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Iran testet umstrittene Raketen und Drohnen

Kurz vor Bidens Amtsübernahme  

Iran testet umstrittene Raketen und Drohnen

16.01.2021, 15:27 Uhr | dpa, AFP, t-online

Iran testet umstrittene Raketen und Drohnen . Iran testet Raketen am Persischen Golf, das Foto stellten die Revolutionsgarden zur Verfügung.  (Quelle: dpa/Iranian Revolutionary Guard/Sepahnews)

Iran testet Raketen am Persischen Golf, das Foto stellten die Revolutionsgarden zur Verfügung. (Quelle: Iranian Revolutionary Guard/Sepahnews/dpa)

Die Mittelstreckenraketen reichen bis nach Israel, Regierungen in der Region sind deswegen in großer Sorge. Der Iran beklagt derweil US-amerikanische "Kriegshetzerei". 

Irans Streitkräfte haben bei Militärübungen am Persischen Golf erneut ihre umstrittenen Mittelstreckenraketen getestet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim verliefen die Tests am Samstag alle erfolgreich. Außer den Raketen mit einer Reichweite von 1.800 Kilometern waren in dem großangelegten Seemanöver der Marine und der Revolutionsgarden auch Marschflugkörper und Drohnen getestet worden.

Zudem wurden ein neuer Hubschrauberträger und ein neues Raketenschiff präsentiert. Sie sollen nach iranischen Angaben am Golf für mehr Sicherheit gegen potenzielle militärische Bedrohungen seitens der USA sorgen.

In den vergangenen Wochen gab es Spekulationen im Iran, dass US-Präsident Donald Trump vor dem Ende seiner Amtszeit noch einen militärischen Konflikt mit Teheran provozieren könnte. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hatte Trump und seinem Außenminister Mike Pompeo vorgeworfen, auch in den letzten Tagen ihrer Amtszeit "Kriegshetzerei" gegen den Iran betreiben zu wollen. "Ohne sie (Trump und Pompeo) wird der Planet besser dran sein", schrieb der iranische Chefdiplomat auf Twitter.

Schwere Wirtschaftskrise im Iran 

Trump war 2018 nicht nur aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 ausgestiegen, sondern seine Regierung verhängte auch drakonische Sanktionen gegen den Iran. Diese führten in den vergangenen zwei Jahren zu einer akuten Wirtschaftskrise in dem ölreichen Staat. Ruhani hofft, dass Trumps Nachfolger Joe Biden zum Atomdeal zurückkehren und auch die Sanktionen aufheben wird. Im Juni steht im Iran eine Präsidentenwahl an.

Hassan Ruhani, Präsident des Iran (Quelle: dpa/Iranian Presidency/dpa)Hassan Ruhani, Präsident des Iran (Quelle: Iranian Presidency/dpa/dpa)

Die iranischen Manöver sind nach Angaben der Führung in Teheran keine Bedrohung für die Länder in der Region, sondern dienen lediglich der Verteidigung des Landes gegen eventuelle Angriffe. Der Westen und die arabischen Golfstaaten sehen das anders. Für sie ist das iranische Militär- und Raketenprogramm eine Gefahr für die Golfregion, wo rund 40 Prozent der weltweiten Rohöltransporte abgewickelt werden. Zudem besteht die Sorge, dass besonders Irans Mittelstreckenraketen mit Reichweiten bis zu 2.200 Kilometern jeden Teil Israels treffen könnten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp

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