: "Mit Kindern auf Fernreisen". Ars Medici, Nr. 14, S. 738-740 (2013)
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Wiebke Posmyk
A
AffenpockenAnalfissurAnalthromboseAtheromAugenzucken

















t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website