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Verwirrung um Russlands Verteidigungsminister Schoigu geht weiter


Diesmal wirklich?
Neues Video soll Russlands Verteidigungsminister zeigen

Von t-online, mk

29.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Sergej Schoigu: Zuletzt verlangten selbst russische Journalisten ein Lebenszeichen des 66-Jährigen.Vergrößern des BildesSergej Schoigu: Zuletzt verlangten selbst russische Journalisten ein Lebenszeichen des 66-Jährigen. (Quelle: Alexei Nikolsky/dpa)
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Mit einem "Beweisvideo" wollte der Kreml die Spekulationen um Verteidigungsminister Sergej Schoigu ausräumen, doch an der Echtheit der Bilder gab es Zweifel. Jetzt sind neue Aufnahmen aufgetaucht.

Mehr als zwei Wochen lang war Sergej Schoigu nicht in der Öffentlichkeit zu sehen und das mitten in einem Krieg, den er wesentlich zu verantworten hat. Versuche des Kreml, die Spekulationen über den Verbleib des Verteidigungsministers auszuräumen, stifteten eher neue Verwirrung. Jetzt hat der regierungsnahe TV Sender "NTW" ein offenbar neues, sechs Minuten langes Video mit Schoigu veröffentlicht:

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Darin spricht Schoigu über den Strategiewechsel der russischen Invasionstruppen im Norden der Ukraine. Demnach wolle die russische Armee ihre militärischen Aktivitäten bei Kiew und Tschernihiw "deutlich reduzieren". Das Hauptziel sei nun die Eroberung der Donbass-Region in der Ostukraine. Das hatte zuvor auch Schoigus Stellvertreter Alexander Fomin am Rande der Gespräche mit ukrainischen Vertretern in Istanbul mitgeteilt. In Friedenszeiten hätte der kurze Auftritt Schoigus wohl kaum jemanden interessiert, doch zuletzt verlangten selbst russische Journalisten ein Lebenszeichen des 66-Jährigen.

Kreml blamiert sich mit manipulierten Schoigu-Videos

Am 11. März war Schoigu zum letzten Mal öffentlich gesehen worden, nachdem er zuvor seit Kriegsbeginn jeden Tag im russischen Fernsehen aufgetreten war. Gerüchte kamen auf, der Putin-Vertraute Schoigu habe einen Herzinfarkt erlitten – zu Sowjetzeiten oft ein schlechtes Zeichen für den Betroffenen. Vorige Woche versuchte der Kreml, die Spekulationen mit einem Video mit Schoigu aus der Welt zu räumen, offenbarte dabei aber eher seine Nachlässigkeit bei der Bildmanipulation.

Gefälscht waren möglicherweise auch Aufnahmen, die der Kreml am Tag darauf veröffentlichte. Sie sollten Schoigu im russischen nationalen Sicherheitsrat zeigen. Fachleute fanden aber auch in diesem Video verräterische Spuren, die auf eine Montage hindeuten. Unklar ist auch, ob das jetzt veröffentlichte Video authentisch ist.

Schoigu und Gerassimow halten zwei der drei Atomkoffer

Hintergrund der Spekulationen ist die Frage, ob Schoigu angesichts des desaströsen Ukraine-Feldzugs bei Machthaber Wladimir Putin in Ungnade gefallen ist. Aus der Öffentlichkeit verschwunden ist auch der Chef des russischen Generalstabs, Waleri Gerassimow. Auch sein letzter bestätigter Auftritt in der Öffentlichkeit war am 11. März.

Schoigu und Gerassimow verfügen über zwei der drei russischen Atomkoffer, die die Abschusscodes für Raketen, Bomber und Atom-U-Boote enthalten. Den dritten Koffer hat Präsident Putin. Für einen Abschussbefehl sind die Codes aus zweien der drei Koffer nötig.

Verwendete Quellen
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