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Julia Timoschenko: Blitz verhindert Grünen-Besuch

Blitz verhindert Grünen-Besuch bei Timoschenko

13.06.2012, 16:21 Uhr | dpa, dapd

Julia Timoschenko: Blitz verhindert Grünen-Besuch. Flugzeug in Gewitterfront (Quelle: imago/Symbolbild)

Flugzeug in Gewitterfront (Quelle: imago/Symbolbild)

Die ukrainische Regierung hatte nichts dagegen, aber das Wetter: Zwei Grünen-Politiker aus Deutschland, die die inhaftierte Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko besuchen wollten, mussten umkehren. Grund: Ein Blitz traf das Flugzeug.

Es handelt sich um die Europaparlamentarier der Grünen Rebecca Harms und Werner Schulz. Sie hatten die erkrankte frühere Regierungschefin der Ukraine in einer Klinik in der ostukrainischen Stadt Charkow treffen wollen, bestätigte Schulz nach seiner unfreiwilligen Rückkehr nach Frankfurt am Main. Nach dem Besuch wollten sie dort beim Fußball-EM-Spiel Deutschland gegen Niederlande auf die Situation der Oppositionsführerin aufmerksam machen.

Fußball-Fans und Grüne sauer

Werner Schulz war verärgert: "Die Lufthansa-Maschine von Frankfurt nach Kiew wurde angeblich auf halber Strecke vom Blitz getroffen. Da stellt sich mir die Frage, warum wir die halbe Strecke wieder zurückgeflogen sind, statt die zweite Hälfte zu absolvieren. Das wäre doch genauso weit gewesen."

Auf Nachfragen sei ihm gesagt worden, dass der Flughafen in Kiew technisch zu einem Check des Jets nicht in der Lage sei. "Jedenfalls sind auch zahlreiche deutsche Fußball-Fans sauer, die mit der Maschine in die Ukraine wollten", sagte Schulz. Gemeinsam mit Harms versuche er, so schnell wie möglich nach Charkow zu kommen, um Timoschenko in den nächsten Tagen vielleicht doch noch besuchen zu können.

Timoschenko-Tochter: Hilfe!

Unterdessen hat die Tochter von Timoschenko eindringlich um internationale Hilfe für ihre Mutter geworben. "Wir appellieren an die demokratische Welt, alles zu unternehmen, das Regime zu stoppen", sagte Jewgenija Timoschenko nach einem Treffen mit den Justizministern von Bund und Ländern in Wiesbaden. Nicht nur ihre Mutter, sondern viele politische Gefangene seien in der Ukraine "jeden Tag in Gefahr, und wir wissen nicht, wie lange sie noch überleben".

Jedes Zeichen der Solidarität helfe. Allerdings werde es deutliche Signale geben müssen, um das derzeitige Regime zu stoppen, sagte sie. Die Fußball-Europameisterschaft sei eine große Gelegenheit, auf die Ungerechtigkeiten und die politische Unterdrückung in der Ukraine aufmerksam zu machen - was zumindest den beiden Grünen-Politikern misslungen ist.

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