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Griechenland: Athens Regierung greift ein – Hunderte Flüchtlinge zum Festland

Lage auf Inseln spitzt sich zu  

Athen bringt Hunderte Flüchtlinge zum Festland

28.09.2019, 18:50 Uhr | dpa

Griechenland: Athens Regierung greift ein – Hunderte Flüchtlinge zum Festland. Ein irakisches Mädchen in einem Boot vor der griechischen Insel Samos: Allein im August kamen laut UN 8.103 Menschen auf den griechischen Inseln an. (Quelle: dpa/Petros Giannakouris)

Ein irakisches Mädchen in einem Boot vor der griechischen Insel Samos: Allein im August kamen laut UN 8.103 Menschen auf den griechischen Inseln an. (Quelle: Petros Giannakouris/dpa)

In den Flüchtlingslagern auf den griechischen Ägäis-Inseln wird die Lage zunehemend prekär, Tausende kamen in den vergangenen Wochen dort an. Nun steuert die Regierung in Athen dagegen.

Um die überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis zu entlasten, hat die Regierung in Athen gut 350 Migranten aufs Festland bringen lassen. Hunderte weitere Migranten sollten am Montag nach Piräus zum Festland gebracht werden, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Schon am Vortag hatte Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos im Fernsehen erklärt, der Anstieg der Flüchtlingszahlen aus der Türkei nach Griechenland nehme "die Dimensionen einer Nationalen Krise an".

Im April war die Zahl der auf den Inseln lebenden Migranten auf 14.000 zurückgegangen. Seitdem sind aber wieder verstärkt Menschen angekommen. Im August kamen nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) 8.103 Migranten auf den Inseln an. Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos harren zurzeit knapp 30.000 Menschen aus. Das ist die höchste Zahl seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016.
 


Der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Die Bearbeitung der Asylanträge kommt wegen Personalmangels jedoch auf den griechischen Inseln nur mühsam voran.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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