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Post-Streik: Was sind DHL-Alternativen? DPD und Hermes im Check


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Post-Streik: Was, wenn wichtige Briefe nicht ankommen?

Von t-online, dom

Aktualisiert am 09.03.2023Lesedauer: 4 Min.
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Das Fahrrad eines Postboten von Pin Mail (Symbolfoto): Wenn die Post streikt, gehen Kunden auf die Suche nach anderen Zustelldiensten. (Quelle: imago stock&people)
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Die Post hat angekündigt, in einen unbefristeten Streik zu treten. Was kann man jetzt tun und welche Alternativen gibt es jetzt für Kunden?

Der Tarifstreit der Deutschen Post DHL mit der Gewerkschaft Verdi geht zwar weiter - aber nun steht erst einmal ein unbefristeter Post-Streik an. Wie lange die bundesweiten Warnstreiks in den Brief- und Paketzentren andauern, ist zurzeit nicht abzusehen. Für Kunden heißt das, Alternativen suchen. Und darauf hoffen, dass keine wichtigen Postsachen hängen bleiben. t-online gibt einen Überblick.

Was tun, wenn ein Brief nicht ankommt?

Wenn tausende Postmitarbeiter streiken, wird es unweigerlich zu Verzögerungen kommen. Und was, wenn wichtige Dokumente oder Rechnungen jetzt gar nicht ankommen?

"Eine Haftung der Post besteht nur gegenüber deren Vertragspartner, dem Absender", sagt Harald Rotter, Rechtsanwalt und Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Allgemeinanwalt des Deutschen Anwaltvereins. Dann aber auch nicht bei einfachen Briefen, sondern nur zum Beispiel bei Einschreiben oder Wertbriefen.

In welchem Umfang der Brief- oder Paketversender haftet, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen – in der Regel ist die Haftungshöhe begrenzt, die Haftung für Folgeschäden ausgeschlossen.

Wenig Auswahl beim Briefe versenden

Für den Versand von Päckchen und Paketen gibt es eine große Auswahl an Alternativen zum Post-Marktführer DHL. Will der Kunde allerdings einen einfachen Brief versenden, ist das schon schwieriger. Der Post stehen laut Bundesnetzagentur im Briefbereich etwa 500 Wettbewerber gegenüber. Die meisten sind jedoch klein und auf Geschäftskunden in ihrer Region spezialisiert.

In Hannover gibt es die Citipost, die mit über 1500 Briefboten die niedersächsischen Regionen Hannover, Nienburg, Gifhorn, Wolfsburg und Peine versorgt. In der Hauptstadt Berlin ist die Alternative zu Gelb grün und heißt Pin Mail. Der Zusteller zählt 1300 Mitarbeiter und verarbeitet täglich bis zu 750.000 Sendungen.

Alternative Briefdienste wie Citipost oder Pin Mail sind oft günstiger als die Post. Der Nachteil: Will man einen Brief vom Norden Deutschlands in den Süden schicken, wird es schwierig. "Trotz vielfältiger Kooperationen können die Wettbewerber bisher keine eigene deutschlandweite Zustellung ihrer Briefsendungen sicherstellen", zitiert "Posttip.de" die Bundesnetzagentur.

In unserem digitalen Zeitalter ist für viele Menschen die Zustellung von Paketen wichtiger, als die von Briefen. Kommt zum Beispiel meine Rücksendung zu einem Online-Händler noch termingerecht an, wenn die DHL bestreikte wird? Alternativen gibt es hier viele.

DPD

DPD ist eine Tochter der französischen La Post und zweitgrößter Paketdienst in Deutschland. Der Spediteur mit Hauptsitz in Aschaffenburg hat etwa 7500 Beschäftigte. DPD bietet für Privatkunden unter anderem den Service "DPD Now" an. Eilige Kunden können damit ihr Paket innerhalb von 90 Minuten ans Ziel bringen.

Als die "Stiftung Warentest" im Oktober 2022 verschiedene Paketdienste miteinander verglich, schnitt DPD gut ab. Das Fazit der Tester lautete: "Am zuverlässigsten bei der Zustellung war DPD – und das, obwohl das Unternehmen seine Lieferungen in einem engen Zeitfenster ankündige."

Hermes

Hermes entstand ursprünglich aus der OTTO-Group, weil das Versandhaus damals seine Pakete aus eigener Hand versenden wollte. Heute generiert Hermes nach eigenen Angaben 70 Prozent seines Paketgeschäfts außerhalb des Mutterkonzerns.

Insgesamt hat das Unternehmen mit Sitz in Hamburg über 63 Paketzentren, mehr als 14.000 Paketshops in Deutschland und über 12.000 Mitarbeiter. Hermes arbeitet eng mit Online-Händlern zusammen. Das Unternehmen bietet neben dem handelsüblichen Paketversand unter anderem Möbel- und Großstückservice sowie Brief- und Infoservice.

UPS

UPS ist weltweit der größte Paketdienstleister. Weltweit arbeiten knapp 400.000 Menschen für UPS, hierzulande sind es 14.000. Das Unternehmen liefert hauptsächlich für Geschäftskunden, aber auch für Privatkunden. Als weltweit agierender Paketdienst ist UPS international gut vernetzt – so auch in Europa.

GLS

Der Paketdienst GLS war von 1989 bis 2002 unter den Namen "German Parcel" bekannt. Anschließend übernahm die britische Staatspost Royal Mail, seitdem steht GLS für "General Logistics Systems". Der deutsche Hauptsitz ist in Neuenstein (Hessen), wo sich auch das Hauptumschlagszentrum befindet. GLS bietet europaweit den Versand von Paketen in einem Lieferfenster von 24 Stunden an.

  • Im Test der "Stiftung Warentest" waren GLS und UPS die "Schlusslichter", wurden als "befriedigend" eingestuft.

FedEx

Die deutsche Niederlassung der amerikanischen FedEx ist im hessischen Kelsterbach bei Frankfurt. Das Unternehmen hat in Europa große Ambitionen. FedEx hat sich unter anderem auf Expresspakete für Geschäftskunden spezialisiert. Der Paketdienst kann dabei bis zum nächsten Morgen in die Großstädte der USA liefern.

GO! Express & Logistiks

Das Bonner Unternehmen GO! ist 1984 aus mehreren Kurierdiensten entstanden. Zu Beginn noch unter dem Namen ADK bekannt, entstand 1994 die Marke GO!, seit 2014 GO! Express & Logistics. Das Unternehmen hat 1.400 Mitarbeiter und rund 3.000 Zusteller. Der Paketdienst verfügt über 100 GO! Stationen in Deutschland und Europa.

GO! transportiert unter anderem Gefahrgüter und temperaturempfindliche Arzneien. Zusätzlich kann der Kunde Zier- und Aquarienfische, Amphibien, Reptilien und wirbellose Tiere (zum Beispiel Bienen und Blutegel) versenden.

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Verwendete Quellen
  • eigene Recherche
  • Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
  • Material von Stiftung Warentest: "Packen sie das?"
  • posttip.de: "Briefe. Wenig Alternativen zur Post"
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