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Kein Durchbruch bei Diskussion um russische Deserteure


Kein Durchbruch bei Diskussion um russische Deserteure

Von dpa
26.09.2022Lesedauer: 1 Min.
Stau vor dem Grenzübergang von Russland nach Finnland: Nach der verkündeten russischen Mobilmachung wollen viele Russen ihre Heimat verlassen.Vergrößern des BildesStau vor dem Grenzübergang von Russland nach Finnland: Nach der verkündeten russischen Mobilmachung wollen viele Russen ihre Heimat verlassen. (Quelle: IMAGO/Jussi Nukari/imago images)
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Wie soll Europa mit Russen umgehen, die vor dem Dienst an der Front fliehen? Nach einem ersten Treffen zeichnet sich auf EU-Ebene noch keine Lösung ab.

Die EU-Staaten suchen weiter nach einer gemeinsamen Linie im Umgang mit russischen Kriegsdienstverweigerern, die ihre Heimat verlassen wollen. Ein erstes Krisentreffen der 27 EU-Botschafter brachte am Montag keine Lösung. Man habe die EU-Kommission dazu aufgefordert, die jüngsten Leitlinien zur Visavergabe "unter Berücksichtigung der Sicherheitsbedenken der Mitgliedstaaten zu überprüfen, zu bewerten und gegebenenfalls zu aktualisieren", teilte die derzeitige tschechische EU-Ratspräsidentschaft anschließend lediglich mit.

Nachdem Russland vergangene Woche eine Teilmobilisierung im Krieg gegen die Ukraine angekündigt hatte, stellt das Thema möglicher Deserteure und Kriegsdienstverweigerer die EU vor eine Herausforderung. Deutschland und andere Staaten dringen auf eine einheitliche Linie. Die Positionen liegen teils jedoch weit auseinander. Bundesinnenministern Nancy Faeser stellte Deserteuren Asyl in Aussicht. Die baltischen Staaten und Polen lehnen die Aufnahme dieser Menschen strikt ab. Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis schrieb auf Twitter, dass sein Land jenen, "die nur vor der Verantwortung davonlaufen", kein Asyl gewähren werde. "Die Russen sollten bleiben und kämpfen. Gegen Putin."

Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte am Montag, man sei mit den Mitgliedstaaten in Kontakt. Für Dienstag sei ein Treffen auf Arbeitsebene geplant, an dem auch die für Migration und Sicherheit zuständigen EU-Agenturen teilnehmen würden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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