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Briten reagieren "entt├Ąuscht" auf Brexit-Gipfel der EU

Von dpa, aj

Aktualisiert am 16.10.2020Lesedauer: 2 Min.
David Frost: Der Verhandlungsf├╝hrer der Briten ├Ąu├čerte sich entt├Ąuscht ├╝ber das Ergebnis der Gespr├Ąche zum Brexit-Handelspakt beim EU-Gipfel am Donnerstag.
David Frost: Der Verhandlungsf├╝hrer der Briten ├Ąu├čerte sich entt├Ąuscht ├╝ber das Ergebnis der Gespr├Ąche zum Brexit-Handelspakt beim EU-Gipfel am Donnerstag. (Quelle: i Images/imago-images-bilder)
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Der Ton in den Brexit-Verhandlungen wird sch├Ąrfer: Die EU-Staatschefs fordert ein Entgegenkommen Gro├čbritanniens. Der britische Unterh├Ąndler ├Ąu├čerte sich erbost und k├╝ndigte ein Statement von Boris Johnson an.

Im Streit ├╝ber ein Brexit-Handelsabkommen der EU mit Gro├čbritannien steht es wieder einmal Spitz auf Knopf. Der EU-Gipfel erkl├Ąrte am Donnerstag, es sei nun an London, "die n├Âtigen Schritte zu tun, um ein Abkommen m├Âglich zu machen". Man wolle weiter einen fairen Deal, aber nicht zu jedem Preis, sagte EU-Unterh├Ąndler Michel Barnier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ├Ąu├čerte jedoch auch Kompromisswillen. Die EU habe London gebeten, im Sinne einer Einigung weiter kompromissbereit zu sein, sagte Merkel in der Nacht zum Freitag beim EU-Gipfel in Br├╝ssel. "Das schlie├čt nat├╝rlich ein, dass auch wir Kompromisse machen m├╝ssen. Jede Seite hat ihre roten Linien." Zuvor hatte der Gipfel an Gro├čbritannien appelliert, sich in den Verhandlungen zu bewegen.

Zum Stand der Gespr├Ąche ├╝ber den Handelspakt sagte die CDU-Politikerin, es gebe Licht und Schatten. "An einigen Stellen haben sich die Dinge gut bewegt. An anderen Stellen ist noch viel Arbeit zu leisten." Insgesamt sei ein Abkommen f├╝r beide Seiten sinnvoll. "Notfalls m├╝ssen wir auch ohne das leben, aber ich glaube, besser w├Ąre es, wir h├Ątten ein solches Abkommen", sagte Merkel.

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Johnson will Erkl├Ąrung abgeben

Der britische Unterh├Ąndler David Frost hatte auf die ersten Ergebnisse des Gipfels entt├Ąuscht reagiert und eine offizielle Erkl├Ąrung f├╝r Freitag angek├╝ndigt. Dann k├Ânnte Premierminister Boris Johnson sagen, ob er die Verhandlungen abbricht.

Beide Seiten arbeiten seit Monaten an einem Handelspakt, der nach dem Brexit und der wirtschaftlichen Trennung zum Jahresende Z├Âlle und Handelshemmnisse verhindern soll. Doch ist man in entscheidenden Punkten von einer L├Âsung weit entfernt ÔÇô obwohl Johnson der EU eine Frist zur Einigung bis 15. Oktober gesetzt hatte.

EU fordert Zugest├Ąndnisse aus London

Barnier schlug Gro├čbritannien am Donnerstagabend vor, die Verhandlungen in den n├Ąchsten zwei bis drei Wochen noch einmal zu intensivieren. Er wolle die kommende Woche komplett in London sein. Dann seien Verhandlungen in Br├╝ssel vorgesehen. Die Gipfelerkl├Ąrung fordert aber Zugest├Ąndnisse aus London, vor allem bei den wichtigsten Knackpunkten Fischerei, Wettbewerbsbedingungen und Streitschlichtung. Vor allem Frankreich verlangt, dass EU-Fischer weiter in britischen Gew├Ąssern fangen d├╝rfen. "Auf keinen Fall d├╝rfen unsere Fischer die Opfer des Brexits sein", sagte Pr├Ąsident Emmanuel Macron.

Frost zeigte sich ├╝berrascht, dass darin nicht mehr die Rede von intensiven Bem├╝hungen sei. Ebenfalls ├╝berraschend sei, dass nur Gro├čbritannien sich bewegen solle. "Das ist ein ungew├Âhnlicher Ansatz in der Verhandlungsf├╝hrung", schrieb Frost auf Twitter.

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