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Coronavirus – trauriger Rekord: USA verzeichnen fast 1.900 Corona-Tote an einem Tag

Trauriger Rekord  

USA verzeichnen fast 1.900 Corona-Tote an einem Tag

19.11.2020, 10:10 Uhr | dpa

Coronavirus – trauriger Rekord: USA verzeichnen fast 1.900 Corona-Tote an einem Tag. New York: Ärzte checken den Blutdruck eines Corona-Patienten. An einem Tag starben in den USA fast 1.900 Infizierte. (Quelle: imago images/ ZUMA Wire)

New York: Ärzte checken den Blutdruck eines Corona-Patienten. An einem Tag starben in den USA fast 1.900 Infizierte. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Die USA haben erneut eine traurige Wegmarke in der Corona-Pandemie erreicht: Eine Viertelmillion Menschen ist dem Virus dort schon erlegen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt immer schneller.

Die Zahl der Toten mit einer Coronavirus-Infektion in den USA ist auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Am Mittwoch meldeten die Behörden 1.848 Tote binnen 24 Stunden, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. 

Auch die Zahl der bestätigten Neuinfektionen erhöhte sich mit 170.161 Fällen weiter. Am gleichen Tag in der Vorwoche waren es noch rund 143.000 neue Fälle gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Neuinfektionen gemeldet wurden.

"Gefährlicher Punkt" in der Pandemie

Die USA befänden sich an einem "gefährlichen Punkt" in der Pandemie, sagte Admiral Brett Giroir, der der Corona-Arbeitsgruppe im Weißen Haus angehört, dem Sender MSNBC. "Im Moment verzeichnen wir den stärksten Anstieg der Fallzahlen, unsere Krankenhausaufnahmen nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu, unsere Todesfälle nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu – und das bewegt sich nicht in die richtige Richtung."

Es handele sich nicht um falschen Alarmismus, betonte der Gesundheitsbeamte. Die Steigerungsrate bei den Corona-Fällen sei zu keinem anderen Zeitpunkt in der Pandemie so schlimm gewesen. Die Corona-Neuinfektionen pro Tag bewegen sich in den USA auf sehr hohem Niveau. Seit Anfang November wurden täglich mehr als 100.000 Neuinfektionen gemeldet.

Ärzte in Schutzuniform in den USA: Das Land hat einen traurigen neuen Rekord verzeichnet.Ärzte in Schutzuniform in den USA: Das Land hat einen traurigen neuen Rekord verzeichnet. (Quelle: John Hart/Wisconsin State Journal via AP/Archivbild)Ärzte in Schutzuniform in den USA: Das Land hat einen traurigen neuen Rekord verzeichnet. (Quelle: John Hart/Wisconsin State Journal via AP/Archivbild)

Erst am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Viertelmillion-Marke bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben 250.537 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die meisten Todesfälle wurden in den Bundesstaaten New York, Texas und Kalifornien gemeldet. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Kritik an Donald Trumps Corona-Krisenmanagement 

Die Webseite der JHU wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher meist einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen der Universität nachträglich korrigiert. Die CDC gab die Zahl der Toten am Mittwochabend (Ortszeit) mit rund 248.000 an. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem für ältere oder immungeschwächte Menschen lebensgefährlich sein kann.

Kritiker werfen dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump schwere Versäumnisse in der Pandemie vor. Zuletzt äußerte sich Trump vor allem mit Blick auf die Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen, nicht aber zu den dramatisch steigenden Fallzahlen. Der gewählte Präsident Joe Biden forderte Sofortmaßnahmen von Trumps Regierung. Er will den Kampf gegen die Pandemie zur Priorität machen, sobald er ins Weiße Haus eingezogen ist. Die Amtseinführung ist für den 20. Januar geplant.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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