• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Terrorismus: Israel erlebt schlimmste Anschlagswelle seit Jahren


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextSchwerer Wohnmobil-Unfall auf A8Symbolbild für einen TextARD-Skandal: Zwei Fahrer für Direktorin?Symbolbild für ein VideoHelikopterabsturz: Video rettet PolitikerSymbolbild für einen TextDeutsche pessimistisch wie nie zuvorSymbolbild für einen TextUrlauberin von Sonnenschirm aufgespießtSymbolbild für ein VideoArmee muss Tiere vor Verdursten rettenSymbolbild für einen TextPolizei sucht vermisste ElfjährigeSymbolbild für einen TextWütende Fans zünden Spieler-Autos anSymbolbild für einen TextTopklub will Stadionbesitzer verklagenSymbolbild für einen TextTommy Lee sorgt mit Penisbild für WirbelSymbolbild für einen TextGas-Alarm: Häuser in Berlin geräumtSymbolbild für einen Watson TeaserLeipzig will Stars loswerden wegen WernerSymbolbild für einen TextÜberbein behandeln

Israel erlebt schlimmste Anschlagswelle seit Jahren

Von dpa
Aktualisiert am 30.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Israelische Trauernde nehmen an der Beerdigung teil.
Israelische Trauernde nehmen an der Beerdigung teil. (Quelle: Ilia Yefimovich/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Tel Aviv/Ramallah (dpa) - Es war die blutigste Woche in Israel seit 16 Jahren. Elf Menschen sind bei insgesamt drei Anschlägen getötet worden - so viele waren zuletzt bei einem Selbstmordanschlag in Tel Aviv im April 2006 ums Leben gekommen.

Nach dem jüngsten Anschlag in Bnei Brak bei Tel Aviv mit fünf Todesopfern drang Israels Armee in der Nacht zum Mittwoch in den Wohnort des mutmaßlichen palästinensischen Täters ein. In dem Ort Jabed nahe der Palästinenserstadt Dschenin seien sechs junge Männer festgenommen worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.

Am Dienstagabend hatte ein 27-jähriger Palästinenser in Bnei Brak mit einem Sturmgewehr des Typs M16 das Feuer auf Passanten eröffnet. Er wurde daraufhin von Polizisten erschossen. Unter den Todesopfern waren ein Polizist - ein christlicher Araber - sowie zwei Ukrainer. Die beiden anderen Opfer waren Einwohner der mehrheitlich strengreligiösen Stadt Bnei Brak - einer davon hatte den Berichten zufolge seinen zweijährigen Sohn auf dem Arm, der unverletzt blieb.

Weitere Eskalation der Gewalt befürchtet

In einer Videobotschaft lobten Mitglieder der palästinensischen Al-Aksa-Brigaden in Dschenin den Anschlag. Einer von drei Vermummten kündigte darin auf Hebräisch einen "Krieg im ganzen Staat Israel" an. Die Al-Aksa-Brigaden sind der militärische Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Es handelt sich jedoch um ein lockeres Netzwerk ohne klare Hierarchie, örtliche Gruppierungen agieren oft auf eigene Faust.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Gerhard Schröder verklagt den Bundestag
Gerhard Schröder (Archivbild): Der SPD-Politiker darf vorerst in der Partei bleiben.


Präsident Abbas verurteilte den Anschlag in Bnei Brak nach Angaben von Wafa. Die Tötung von Palästinensern und Israelis werde "nur zu einer weiteren Verschlechterung der Lage beitragen", insbesondere angesichts der anstehenden Feiertage von Muslimen, Christen und Juden. Während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der Anfang April beginnt, wird eine weitere Eskalation der Gewalt befürchtet. Unklar ist, ob Israel geplante Erleichterungen für die Palästinenser zum Ramadan nun wieder streicht.

Bei einem Anschlag in der Wüstenstadt Beerscheva waren vor einer Woche bereits vier Israelis getötet worden, in der Küstenstadt Chadera wurden am Sonntag zwei Polizisten erschossen. Beide Anschläge wurden von Arabern mit israelischer Staatsangehörigkeit verübt. Alle drei waren Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

Mit dem Anschlag eines Palästinensers nahe Tel Aviv habe sich nun die Sorge bewahrheitet, die Bluttaten könnten Nachahmer aus dem besetzten Westjordanland finden, schrieb die israelische Zeitung "Haaretz" am Mittwoch.

Im Westjordanland und Gazastreifen sowie im Libanon kam es nach dem Anschlag in Bnei Brak zu spontanen Freudenfeiern. Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas nannte den Anschlag auch eine "rasche Reaktion auf den Gipfel der Schande in der Negev-Wüste". Am Montag waren Außenminister vier arabischer Staaten, Israels und der USA in dem Wüstenort Sde Boker zusammengekommen. Sie demonstrierten damit den Willen zu einer stärkeren Zusammenarbeit und setzten ein Zeichen gegen den Iran. Die Palästinenser waren an dem Gipfel nicht beteiligt gewesen.

1000 Soldaten verstärken Polizei

Der palästinensische Politikwissenschaftler Dschihad Harb sieht die fortwährenden israelischen Beschränkungen in den besetzten Palästinensergebieten und die politische Hoffnungslosigkeit als Nährboden für Anschläge. Harb rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Gewaltwelle: "Wir könnten angesichts der Umstände weitere dieser Attacken sehen."

Um genau dies zu verhindern, ist die israelische Polizei in höchster Alarmbereitschaft. Die Präsenz an belebten Orten soll deutlich verstärkt werden. Die Polizei soll auch durch 1000 Soldaten verstärkt werden, wie Verteidigungsminister Benny Gantz entschied.

Die Gewaltwelle erhöht auch den Druck auf die ohnehin fragile Acht-Parteien-Koalition in Israel. Sie umfasst Parteien aller Couleur - rechte, linke und der Mitte - sowie eine arabische Partei. Diese hat sich von den Anschlägen klar distanziert.

Regierungschef Naftali Bennett sagte nach Sicherheitsberatungen, Israel stehe vor einer "herausfordernden Periode". In der Geschichte des Landes habe es immer wieder solche Terrorwellen gegeben. "Sie haben uns damals nicht gebrochen, und sie werden uns auch jetzt nicht brechen."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Von Lisa Becke
IsraelPolizeiTel AvivTerrorismus
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website