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Geheimnisverrat - US-Gericht: Snowdens Buch-Erlöse stehen US-Staat zu

Geheimnisverrat  

US-Gericht: Snowdens Buch-Erlöse stehen US-Staat zu

18.12.2019, 18:34 Uhr | dpa

Geheimnisverrat - US-Gericht: Snowdens Buch-Erlöse stehen US-Staat zu. Exemplare von Edward Snowdens Buch "Permanent Record" in einem Geschäft in Berlin.

Exemplare von Edward Snowdens Buch "Permanent Record" in einem Geschäft in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa. (Quelle: dpa)

Alexandria (dpa) - Die Erlöse aus der Veröffentlichung der Memoiren des Whistleblowers Edward Snowden stehen nach einer US-Gerichtsentscheidung dem amerikanischen Staat zu.

Snowden habe gegen seine Verpflichtung verstoßen, die Veröffentlichungen mit Bezug zu seiner Geheimdienst-Tätigkeit zur Freigabe vorlegen zu lassen, entschied ein Richter im US-Bundesstaat Virginia. Deshalb gab er einer Klage der US-Regierung statt.

Snowden hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber am Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland, nach einer Verlängerung aktuell bis 2020.

Die US-Regierung hatte zur Veröffentlichung von Snowdens Memoiren "Permanent Record" per Klage Anspruch auf dessen Erlöse aus dem Buch erhoben. Snowden habe jeweils drei Geheimhaltungsvereinbarungen mit den Geheimdiensten CIA und NSA unterschrieben, stellte der Richter nun fest. Ihre Anforderungen, sich vor Veröffentlichungen das Material freigeben zu lassen, seien eindeutig gewesen. Snowden habe auch dagegen verstoßen, als bei mehreren seiner Konferenz-Auftritte per Online-Video Auszüge aus Dokumenten mit Vertraulichkeitsvermerk gezeigt worden seien.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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