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Warum die Türkei als Reiseziel 2018 ein Comeback erlebt

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Reisetrends zur ITB 2018  

Warum die Türkei als Reiseziel 2018 ein Comeback erlebt

08.03.2018, 14:52 Uhr | msc, dpa-AFX

 (Quelle: RTL)
Das sind die Reisetrends für das Jahr 2018

Wohin soll die Reise in diesem Jahr gehen? Für viele lautet die Antwort: Türkei – trotz Reisewarnung.

Zurück in die Türkei: Das Reiseziel ist 2018 wieder im Trend. (Quelle: RTL)


Die Türkei hat – genau wie Ägypten und Tunesien – in den vergangenen Jahren massiv an Touristen verloren. Wegen Terror und politischen Unruhen blieben besonders viele Deutsche dem einst beliebten Reiseziel fern. 2018 steigen die Buchungen für die Türkei jedoch wieder stark an. Eine Bestandsaufnahme anlässlich der größten Reisemesse der Welt, der ITB in Berlin.

Die Türkei leidet seit Jahren wie auch Ägypten, Tunesien oder Griechenland unter massivem Besucherrückgang. Allerdings gelangten die griechischen Nachbarn 2017 wieder auf die touristische Erfolgsspur. Der deutsche Reiseveranstalter Alltours berichtet zur Eröffnung der Internationalen Tourismusbörse ITB, dass griechischen Ziele auch 2018 wieder stark nachgefragt sind.

Seit 2016 massiver Einbruch der Buchungen für die Türkei

In diesem Jahr will es die Türkei den Griechen gleichtun. Alltours kommuniziert für den Sommer 2018 eine Verdoppelung der Gästezahlen gegenüber dem Vorjahr. Die Türkei wird sogar als "Der Gewinner der Saison" ausgerufen, der wieder das Niveau wie vor der Krise erreichen könnte. Noch kann davon keine Rede sein: Zu deutlich waren die Reaktionen der Touristen auf den Putschversuch 2016, die Terroranschlägen und Erdogans restriktive Politik: Die Buchungszahlen brachen massiv ein, der Tourismus lag am Boden. Besonders die deutschen Urlauber, die bis 2016 die größte Touristengruppe ausmachten, fuhren lieber nach Mallorca oder andere Ziele in Westeuropa. 

Mit hohen Wachstumsraten auf dem Weg zu alter Form

2017 war ein Wendejahr für den türkischen Tourismus. Die Russen waren die ersten, die wieder vermehrt in der Türkei Urlaub buchten. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im November 2015 gab es auch bei russischen Touristen eine massive Abkehr vom Reiseland Türkei. Russland stoppte damals sogar Charterflüge in türkische Urlaubsorte. Nachdem die beiden Länder ihren diplomatischen Streit beigelegt hatten, sprang die Zahl der russischen Gäste sprunghaft in die Höhe. Laut tagesschau.de von 138.000 in den ersten fünf Monaten 2016 auf fast eine Million im gleichen Zeitraum 2017.

In Deutschland hielt die Touristenwanderung in westliche Urlaubsziele jedoch an. In der Frühbucher-Phase zwischen November und Januar 2017 sprach der Deutsche Reiseverband (DRV) für die Türkei einen Minusrekord von über 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Mallorca und die Kanaren waren dagegen so voll wie nie. Spanien ächzte unter den Touristenmassen, von "Overtourism" ist inzwischen die Rede. Alltours hielt daher trotz rückläufiger Entwicklung in 2017 an seinem umfangreichen Angebot für die Türkei fest. Für den kommenden Sommer hat der Reiseveranstalter 470 Hotels an der türkischen Riviera und der Ägäis im Programm. Die Hotels in der Region um Antalya und der türkischen Ägäis verzeichnen bereits einen Anstieg im zweistelligen Prozentbereich.

Türkei steht für niedrige Gesamtkosten

"Die Türkei überzeugt mit einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Produktqualität ist hoch. Nahezu ausnahmslos handelt es sich um hochwertige 4,5- bzw. 5-Sterne-Hotels in direkter Strandlage mit weitläufigen Garten- und Poolanlagen. Auch die Zimmer sind großzügig und oftmals luxuriös ausgestattet. Dabei sind die Gesamtkosten für einen Türkei-Urlaub sehr niedrig – klar, dass das Land als touristisches Ziel zurückkehrt", sagt Markus Daldrup, Geschäftsführer von Alltours. 

Auch Tunesien und Ägypten wieder auf Gewinnerkurs

Auch das Buchungs- und Bewertungsportal Holidaycheck spricht von einer Kehrtwende bei den deutschen Türkeibuchungen. Von November 2017 bis Januar 2018 verzeichne die Türkei den stärksten Anstieg in Höhe von 92 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sie befinde sich somit wieder an dritter Stelle der Frühbucher-Destinationen hinter Spanien und Ägypten.

Vergangene Anschläge und politische Unruhen seien in ihrer Wirkung zeitlich begrenzt, resümmiert das Portal. Das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis der türkischen Riviera und Ägäis wird auch hier als Grund genannt, dass viele Pauschaltouristen wieder in die Türkei zurückkehren. Ein Plus von 81 und 71 Prozent verbuchen bei Holidaycheck auch die von Krisen gezeichneten Ziele Tunesien und Ägypten.

Verschärfte Reisehinweise des Auswärtigen Amtes seit 2017

Unverändert ist die Haltung des Auswärtigen Amtes, des Ministeriums für Außen- und Europapolitik in Berlin. Im Juli 2017 verschärfte die Behörde die Reisehinweise für die Türkei. Vor dem Hintergund mehrerer Inhaftierungen deutscher Staatsbürger warnt das Auswärtige Amt bis heute vor willkürlichen Festnahmen in allen Landesteilen der Türkei inklusive touristischer Regionen. Zudem könne es vorkommen, dass Reisenden aus Deutschland an türkischen Flughäfen die Einreise ohne nachvollziehbare Gründe verweigert werde.

Obwohl der Menschenrechtler Peter Steudtner und der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel inzwischen freigelassen wurden, sitzen noch vier deutsche Staatsbürger aus politischen Gründen in der Türkei in Haft.

Mevlüt Cavusoglu, Außenminister der Türkei, besucht Aussteller in der Türkei-Halle der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. (Quelle: dpa/Carsten Koall)Mevlüt Cavusoglu, Außenminister der Türkei, besucht im März 2018 Aussteller in der Türkei-Halle der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. (Quelle: Carsten Koall/dpa)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat zur Eröffnung der ITB seinen deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel (SPD) aufgefordert, die Reisehinweise für die Türkei zu entschärfen. "Die letzte Warnung, die wir gesehen haben, spiegelt nicht die Realität der Türkei und das Niveau unserer bilateralen Beziehungen wider", sagte Cavusoglu nach einem Treffen mit Gabriel in Berlin.

Gabriel verwies darauf, dass die Reisehinweise fortlaufend aktualisiert würden. "Die Türkei wird ja nach und nach wieder zu ganz normalen Verhältnissen zurückkehren wollen. Das wird automatisch dann auch Folgen haben für unsere Reisehinweise."

Er gehe davon aus, dass sich die Deutschen ohnehin nur für eine begrenzte Zeit von Reisen in die Türkei abhalten ließen. "Die Türkei ist – das kann ich Ihnen aus eigner Anschauung sagen – eines der schönsten Länder der Erde."

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX
  • Auswärtiges Amt
  • Alltours
  • Tagesschau.de
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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