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Wann der Süßstoff Sucralose gesundheitsgefährdend ist

Alternative zu Zucker  

Darum kann der Süßstoff Sucralose die Gesundheit gefährden

09.04.2021, 08:30 Uhr | dpa, cch, t-online

Wann der Süßstoff Sucralose gesundheitsgefährdend ist. Süßstoff: Die beliebte Zuckeralternative wird vor allem von Diabetikern gern genutzt. (Quelle: Getty Images/gilaxia)

Süßstoff: Die beliebte Zuckeralternative wird vor allem von Diabetikern gern genutzt. (Quelle: gilaxia/Getty Images)

Der Süßstoff Sucralose ist deutlich süßer als Zucker, obwohl er fast keine Kalorien hat. Unter gewissen Umständen kann er sich jedoch als Gefahr für die Gesundheit entpuppen.

Was ist Sucralose?

Sucralose besteht aus Haushaltszucker und Chlorverbindungen. Dementsprechend ist er auch unter dem Namen Chlorzucker bekannt. Ein weiterer alternativer Name ist Trichlorgalactosaccharose (TGS). In der Europäischen Union ist der Süßstoff als E 955 zugelassen. Er ist rund 600-mal süßer als Zucker, hat keinen bitteren Nachgeschmack und enthält kaum Kalorien. Zudem fördert er keine Karies. Sucralose kann im Körper nicht verwertet werden und liefert deshalb keine Energie. Der Stoff wird unverändert ausgeschieden.

Wo wird Sucralose eingesetzt?

Sucralose wird häufig als Süßungsmittel in zuckerfreien oder energiereduzierten Lebensmitteln verwendet – etwa in Getränken, in Süß- und Backwaren, Brotaufstrichen oder Desserts. Sie wird auch süß-saurem Obst, Gemüse oder Fisch in Konserven zugefügt. Darüber hinaus ist das Süßungsmittel auch für Soßen, Senf, Knabbereien aus Getreide oder Nüssen und Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.

Wann ist Sucralose gefährlich für die Gesundheit?

Lebensmittel, die Sucralose enthalten, können bei Temperaturen ab 120 Grad Gefahren für die Gesundheit verursachen. Das zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts für Risikobewertung. Beim Erhitzen von sucralosehaltigen Lebensmitteln wie Gemüsekonserven oder Backwaren könnten Verbindungen mit gesundheitsschädlichem und krebserzeugendem Potenzial entstehen, warnt sie. Gemeint sind chlorierte Verbindungen wie etwa die Stoffgruppe der Dioxine; es können sich unter anderem polychlorierte Dibenzo-p-dioxine bilden. Für eine abschließende Risikobewertung fehlen allerdings noch Daten, so das Institut. Unklar sei etwa, welche Mengen toxischer Stoffe beim Erhitzen von Sucralose entstehen.

Um die kritische Temperatur zu umgehen, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bayern, den Süßstoff entweder nur bei kalten Speisen oder Getränken zu verwenden oder ihn bei warmen Speisen erst nach dem Erhitzen hinzuzufügen.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Sucralose gilt laut dem Bundesverband Verbraucher Initiative als ungefährlich. Allerdings hat der Stoff im Tierversuch teilweise die Darmflora verändert und den Glukosestoffwechsel gestört. Anzumerken sei hier aber, dass den Tieren dabei sehr hohe Mengen an Süßstoff verabreicht wurden. Zudem ist noch unklar, ob der Zuckerersatzstoff beim Menschen ähnliche Wirkungen haben kann.

In einer amerikanischen Studie wurde zudem ein Zusammenhang zwischen Aspartam und Sucralose und einer möglichen negativen Einschränkung der Nierentätigkeit entdeckt. Die Verbraucherzentrale macht aber darauf aufmerksam, dass bei dieser die Probanden über einen langen Zeitraum (mehr als zehn Jahre) täglich größere Mengen an Getränken mit Süßstoff zu sich nahmen. Es komme auch bei Süßstoffen auf die Dosis an.

Um die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ermittelte Höchstmenge für Sucralose aufzunehmen, müssten Verbraucher sehr große Mengen mit Zuckerersatz gesüßter Lebensmittel konsumieren. Demnach gelten 15 Milligramm Sucralose pro Kilo Körpergewicht täglich als unbedenklich (ADI-Wert). Nimmt jemand zu viel von dem Stoff zu sich, kann der Körper auch mit Blähungen oder Durchfall reagieren.

Verwendete Quellen:

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