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Angriff auf Bischof in Sydney: Polizei sucht Krawallmacher


Terrorismus
Angriff auf Bischof in Sydney: Polizei sucht Krawallmacher

Von dpa
18.04.2024Lesedauer: 2 Min.
Nach Angriff auf Bischof in SydneyVergr├Â├čern des BildesDer Bischof einer christlichen Gemeinde wurde bei einer Messe von einem 16-J├Ąhrigen attackiert. Danach kam es zu Ausschreitungen. (Quelle: Mark Baker/AP/dpa-bilder)
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Nach einer Messerattacke auf einen Geistlichen gab es in Sydney schwere Krawalle. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Verantwortlichen. Der jugendliche T├Ąter ist noch immer nicht vernehmungsf├Ąhig.

Nach dem Messerangriff auf einen Geistlichen in Sydney und anschlie├čenden Ausschreitungen vor der Kirche hat die Polizei die Bev├Âlkerung zur Mithilfe bei der Suche nach den Krawallmachern aufgefordert. "Je fr├╝her sie identifiziert und vor Gericht gebracht werden, desto schneller kann gegen sie vorgegangen werden", zitierte der australische Sender ABC Polizeichefin Karen Webb. Eine beteiligte Person habe etwa eine sehr markante T├Ątowierung auf dem Oberk├Ârper, habe aber w├Ąhrend der Unruhen "feige das eigene Gesicht vermummt".

Mehr als 50 Polizisten seien am Montagabend bei dem Versuch verletzt worden, den w├╝tenden Mob wieder unter Kontrolle zu bringen, sagte Webb weiter. Der 16-j├Ąhrige Angreifer, der kurz zuvor im westlichen Vorort Wakeley w├Ąhrend einer Messe den Bischof der assyrischen Gemeinde mit einem Messer attackiert hatte, werde weiterhin im Krankenhaus behandelt. Noch h├Ątten die Ermittler nicht mit ihm sprechen k├Ânnen. Als m├Âgliches Tatmotiv hatten sie aber bereits "religi├Âs motivierten Extremismus" genannt.

Die Tat war live im Internet zu sehen, weil der Gottesdienst per Stream ├╝bertragen wurde. Der Bischof und mindestens ein Priester wurden nach der Tat operiert und ├╝berlebten der Polizei zufolge nur durch Gl├╝ck. Dem jugendlichen Angreifer soll mindestens ein Finger abgeschnitten worden sein - wie es genau dazu kam, ist noch unklar.

Nach dem Angriff kam es zu chaotischen Szenen vor der Kirche, wo sich neben Rettungskr├Ąften und Polizisten binnen kurzer Zeit eine Menge aus hunderten w├╝tenden Menschen einfand. Die Situation eskalierte, es kam zu Ausschreitungen. Selbst Sanit├Ąter mussten sich ├╝ber Stunden in der Kirche verschanzen, weil sie von der Menschenmenge bedroht wurden. Laut Webb waren die Randalierer aber teilweise gar keine Gemeindemitglieder, sondern nur deshalb zu der Kirche geeilt, um Krawall zu machen. "Das ist eine Schande und abscheulich", sagte die Polizeichefin.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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