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Was Sie tun können, wenn Kopfläuse immer wieder kommen


Läuse werden immer widerstandfähiger

Von Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 30.11.2022Lesedauer: 4 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wiederholungsbehandlungen reduzieren das Risiko auf erneuten Befall.
Bei einem Kopflausbefall können wiederholt Behandlungen sinnvoll sein, um das Risiko zu senken. (Quelle: Goodluz/imago-images-bilder)
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Kopfläuse sind hartnäckig. Nicht selten macht sich in Familien Verzweiflung breit, wenn die Parasiten immer wieder auf den Köpfen der Kinder zu finden sind.

Das liegt oft daran, dass Kinder gerne die Köpfe zusammenstecken. Aber auch bei der Anwendung der Kopflausmittel können Fehler passieren. Zudem zeigen sich immer öfter Resistenzen der Kopfläuse gegenüber gängigen Insektiziden. Was Sie gegen die hartnäckigen Parasiten tun können.

Was machen Läuse auf den Köpfen?

Kopfläuse sind Parasiten. Besonders auf den Köpfen von Kindern sind Kopfläuse häufig zu finden. Sie nisten sich im Haar ein, stechen in die Haut des Wirts und ernähren sich von dessen Blut. Alle vier bis sechs Stunden genehmigen sie sich eine Blutmahlzeit. Gut genährt, vermehren sie sich rasch: Im Laufe ihres etwa vier Wochen währenden Lebens kann eine Kopflaus bis zu 140 Eier legen.

Bei einem Kopflausbefall ist daher schnelles Handeln gefragt, um eine weitere Vermehrung zu verhindern und die Kopfläuse abzutöten. Doch das ist nicht immer so einfach. Manchmal kommen die Kopfläuse wieder.


Fünf Fakten zu Kopfläusen

Kopfläuse und Nissen (Eier) sind schwer zu erkennen: Die Parasiten werden höchstens 3 Millimeter groß und haben eine graubraune Farbe. Hingegen erinnern ihre Eier an Schuppen und werden deshalb oft mit ihnen verwechselt.
Läuse sind keine Krankheitsüberträger: Außer, dass die kleinen Parasiten das Blut der Betroffenen saugen, sind sie ungefährlich. Jedoch vermehren sie sich sehr schnell.
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Warum haben vor allem junge Mädchen Kopfläuse?

Ein Kopflausbefall ist unangenehm, aber harmlos. Die Parasiten übertragen hierzulande keine Krankheiten. Belastend ist allerdings der Juckreiz, den die Blutsauger verursachen. Auch können sich Entzündungen der Kopfhaut bilden – vor allem, wenn gekratzt wird. Besonders Kinder sind betroffen: In Kindergärten, Schulen, aber auch Sportvereinen sind Kopflaus-Meldungen häufig. Um große Ausbrüche zu verhindern, ist es deshalb wichtig, das gesamte soziale Umgebung zu informieren.

"Kinder stecken gerne die Köpfe zusammen. So können Läuse von einem Kopf zum anderen krabbeln", weiß Dr. Uta Schlossberger, Dermatologin mit eigener Praxis in Köln. "Mädchen sind öfter betroffen als Jungen. Doch das liegt nicht an den langen Haaren, sondern vermutlich eher daran, dass Mädchen in der Regel doch öfter engen Kontakt zusammen haben.

Enger Kontakt kann natürlich auch dazu führen, dass kurze Zeit nach einem überstandenen Kopflausbefall wieder Läuse auf den Kopf kommen, wenn ein anderes Kind betroffen ist und noch nicht behandelt wurde."

Behandlungsfehler lassen die Läuse zurückkehren

Wird der Lausbefall, medizinisch Pedikulose genannt, entsprechend den Empfehlungen behandelt, ist nach etwa 17 Tagen wieder Ruhe auf dem Kopf. Allerdings muss die Behandlung konsequent und sorgfältig durchgeführt werden. Bleiben Kopfläuse oder Nissen (Laus-Eier) zurück, aus denen wieder Läuse schlüpfen können, ist der Kopf kurze Zeit später wieder von den bis zu vier Millimeter großen Parasiten befallen.

Wie die Kopflaus-Mittel im Detail angewendet werden, können Eltern in der Packungsbeilage lesen oder beim behandelnden Kinderarzt, dem Hautarzt oder in der Apotheke erfragen. Ergänzt werden sollte die Behandlung durch nasses Auskämmen der Haare mit einem Läusekamm: nach der Erstbehandlung mit dem Insektizid sowie an Tag 5, 9, 13 und 17. Hierzu sollte eine handelsübliche Haarspülung aufgetragen und das Haar Strähne für Strähne ausgekämmt werden. Nach jedem Durchkämmen sollte man den Läusekamm auf einem Küchenpapier ausstreichen.

"Außerdem ist unbedingt eine Wiederholungsbehandlung mit dem Kopflausmittel durchzuführen, da das Insektizid bei der Erstbehandlung nicht zuverlässig alle Eier abtötet und Larven nachschlüpfen können", sagt Schlossberger. "Der optimale Zeitpunkt für die Wiederholungsbehandlung ist an Tag neun oder zehn, da bis zum siebten beziehungsweise achten Tag noch Larven nachschlüpfen und ab dem elften Tag junge Weibchen bereits wieder neue Eier ablegen können. Danach sollten in den kommenden Tagen sicherheitshalber weitere Kontrollen des Kopfes erfolgen, um sicherzustellen, dass alle Läuse abgetötet sind. Finden sich neue, muss erneut behandelt werden."

(Quelle: privat)

Dr. Uta Schlossberger ist Hautärztin mit eigener Praxis in Köln. Neben der Dermatologie und Venerologie gehören die Bereiche Allergologie, Lasermedizin, Ästhetische Dermatologie und Anti-Aging zu den Schwerpunkten der Fachärztin.

Neubefall vorbeugen – was hilft noch?

Im Rahmen der Kopflaus-Behandlung sollte man zudem darauf achten, dass:

  • die Haare feucht, aber nicht triefend nass sind. Ist das Haar zu nass, besteht das Risiko, dass das Mittel zu stark verdünnt wird.
  • das Mittel gleichmäßig auf dem Kopf verteilt wird.
  • man eine ausreichende Menge des Mittels aufträgt.
  • die Einwirkzeit eingehalten wird.
  • eine Wiederholungsbehandlung zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.
  • die Kopfhaut auch nach der Wiederholungsbehandlung kontrolliert wird.

Risiko Resistenzen: Läuse werden unempfindlicher

Möglich ist auch, dass das Insektizid nicht ausreichend gewirkt hat, wenn Kopfläuse kurz nach der Behandlung wiederkommen. Ein möglicher Grund sind Resistenzen. Mittlerweile sollen 77 Prozent aller Läusepopulationen unempfindlich gegen bestimmte Wirkstoffgruppen sein, so das Ergebnis einer Übersichtsstudie aus dem Jahr 2021, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Parasite".

Die höchste Resistenz, die in diesen Studien verzeichnet wurde, war gegen Permethrin aus der Gruppe der Pyrethroide. Das Nervengift wirkt weniger gut, da durch eine Mutation die Nerven der Parasiten unempfindlich gegenüber dem Wirkstoff geworden sind. In Australien, England, Israel und der Türkei waren alle untersuchten Läusepopulationen der Studie resistent.

"In Deutschland werden Resistenzen von Kopfläusen gegenüber Pyrethroiden zwar vermutet, sie stellen in der Behandlung bislang aber kein Problem dar. Ganz auszuschließen ist es aber nicht, dass ein Mittel mal nicht wie erhofft wirkt", sagt Schlossberger. "Dann gibt es alternative Mittel zu den lähmenden Wirkstoffen, zum Beispiel Isopropylmyristat oder das Silikonöl Dimeticon. Isopropylmyristat lässt die Läuse austrocknen, Silikonöl erstickt sie. Selbstversuche mit Olivenöl, Kokosöl, Mayonnaise und Co. sind nicht empfehlenswert. In Studien konnte keine überzeugende Wirkung nachgewiesen werden."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • rki.de: "Kopflausbefall". Online-Information des Robert Koch-Instituts (RKI) (Stand: 19. September 2022)
  • gesundheitsinformation.de: "Kopfläuse". Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (Stand: 30. Juni 2021)
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