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Russland und USA uneins ├╝ber Situation in Venezuela

Von dpa
Aktualisiert am 06.05.2019Lesedauer: 2 Min.
Demonstrant mit venezolanischer Flagge auf der Stra├čen von Caracas.
Demonstrant mit venezolanischer Flagge auf der Stra├čen von Caracas. Die USA und Russland suchen das Gespr├Ąch bez├╝glich Venezuela. (Quelle: Boris Vergara/AP./dpa)
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Washington (dpa) - Die Lage in Venezuela sorgt weiterhin f├╝r Spannungen zwischen Russland und den USA, die unterschiedliche Ziele in dem Krisenstaat verfolgen.

US-Au├čenminister Mike Pompeo und sein russischer Kollege Sergej Lawrow wollen sich am Rande des Arktischen Rates treffen, der heute und am Dienstag im finnischen Rovaniemi tagt. Pompeo sagte dem Sender Fox News am Sonntag: "Die Vereinigten Staaten wollen, dass alle anderen L├Ąnder diese Nation verlassen und dem venezolanischen Volk erlauben, seine eigene Demokratie wiederherzustellen." Dies schlie├če Russland ein. Die US-Position, dass russische Kr├Ąfte das Land verlassen m├╝ssten, habe sich nicht ge├Ąndert.

Die Regierung von Venezuelas Pr├Ąsident Nicol├ís Maduro, den die USA als Usurpator betrachten und au├čer Landes sehen wollen, gibt dagegen keinen Boden preis. Au├čenminister Jorge Arreaza traf sich am Sonntag in Moskau mit Lawrow. "Wir besprachen, wie wir die technisch-milit├Ąrische Zusammenarbeit verbessern k├Ânnen, die f├╝r Venezuela von gro├čer Bedeutung ist", betonte Arreaza im Anschluss.

US-Pr├Ąsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin hatten in der vergangenen Woche mehr als eine Stunde lang miteinander telefoniert. Trump charakterisierte das Gespr├Ąch anschlie├čend als gut und produktiv. Anders als die USA und mehr als 50 weitere L├Ąnder erkennt Russland den selbsternannten Interimspr├Ąsidenten Juan Guaid├│ nicht an und st├╝tzt stattdessen Maduro, dem auch das venezolanische Milit├Ąr weiterhin treu zu sein scheint.

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Eine milit├Ąrische Intervention bleibt indes auch f├╝r die USA realistisch. "Wir haben die ganze Breite von M├Âglichkeiten, die wir vorbereiten", sagte Pompeo. Dies sei wichtig, damit Pr├Ąsident Trump alle Optionen zur Verf├╝gung st├╝nden - diplomatische wie politische Optionen, gemeinsame Aktionen mit Verb├╝ndeten und ultimativ auch Schritte, die das US-Milit├Ąr beinhalteten. Man wolle f├╝r alle m├Âglichen Szenarien vorbereitet sein, sagte der US-Au├čenminister bei ABC News.

Pompeo hatte Russland zuvor vorgeworfen, eine angeblich geplante Abreise Maduros aus Venezuela im letzten Moment verhindert zu haben. Moskau dementierte dies. Pompeo wies in einem Interview des Senders CBS erneut auf die humanit├Ąre Situation in Venezuela hin. "Ich war unten an der Grenze", sagte er. "Wir haben M├╝tter gesehen, die ihre Kinder nicht f├╝ttern konnten, weil sie aus dem Land flohen", berichtete er. "Wir sahen Familien, die kranke Kinder hatten, aber keine Medikamente bekommen konnten - alles nur 50 Meilen entfernt", aber Maduro lasse dringend ben├Âtigte Hilfslieferungen nicht ins Land.

Auch der selbsternannte Interimspr├Ąsident und Maduro-Rivale Juan Guaid├│ hatte in einem Interview mit der "Washington Post" signalisiert, er k├Ânne sich eine milit├Ąrische Hilfe der USA unter bestimmten Bedingungen vorstellen.

Auf die Frage, was er tun w├╝rde, wenn der Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, ihn anrufen und ein entsprechendes Angebot unterbreiten w├╝rde, sagte Guaid├│: "Lieber Freund, Botschafter John Bolton, danke f├╝r all die Hilfe, die Sie f├╝r diese gerechte Sache hier geleistet haben. Danke f├╝r die M├Âglichkeit, wir werden sie pr├╝fen und wahrscheinlich im Parlament er├Ârtern, um diese Krise zu beenden. Wenn es n├Âtig ist, werden wir m├Âglicherweise annehmen."

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