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Corona-Krise: Trump schwört USA auf "sehr schmerzhafte Wochen" ein

Bis zu 250.000 Tote befürchtet  

Trump schwört USA auf "sehr schmerzhafte Wochen" ein

01.04.2020, 12:55 Uhr | dpa, aj

Trump schwört Bevölkerung auf zwei harte Wochen ein

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikanerinnen und Amerikaner aufgefordert, die Richtlinien im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zu befolgen. Es ist eine Frage von Leben und Tod, sagte Trump in Washington. (Quelle: Reuters)

"Es ist teuflisch": Zuletzt fand US-Präsident Donald Trump plötzlich deutlichere Worte zur Corona-Pandemie. (Quelle: Reuters)


US-Präsident Trump hat die Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf "sehr harte zwei Wochen" mit steigenden Todeszahlen eingestimmt. Die neuen Prognosen zeichnen ein düsteres Bild. 

US-Präsident Donald Trump hat die amerikanische Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf "sehr harte zwei Wochen" mit steigenden Todeszahlen eingestimmt. "Ich möchte, dass jeder Amerikaner auf die harten Tage vorbereitet ist, die vor uns liegen", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. "Wir werden zwei sehr harte Wochen durchmachen."

"Wir sind im Krieg mit einem tödlichen Virus", mahnte Trump. Das Virus fordere viele Menschenleben. "Es passieren Dinge in diesem Land, wie wir sie noch nie erlebt haben." Es sei eine "Frage von Leben und Tod", die herausgegebenen Richtlinien zu befolgen.

Trotz der düsteren Aussichten sieht sich der Präsident als Aufmunterer für die Nation. "Ich bin ein Cheerleader für das Land", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. "Ich will den Menschen Hoffnung geben." Er sei ein positiver Mensch, kein negativer. Die Regierung habe in der Krise bislang einen "fantastischen Job" gemacht.

Erneut dramatischer Anstieg der Infektions- und Todeszahlen

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in den USA war in den vergangenen Tagen dramatisch angestiegen. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Pandemie betroffen. Nachgewiesen sind bereits mehr als doppelt so viele Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 als in China, wo die Lungenerkrankung Covid-19 ihren Ausgang nahm: Bis Dienstagabend (Ortszeit) verzeichnete die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 180.000 Fälle. USA-weit starben demnach bereits mehr als 3.700 Menschen an dem Virus.

Verschärfte Prognose für Todeszahlen 

Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose trotz der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA wegen der Pandemie. Die Koordinatorin der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, die Ärztin Deborah Birx, stellte die Prognose am Dienstagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Washington vor. Man arbeite daran, die Zahl niedriger halten zu können. Die Bandbreite sei aber möglich.

Donald Trump, Deborah Birx: Die Infektions- und Todeszahlen in den USA sind erneut nach oben geschnellt. (Quelle: AP/dpa/Alex Brandon)Donald Trump, Deborah Birx: Die Infektions- und Todeszahlen in den USA sind erneut nach oben geschnellt. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa)

US-Präsident Donald Trump sagte, ohne Maßnahmen zur Eindämmung wären nach Prognosen zwischen 1,5 und 2,2 Millionen Tote zu befürchten gewesen. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, sagte auf die Frage, ob sich die Amerikaner auf die Wahrscheinlichkeit von 100.000 Toten einstellen müssten: "Die Antwort ist ja, so ernüchternd diese Zahl ist. Wir sollten darauf vorbereitet sein." Er hoffe weiterhin, dass diese Zahl nicht Wirklichkeit werde. Auch Trump nannte die Zahlen ernüchternd.


Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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