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Kriegsverbrechen in Ukraine: Russische Soldaten sollen Männer vergewaltigt haben


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Russische Soldaten sollen auch Männer vergewaltigt haben

Von t-online
Aktualisiert am 04.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Soldaten in Irpin
Soldaten in Irpin (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)
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Nicht nur Frauen sollen unter den Vergewaltigungsopfern in der Ukraine sein. Die bislang bekannten Verbrechen seien außerdem nur die "Spitze des Eisbergs", warnte die UN-Beauftragte Pramila Patten.

Auch Männer und Jungen sollen unter den mutmaßlichen Vergewaltigungsopfern in der Ukraine sein. Das sagten Beamte der Vereinten Nationen und der Ukraine am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Kiew. Darüber berichtet der britische "Guardian". Sie habe solche Berichte erhalten, sagte Pramila Patten, die UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt bei Konflikten, demnach. Diese seien jedoch noch nicht überprüft.


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Zahlreiche Fälle sexualisierter Gewalt, ausgeübt durch die russischen Truppen in der Ukraine, werden bereits untersucht. Diese Fälle seien nur die "Spitze des Eisbergs", warnte Patten und rief Überlebende dazu auf, kein Stillschweigen darüber zu bewahren.

UN-Sonderbeauftragte Pramila Patten und die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Olha Stefanishyna bei einer gemeinsamen Pressekonferenz: "Nur die Spitze des Eisbergs".
UN-Sonderbeauftragte Pramila Patten und die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Olha Stefanishyna bei einer gemeinsamen Pressekonferenz: "Nur die Spitze des Eisbergs". (Quelle: Anatolii Siryk/imago-images-bilder)
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Patten fügte hinzu, dass es für männliche Überlebende von Vergewaltigungen besonders schwierig sein könne, die Verbrechen anzuzeigen. "Für Frauen und Mädchen ist es unter anderem wegen der Stigmatisierung schwierig, [Vergewaltigung] anzuzeigen, aber für Männer und Jungen ist es oft noch schwieriger. Wir müssen diesen sicheren Raum für alle Opfer schaffen, damit sie Fälle von sexualisierter Gewalt melden können", erklärte die UN-Beauftragte.

Die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa am Dienstag: Moskau setze Vergewaltigungen bewusst ein, mit dem Ziel, die Zivilbevölkerung zu verängstigen.
Die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa am Dienstag: Moskau setze Vergewaltigungen bewusst ein, mit dem Ziel, die Zivilbevölkerung zu verängstigen. (Quelle: Valentyn Ogirenko/Reuters-bilder)

Die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa erklärte am Dienstag, ihre Behörde habe Berichte über sexualisierte Gewalt durch russische Truppen gegen Männer und Frauen aller Altersgruppen, von Kindern bis zu älteren Menschen, gesammelt. In Irpin, einem Vorort von Kiew, würde Moskau Vergewaltigungen als bewusste Kriegsstrategie nutzen, um den Widerstand der ukrainischen Bevölkerung zu brechen und die Ukraine zur Kapitulation zu bewegen, hieß es.

Nach dem humanitären Völkerrecht zählen Vergewaltigungen zu Kriegsverbrechen, genauso wie beispielsweise Folter, Tötung, Nötigung oder Vertreibung von Zivilisten.

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Verwendete Quellen
  • Guardian: "Men and boys among alleged rape victims of Russian soldiers in Ukraine"
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Von Lars Wienand
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