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Anstieg um über zwei Prozent - Projektion: Weltweiter CO2-Ausstoß steigt weiter

Anstieg um über zwei Prozent  

Projektion: Weltweiter CO2-Ausstoß steigt weiter

05.12.2018, 22:56 Uhr | dpa

Anstieg um über zwei Prozent - Projektion: Weltweiter CO2-Ausstoß steigt weiter. Dampfende Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde.

Dampfende Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde. CO2 ist das wichtigste Treibhausgas und entsteht vor allem durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, die Zementproduktion und andere Industrieprozesse. Foto: Patrick Pleul. (Quelle: dpa)

Kattowitz (dpa) - Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) hat in diesem Jahr einer Studie zufolge deutlich zugenommen und dürfte einen neuen Rekordwert erreichen.

Vor allem weil mehr Öl und Gas verbrannt würden, seien die Emissionen 2018 laut einer Projektion um mehr als zwei Prozent angestiegen, warnte der Forschungsverbund "Global Carbon Project" am Mittwoch. Bereits 2017 war der Ausstoß um 1,6 Prozent angestiegen, nachdem er zuvor drei Jahre fast auf dem selben, wenn auch hohen Niveau verharrt hatte. Damals hatten Wissenschaftler auf eine Trendwende gehofft.

Derzeit verhandeln Vertreter von fast 200 Ländern auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz (Kattowice) über Regeln für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mit deren Hilfe die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden soll - verglichen zur vorindustriellen Zeit um 1750.

"Die Zunahme des Ausstoßes 2017 konnte man noch als Ausreißer sehen, aber 2018 ist der Anstieg noch stärker und es wird glasklar, dass die Welt ihrer Pflicht nicht nachkommt, auf die Ziele des Pariser Abkommens von 2015 zuzusteuern", sagte Glen Peters vom Zentrum für Internationale Klima- und Umweltforschung in Oslo. Klimaschützer hatten gehofft, dass Wirtschaftswachstum und Zunahme der Emissionen inzwischen global betrachtet entkoppelt seien.

76 Experten aus 15 Ländern sagen nun aber einen Anstieg der Emissionen zwischen 1,8 und 3,7 Prozent voraus. Die diesjährige Projektion erscheint nach Angaben des Forschungsverbundes in den Fachzeitschriften "Nature", "Earth System Science Data" und "Environmental Research Letters".

Es reiche nicht aus, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, sagte Studienautorin Corinne Le Quéré, die Direktorin des Tyndall-Zentrums für Klimawandel-Forschung an der britischen Universität East Anglia. "Das Bestreben, auf fossile Energien zu verzichten, muss auf die ganze Wirtschaft erweitert werden."

Den Wissenschaftlern zufolge wächst der Energiebedarf für Autos und Lkw, Luftfahrt und Schiffsverkehr zu schnell, als dass der Umstieg auf erneuerbare Energien das ausgleichen könnte. Zudem dürfte demnach der Einsatz von Kohle als Energieträger 2018 angestiegen sein. Hauptantreiber sei der steigende Energiebedarf in China und Indien. Auch in den USA ist der CO2-Ausstoß in diesem Jahr demnach gestiegen, dürfte aber in den kommenden Jahren wieder fallen. In der EU, die für zehn Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, sanken die Emissionen nach der Projektion zwischen 2,6 und 1,3 Prozent.

Die Länder mit dem größten Treibhausgas-Ausstoß sind laut "Global Carbon Project" in dieser Reihenfolge China, die USA, Indien, Russland, Japan, Deutschland, Iran, Saudi-Arabien, Südkorea und Kanada. Die 28 EU-Staaten gemeinsam liegen auf Platz drei hinter China und den USA.

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre wird der Projektion zufolge im Jahr 2018 weiter ansteigen auf durchschnittlich 407 ppm (Teilchen pro Million Teilchen). Der Weltwetterorganisation (WMO) zufolge stieg sie 2017 von bereits 403,3 ppm auf 405,5. CO2 ist das wichtigste Treibhausgas und entsteht vor allem durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, die Zementproduktion und andere Industrieprozesse. Die CO2-Konzentration liegt inzwischen mehr als 45 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit, also vor 1750. Seitdem ist die Durchschnittstemperatur um rund ein Grad gestiegen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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