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Coronavirus: Erste Grenzöffnungen – was sich für Urlauber ändert

Grenzöffnungen und Reisehinweise  

Coronavirus: Was Reisende jetzt wissen sollten

Von Sandra Simonsen, Manfred Schäfer, Ana Grujić

19.05.2020, 18:01 Uhr
Coronavirus: Erste Grenzöffnungen – was sich für Urlauber ändert. Urlauber mit Mundschutz: Die weltweite Reisewarnung bleibt weiterhin bestehen.  (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Urlauber mit Mundschutz: Die weltweite Reisewarnung bleibt weiterhin bestehen. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Mittlerweile sind einige Grenzen wieder geöffnet, ein Sommerurlaub scheint vielleicht doch möglich zu sein. Trotzdem gibt es weiterhin viele Einschränkungen und Hinweise, die Sie bei der Urlaubsplanung beachten sollten. 

Geschlossene Grenzen, weltweite Reisewarnung: Die Corona-Krise hat weitreichende Auswirkungen für Reisende. Einige Einschränkungen bleiben noch länger bestehen. Denn auch wenn die Regierung mittlerweile einige Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen hat: Für den Tourismus bleibt die Situation schwierig. 

Die wichtigsten Regelungen zur weltweiten Reisewarnung, zu Quarantäne und Stornierungen lesen Sie hier. 

Was bedeuten die Änderungen für Inlandsreisen?

Für Inlandsreisen gelten die Regeln der Bundesländer. Wenn Sie verreisen wollen, müssen Sie sich darüber informieren. Dies gilt sowohl für Besuche von Familie und Freunden als auch für die Nutzung von Zweitwohnungen, Dauercamperplätzen sowie Stellplätzen für Wohnmobile. Auch darüber, wann Hotels und Gaststätten sowie Campingplätze wieder öffnen dürfen, entscheiden die Länder selbst, teilweise ist das bereits der Fall. Bei allen Reisen im Inland sind jedoch weiterhin die Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. 

Was beinhaltet die weltweite Reisewarnung?

Auch die weltweite Reisewarnung bleibt zunächst aufrecht. Das Auswärtige Amt warnt damit offiziell vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland" bis mindestens 14. Juni 2020. Es sei "weiter mit zunehmenden drastischen Einschränkungen im Reiseverkehr, mit Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens" zu rechnen. 

Die Behörde spricht jedoch nicht nur jene an, die eine Reise aus Deutschland antreten wollen. Das Auswärtige Amt fordert auch: "Noch im Ausland befindliche Touristen sollten zurückreisen, solange es noch Reisemöglichkeiten gibt." Das Risiko sei in vielen Ländern hoch, dass Menschen aufgrund von Einschränkungen ihre Rückreise nicht mehr antreten könnten. 

Am 18. Mai hat Heiko Maas angekündigt, die offizielle Reisewarnung könne Mitte Juni voraussichtlich in Reisehinweise entschärft werden. Was der Unterschied zwischen Reisehinweis und Reisewarnung ist, lesen Sie hier. 

Gibt es noch eine Rückholaktion des Auswärtigen Amtes?

Im März und April hatten zahlreiche Länder wegen des Coronavirus ihre Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt. Deutsche Reisende waren besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

Deshalb bot die Bundesregierung allen Deutschen, die dadurch im Ausland festsaßen, ab 17. März eine Rückholaktion an. Hierfür hattte die Bundesregierung bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt.

Zunächst wurden Deutsche aus besonders betroffenen Ländern zurückgeholt. Das waren insbesondere:

  • Marokko
  • die Dominikanische Republik
  • Ägypten
  • die Malediven
  • die Philippinen
  • Marokko
  • Tunesien

Gut fünf Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung für die im Ausland wegen der Corona-Pandemie gestrandeten Deutschen startete der vorerst letzte Flug am 23. April. Damit war nach der Rückkehr von insgesamt rund 240.000 Menschen nach Deutschland der größte Teil der Aktion abgeschlossen. 

Was rät das Auswärtige Amt Reisenden?

Das Auswärtige Amt hat im Zuge seiner Reisewarnung eine Reihe von Tipps für Reisende zusammengestellt: 

  • Treten Sie vorerst keine Reise zu touristischen Zwecken in das Ausland mehr an.
  • Pauschalurlauber sollen sich an ihren Reiseveranstalter wenden.
  • Bemühen Sie sich aufgrund wegfallender Flugverbindungen um eine schnellstmögliche Rückreise nach Deutschland.
  • Überprüfen Sie Ihren Reisekrankenversicherungsschutz und erweitern Sie Ihren Versicherungsschutz um eine Rückholung.
  • Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt bei der Vertretung Ihres Reiseziels nach aktuellen Einreise- und möglichen Quarantänebestimmungen und Einreisesperren bei bestimmten Voraufenthalten.
  • Lassen Sie sich vor Buchung einer größeren Reise auch ärztlich beraten, insbesondere wenn Sie Vorerkrankungen haben oder bereits älter sind.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Vorrat an notwendigen Medikamenten auch für den Fall eines verlängerten Aufenthalts im Ausland.
  • Bereiten Sie sich auf möglicherweise zusätzliche Kosten bei einem verlängerten Aufenthalt vor.
  • Bei angeordneten Quarantänemaßnahmen sollen Reisende nicht mit einer Rückholaktion durch ihren Reiseveranstalter oder die Bundesregierung hoffen. Stattdessen sollten sich die Urlauber an die Anweisungen der lokalen Gesundheitsbehörden halten.
  • Generell sollten deutsche Urlauber im Ausland auf Hinweise und Anweisungen der lokalen Behörden hören und diese befolgen. 

Wie können Urlauber ihre Reisen stornieren?

Einige Reiseanbieter, Airlines sowie Bus- und Bahnreiseunternehmen bieten für Urlauber, die eine Reise gebucht haben und nun aufgrund von Corona nicht verreisen dürfen, neue Umbuchungs- und Stornierungsbedingungen an. Erfahren Sie hier, ob Sie Ihr Geld zurückbekommen können. 

Was gilt für Einreisen nach Deutschland?

Das Robert Koch-Institut weist seit dem 10. April 2020 keine Risikogebiete mehr in Deutschland oder dem Rest der Welt aus. Der Grund: Bei einer "erheblichen Anzahl" von Staaten mit "zum Teil großen Fallzahlen" besteht das Übertragungsrisiko in Deutschland und auch einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit. 

Reisende, die nach einem mehrtägigen Aufenthalt im Ausland nach Deutschland kommen, um an ihren Wohnort in Deutschland zurückzukehren, müssen eine zweiwöchige Quarantäne einhalten. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Wie die Umsetzung dieser Entscheidung aussieht, hängt aber von den einzelnen Bundesländern ab. In einigen Bundesländern wurde diese Regelung mittlerweile sogar ganz aufgehoben. 


Am 15. März hat Deutschland vorübergehende Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark eingeführt. Einreisen sind hier für Deutsche, Personen mit Aufenthaltstitel für Deutschland, Berufspendler und für den Warenverkehr grundsätzlich möglich. Einzelheiten finden Sie hierzu auf der Internetseite der Bundespolizei. Die Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich wurden am 13. Mai zunächst bis zum 15. Juni verlängert. Dasselbe gilt für die luftseitigen Grenzen zu Italien und Spanien. Die Grenzkontrollen an der Grenze zu Dänemark werden vorerst ebenfalls weitergeführt. An der luxemburgischen Grenze gibt es seit 15. Mai keine Grenzkontrollen von deutscher Seite mehr. 

Wichtige Informationen für Reisende im Ausland

Alle Informationen finden Sie auf der Sonderseite des Auswärtigen Amtes sowie auf den Internetseiten der Bundesregierung. 

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