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Kriegsverbrechen in Ukraine: USA haben Beweise für russische Hinrichtungen


Kriegsverbrechen in Ukraine
USA berichten von Beweisen für russische Hinrichtungen

Von t-online, lw

Aktualisiert am 28.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Gräber in Butscha: Zahlreiche Zivilisten sind in der Stadt gestorben.Vergrößern des BildesGräber in Butscha: Zahlreiche Zivilisten sind in der Stadt gestorben. (Quelle: Zuma Wire/imago-images-bilder)
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Die russische Armee soll schreckliche Verbrechen in der Ukraine begangen haben – unter anderem die Exekution wehrloser Menschen. Die Vereinigten Staaten haben offenbar Beweise gefunden.

Die USA hätten glaubwürdige Informationen, dass russische Soldaten Ukrainer hingerichtet hätten, die sich ergeben wollten. Das sagte die Sonderbotschafterin für globale Strafjustiz Beth Van Schaack dem Nachrichtensender CNN zufolge am Mittwoch bei den Vereinten Nationen.

"Wir haben jetzt glaubwürdige Informationen, dass eine russische Militäreinheit, die in der Nähe von Donezk operiert, Ukrainer exekutiert hat, die versuchten, sich zu ergeben – anstatt sie in Gewahrsam zu nehmen", sagte Van Schaak. "Sollte dies zutreffen, wäre das ein Verstoß gegen ein zentrales Prinzip des Kriegsrechts: das Verbot der standrechtlichen Hinrichtung von Zivilisten und Kombattanten, die aufgrund einer Kapitulation, einer Verletzung oder einer anderen Form der Kampfunfähigkeit außer Gefecht gesetzt sind."

"Glaubwürdige Berichte über sexualisierte Gewalt gegen Frauen"

Die US-Juristin sagte, den USA lägen zudem "glaubwürdige Berichte über Personen vor, die mit gefesselten Händen exekutiert wurden, über Leichen, die Folterspuren aufwiesen, und über entsetzliche Berichte über sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen".

Diese Bilder und Berichte deuteten darauf hin, dass die Gräueltaten nicht das Ergebnis von abtrünnigen Einheiten oder Einzelpersonen seien. Sie offenbarten vielmehr ein "zutiefst beunruhigendes Muster systematischer Misshandlungen in allen Gebieten, in denen Russlands Streitkräfte tätig sind", so Van Schaak.

"Die Welt schaut zu, und ihr werdet zur Rechenschaft gezogen"

Weiter betonte sie: "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass diejenigen, die diese Verbrechen ausgelöst, begangen und angeordnet haben, zur Rechenschaft gezogen werden müssen, und die Beweise für diese Verbrechen häufen sich täglich." Die einfache Botschaft an die militärische und politische Führung Russlands und die Akten laute: "Die Welt schaut zu, und ihr werdet zur Rechenschaft gezogen."

Die USA begrüßten die Untersuchung des International Criminal Court der in der Ukraine begangenen Gräueltaten, sagte Van Schaak und verwies auf das gemeinsame Ziel der Beteiligten, Gerechtigkeit zu erreichen. "Die Vereinigten Staaten unterstützen eine Reihe von internationalen Ermittlungen zu den Gräueltaten in der Ukraine. Dazu gehören die Untersuchungen des Internationalen Strafgerichtshofs, der Uno und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa."

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