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Neue Studie belegt: weniger Billigflüge aus Deutschland

Preise sind gestiegen  

Studie belegt: weniger Billigflüge aus Deutschland

05.11.2019, 15:16 Uhr | dpa

Neue Studie belegt: weniger Billigflüge aus Deutschland. Ein Flugzeug startet: Die Airlines gehen sich mit ihren Angeboten immer noch gezielt aus dem Weg. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Ein Flugzeug startet: Die Airlines gehen sich mit ihren Angeboten immer noch gezielt aus dem Weg. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Für zehn Euro nach Barcelona: So und ähnlich werben Airlines. Eine neue Untersuchung zeigt aber: Die günstigsten Flüge sind weniger geworden. In ein Land haben die Billigflüge aber zugenommen. 

Im Sommer 2019 wurden Billigflüge in Deutschland seltener angeboten und sind gleichzeitig etwas teurer geworden. Das Flugangebot sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent zurückgegangen, berichtet das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Untersucht wurde eine typische Woche im Juli mit 6.680 angebotenen Flügen. Einige zusätzliche Verbindungen habe es nach Italien gegeben, während die Gesellschaften im innerdeutschen Verkehr nach Spanien und Großbritannien weniger Flüge anboten.

Darum sind die Preise angestiegen

Nach Testkäufen an einem Stichtag im Oktober sind die durchschnittlichen Preise für ein Flugticket ohne jegliche Extras angestiegen, berichtete das DLR. Grund dürfte das teurere Kerosin sein. Bei den großen Anbietern reicht die Spanne der Durchschnittspreise von 44,10 Euro bei der ungarischen Airline Wizz Air über rund 55 Euro bei Easyjet und Ryanair bis zu 111,27 Euro, die im Schnitt für ein Ticket bei der Lufthansa-Gesellschaft Eurowings fällig wurden. Vor einem Jahr hatte die Spanne 38 bis 100 Euro betragen.

Der Angebotsrückgang im hart umkämpften deutschen Markt ist keineswegs typisch für das Geschehen in Europa. Mit mehr als 67.000 Starts in einer typischen Woche wuchs das Angebot auf dem gesamten Kontinent um vier Prozent vor allem mit zusätzlichen Flügen nach Italien und Griechenland. Der Marktführer Ryanair/Lauda sowie der Branchenzweite Easyjet bauten ihre Flugpläne aus. Der Rückgang in Deutschland erklärt sich durch besonders starke Kapazitätsausweitungen nach der Pleite von Air Berlin, was 2018 zu einem deutlichen Überangebot geführt hatte.

Umstrittene Niedrigstpreise von 9,99 Euro

Mit einem Anteil von 47 Prozent der angebotenen Flüge war die Lufthansa-Tochter erneut größter Anbieter auf dem deutschen Markt. Die Ticketpreise schwanken stark je nach Frist der Vorausbuchung. Vereinzelt fanden die DLR-Testkäufer bei Ryanair und Wizz Air auch die politisch umstrittenen Niedrigstpreise von 9,99 Euro für Verbindungen wie Bremen–London und Dortmund–Budapest in drei Monaten ab der Buchung. Da Fliegen das Klima schädigt, sind gerade extrem billige Verbindungen zuletzt stärker in die Kritik geraten.



Die Zahl der im Sommer aus Deutschland angebotenen Strecken erhöhte sich um 14 auf 940. Vor allem die ungarische Wizz Air legte neue Verbindungen von Dortmund auf. Easyjet wuchs vor allem am Berliner Flughafen. Die Airlines gehen sich mit ihren Angeboten immer noch gezielt aus dem Weg: Auf fast neun von zehn Verbindungen ist jeweils nur eine Gesellschaft aktiv. Echte Konkurrenz von mehr als zwei Billig-Airlines herrschte nur auf zehn Strecken, vorzugsweise nach Mallorca und Barcelona.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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