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Globale Corona-Hilfe: EU-Geberkonferenz startet mit Milliardenzusage

Globale Corona-Hilfe  

Geberkonferenz der EU startet mit Milliardenzusage

27.06.2020, 17:11 Uhr | dpa

Globale Corona-Hilfe: EU-Geberkonferenz startet mit Milliardenzusage. Angela Merkel (CDU): Neben der Kanzlerin spricht bei der virtuellen EU-Geberkonferenz auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.  (Quelle: dpa/Markus Schreiber)

Angela Merkel (CDU): Neben der Kanzlerin spricht bei der virtuellen EU-Geberkonferenz auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. (Quelle: Markus Schreiber/dpa)

Auf etwa 36 Milliarden Euro schätzen die Vereinten Nationen den weltweiten Bedarf an Corona-Hilfen. Einen beachtlichen Teil davon hat jetzt die Geberkonferenz der EU zugesagt.

Bei einer Spendenkonferenz der EU-Kommission und der Initiative "Global Citizen" zur Finanzierung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus sind am Samstag 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die Europäische Investitionsbank steuerte 4,9 Milliarden Euro bei, wie EU-Kommissionschefin  Ursula von der Leyen (CDU) zu Beginn der Spenderkonferenz bekannt gab. Deutschland will 383 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Das Geld solle eingesetzt werden, um besonders verwundbare Länder zu unterstützen, so von der Leyen. Jeder Mensch auf der Welt müsse Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen bekommen – egal wo er lebe, wo er herkomme oder wie er aussehe.

Bei der im Internet zu verfolgenden Konferenz "Global Goal – Unite for Our Future" sollte es auch Redebeiträge von Wissenschaftlern und anderen Spitzenpolitikern wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geben. Für den Abend ist ein Online-Konzert weltberühmter Musiker und Stars angekündigt. Dafür hatten die Organisatoren unter anderem Justin Bieber, Shakira, Coldplay und Miley Cyrus gewinnen können.

Spendenmarathon hat fast 10 Milliarden Euro eingebracht

"Heute werden Künstler, Wissenschaftler und Staats- und Regierungschefs mit einer Stimme sprechen – in einem außerordentlichen Moment globaler Einheit", hatte von der Leyen als Mitveranstalterin kurz vor Beginn des Events kommentiert. Der Anfang Mai mit einer ersten internationalen Geberkonferenz gestartete Spendenmarathon hat bislang rund 9,8 Milliarden Euro eingebracht. Mit dem Geld soll vor allem ein universeller Zugang zu erschwinglichen Coronavirus-Impfstoffen, Behandlungen und Tests ermöglicht werden.

Das Event am Samstag wurde von der EU-Kommission gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisationen Global Citizen organisiert. Sie konnten für die Online-Gala auch zahlreiche nicht musizierende Stars für Gastauftritte gewinnen. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Schauspielerinnen Kerry Washington und Charlize Theron, Ex-Fußballprofi David Beckham und das frühere Top-Model Naomi Campbell.

UN schätzen Bedarf an Corona-Hilfen auf 36 Milliarden Euro

Moderiert werden sollte der Abend von Dwayne "The Rock" Johnson. "Dieser kritische Moment in der Geschichte verlangt von uns allen, zusammenzuhalten und eine bessere Zukunft für alle zu schaffen", sagte der Schauspieler zu seinem Engagement. Ziel sei es, die globale Gemeinschaft zu stärken, die sich für gerechten Zugang zu Gesundheitsversorgung einsetzt und gegen die enormen Ungerechtigkeiten in unserer Welt kämpft.

Wann Impfstoffe und wirksame Arzneien gegen das Coronavirus einsatzbereit sein werden, ist derzeit noch unklar. Die weltweit für den Kampf gegen die Pandemie benötigten Mittel wurden zuletzt allerdings von UN-Generalsekretär Antonio Guterres auf rund 36 Milliarden Euro geschätzt.

Schon am 4. Mai hatte die Kanzlerin als deutschen Beitrag 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt. Mit den zusätzlichen 383 Millionen Euro werde Deutschland den Krisenreaktionsmechanismus des Globalen Fonds (150 Millionen Euro) und das "Resilience and Relief Response Network" von Global Citizen (233 Millionen Euro) unterstützen, teilte die Bundesregierung mit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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