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Entwicklungsminister Müller will Sofort-Verbot von Plastiktüten

"Wir versinken im Müll"  

Entwicklungsminister will Sofort-Verbot von Plastiktüten

10.05.2019, 13:29 Uhr | dpa

Entwicklungsminister Müller will Sofort-Verbot von Plastiktüten. Ein Mann trägt Plastiktüten: Die EU will Einwegprodukte aus Plastik verbieten. (Quelle: Getty Images/patpitchaya)

Ein Mann trägt Plastiktüten: Die EU will Einwegprodukte aus Plastik verbieten. (Quelle: patpitchaya/Getty Images)

In mehreren Ländern weltweit gibt es bereits Verbote von Plastiktüten. Entwicklungsminister Müller findet das vorbildlich und fordert nun, dass Deutschland beim Thema Einwegtüten in Europa vorangeht.

Im Kampf gegen Plastikmüll fordert Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein sofortiges Verbot von Plastiktüten. "Das Verbot von Plastikstrohhalmen genügt nicht, Deutschland sollte nicht auf Europa warten und Einweg-Plastiktüten sofort verbieten", sagt der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn wir so weiter machen, versinken wir im Müll", betont er. Müll werde zur globalen Überlebensfrage wie der Klimawandel.

Afrikanische Länder machen es bereits vor

Der Minister verwies auf afrikanische Länder, die bereits Plastiktüten verboten hätten. "Was Ruanda, Kenia und Uganda können, müssen wir auch schaffen", sagt Müller. "Es kann nicht unser Ziel sein, den Müll nun einfach in andere Länder wie Malaysia zu schicken." Müller hatte sich in der Vergangenheit zudem offen für eine Plastiksteuer gezeigt.

Die Zahl der verbrauchten Plastiktüten geht stark zurück, seit der Handel dafür – freiwillig – Geld nimmt. Weiterhin kostenlos sind die dünnen Beutel für Obst oder Gemüse.
 


Die Bundesregierung will erreichen, dass nur noch sortierter und gut recycelbarer Kunststoffabfall ins Ausland verkauft werden darf. Hintergrund sind Berichte über Plastikvermüllung in Ländern wie Malaysia oder Indonesien, in die auch deutsche Unternehmen Abfall exportieren. Die EU will zudem Einwegprodukte wie Plastikstrohhalme verbieten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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