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Leichte Alkoholvergiftung: Diese Symptome sind typisch


So äußert sich eine leichte Alkoholvergiftung

Von Lydia Klöckner

09.12.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Eine Frau und ein Mann stoßen beim Essen mit einem Glas Rotwein an.
Ein Glas Wein reicht, um Symptome einer leichten Alkoholvergiftung hervorzurufen. (Quelle: DjelicS/Getty Images)
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Eine Alkoholvergiftung beginnt in der Regel mit angenehmen Symptomen. Hier erfahren Sie, wie sich die leichte Form des riskanten Zustandes äußert.

Wer schon einmal beschwipst war, weiß bereits, wie sich eine leichte Alkoholvergiftung anfühlt. Denn aus ärztlicher Sicht fängt diese mit den ersten Symptomen eines Rausches an. Jedes noch so harmlose Anzeichen dafür, dass Alkohol – ein Gift – seine Wirkung im Körper entfaltet, ist streng genommen eine Vergiftungserscheinung.

Fachleute bezeichnen die Alkoholvergiftung als akute Alkoholintoxikation und teilen diese in Stadien ein. Das Anfangsstadium ist der leichte Rausch. Er beginnt bei etwa 0,3 Promille und geht bei ungefähr einem Promille ins zweite Stadium der Alkoholvergiftung, den mittelgradigen Rausch über.

Leichte Alkoholvergiftung – die wichtigsten Symptome

Die ersten Hinweise auf einen einsetzenden Rausch, also eine leichte Alkoholvergiftung, entwickeln sich schon einige Minuten nach dem Trinken. Länger dauert es nämlich nicht, bis der Alkohol über das Blut ins Gehirn gelangt und dort zu wirken beginnt.

In der Folge lassen die allgemeine Leistungsfähigkeit und Selbstbeherrschung merklich nach, sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene. Die typischen Symptome sind dann:

  • Enthemmung
  • Kontaktfreudigkeit
  • Redseligkeit
  • Tatendrang, gesteigerter Antrieb
  • Glücksgefühle
  • gerötete und ungewöhnlich warme Haut
  • leichte Sprachstörungen
  • Augenzittern und gerötete Augen
  • herabgesetzte Schmerzwahrnehmung
  • Gangunsicherheit und gestörter Gleichgewichtssinn
  • eingeschränktes Gesichtsfeld (Tunnelblick)
  • Herzrasen

All das ist nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Eine leichte Alkoholvergiftung stellt meist keine unmittelbare Gefahr dar. Es sei denn, die oder der Betroffene befindet sich in einer Situation oder Umgebung, in welcher der teilweise Verlust der körperlichen und geistigen Kapazitäten riskant werden könnte – etwa im Straßenverkehr.

Sie haben Alkohol getrunken und möchten wissen, wie viel Promille Sie haben? Unser Promillerechner hilft Ihnen weiter.

Probleme drohen zudem, wenn die leichte Alkoholvergiftung regelmäßig vorkommt. Denn selbst ein milder Rausch belastet die Leber und andere Organe und kann mit der Zeit in eine Abhängigkeit münden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt deshalb, an mindestens zwei Tagen pro Woche ganz auf Alkohol zu verzichten. An den verbleibenden Tagen gilt es, für einen möglichst risikoarmen Konsum zu sorgen. Konkret bedeutet dies:

  • Frauen sollten nicht mehr als 12 Gramm und
  • Männer nicht mehr als 24 Gramm Alkohol zu sich nehmen.

12 Gramm Alkohol sind beispielsweise in einem 0,1-Glas Sekt oder einem 0,3-Glas Bier enthalten.

Dass für Frauen eine andere Obergrenze gilt als für Männer, liegt daran, dass Alkohol dem weiblichen Körper etwas stärker zu schaffen macht als dem männlichen.

Symptome einer leichten Alkoholvergiftung – was tun?

Eine leichte Alkoholvergiftung erfordert keine gezielte Behandlung, sofern der oder die Betroffene keine besorgniserregenden Beschwerden verspürt. Riskante Folgen lassen sich in der Regel durch drei einfache Maßnahmen verhindern:

  • Trinkstopp: Durch weiteren Konsum lässt sich die angenehme Rauschwirkung nicht beliebig steigern. Stattdessen kippt ab einem höheren Pegel für gewöhnlich die Stimmung und es treten unangenehme und teilweise gefährliche Beschwerden auf.
  • genug Wasser trinken: Unter Alkoholeinfluss scheidet der Körper oftmals vermehrt Wasser aus. Der dadurch ausgelöste Mangel lässt sich frühzeitig ausgleichen, indem die betrunkene Person ausreichend (aber nicht übermäßig viel) Flüssigkeit zu sich nimmt.
  • eine sichere Umgebung aufsuchen, um brenzliche Situationen zu vermeiden und sich vor Gewalt zu schützen

Gegen die Vergiftung selbst hilft nur Abwarten. Der Körper verstoffwechselt den Alkohol im Laufe einiger Stunden. Bei Frauen werden pro Stunde etwa 0,1 Promille abgebaut, bei Männern zwischen 0,1 und 0,2 Promille. Die Symptome einer leichten Alkoholvergiftung lassen also in der Regel nach etwa zwei bis zehn Stunden nach.

Beschleunigen lässt sich die Ausnüchterung im Übrigen nicht. Kaffee, kalte Duschen, Anti-Kater-Mittel – kein Hausmittel oder Produkt kann die Symptome oder Nachwirkungen einer Alkoholvergiftung erwiesenermaßen lindern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 9.12.2022)
  • Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.kenn-dein-limit.de (Abrufdatum: 9.12.2022)
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