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Im EU-Vergleich: Deutschland gewährt am häufigsten Asyl

Trotz starkem Rückgang  

Im EU-Vergleich: Deutschland gewährt am häufigsten Asyl

25.04.2019, 17:57 Uhr | AFP

Im EU-Vergleich: Deutschland gewährt am häufigsten Asyl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg: 140.000 Menschen erhielten vor dort voriges Jahr einen positiven Asylbescheid. (Quelle: imago images)

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg: 140.000 Menschen erhielten vor dort voriges Jahr einen positiven Asylbescheid. (Quelle: imago images)

Mehr als 333.000 Menschen haben voriges Jahr in der EU Asyl erhalten, mit Abstand die meisten von ihnen in Deutschland. Insgesamt ist die Zahl der Anerkennungen aber stark rückläufig.

Die Zahl der anerkannten Asylbewerber in der EU ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Mit EU-weit 333.400 positiven Entscheiden wurden 40 Prozent weniger Menschen als schutzberechtigt anerkannt als im Vorjahr, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilt. Auf Deutschland entfielen demnach erneut mit Abstand die meisten anerkannten Bewerber, obwohl dort auch der Rückgang am stärksten ausfiel.

Im vergangenen Jahr gewährte Deutschland den Statistikern zufolge knapp 140.000 Menschen Schutz – 2017 waren es noch über 325.000. In Italien stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der positiven Asylentscheide von rund 35.000 auf fast 48.000. Auch Frankreich verzeichnete 2018 eine leichte Zunahme um knapp 1.000 Anerkennungen auf über 41.000.

Schlusslichter Polen und Slowakei

Im Verhältnis zur Bevölkerung war Österreich 2018 das Land mit den meisten anerkannten Asylbewerbern. Hier wurden laut der Statistik pro Million Einwohner 2.345 Menschen Schutz gewährt. Dahinter folgen Deutschland und Luxemburg mit 1.685 und 1.660 positiven Entscheiden pro Million Einwohner. Schlusslichter waren Polen und die Slowakei mit jeweils zehn Anerkennungen pro Million Einwohner.
 

 
Von den anerkannten Schutzsuchenden erhielten Eurostat zufolge EU-weit rund 164.000 den Flüchtlingsstatus und 100.000 eingeschränkten subsidiären Schutz. Rund 69.000 weitere bekamen eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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