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Australischer Geheimdienst hebt Netzwerk voller russischer Spione aus


Australien hebt "Bienenstock" voller Spione aus

Von t-online, wan

Aktualisiert am 25.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Mike Burgess, Chef der australischen Geheimdienste (Archivbild): Er verk├╝ndete einen schweren Schlag gegen Spione.
Mike Burgess, Chef der australischen Geheimdienste (Archivbild): Er verk├╝ndete einen schweren Schlag gegen Spione. (Quelle: IMAGO/MICK TSIKAS)
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Australien hat ein Spionagenetzwerk ausgehoben. Geheimdienstchef Mike Burgess sprach von einem "Bienenstock" voller Spione.

Der australische Geheimdienst hat einen gr├Â├čeren Spionagering ausgehoben. Das berichtete der Chef der Australian Security Intelligence Organisation (ASIO), Mike Burgess, bei seiner j├Ąhrlichen Ansprache zur Sicherheit des Landes. Angeblich handelt es sich dabei um russische Geheimdienstmitarbeiter, die sich als Diplomaten ausgegeben haben sollen.

Der Geheimdienstchef sprach von "nichtdeklarierten, verdeckt operierenden" Personen, die schon l├Ąnger im Land gewesen seien. Die Zahl der jetzt enttarnten Spione sei nochmal gr├Â├čer und gef├Ąhrlicher als ein "Nest", das vor zwei Jahren ausgehoben wurde. Jetzt sei aber ein "ganzer Bienenstock" ausgeschaltet worden.

"Uns war klar, dass die Spione gut ausgebildet waren, weil sie versuchten, ihre Aktivit├Ąten mit ausgekl├╝geltem Handwerk zu verschleiern. Sie waren gut ÔÇô aber ASIO war besser", sagte Burgess. Die Geheimdienste h├Ątten immer wieder Versuche entdeckt, australische Medien zu hacken. "So viele, dass es aussah wie eine Kampagne", so Burgess. Spione h├Ątten auch versucht, erfahrene Journalisten f├╝r sich zu gewinnen.

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Bericht: Spione kamen aus Russland

Burgess nannte kein Herkunftsland der Spione. Der "Sydney Morning Herald" hingegen will herausgefunden haben, dass es sich um Russen gehandelt haben soll, die unter anderem von der Botschaft in Canberra aus arbeiteten. Das berichtete das Blatt am Freitag. Das Ziel des Spionagerings sei gewesen, Australier mit Zugang zu geheimen Informationen zu rekrutieren und "ausgefeilte Technologie zu verwenden, um Daten zu stehlen und zu kommunizieren", ohne abgefangen zu werden.

W├Ąhrend in den USA und in Europa Hunderte russische Diplomaten ausgewiesen wurden, habe Australien aber versucht, eine Gegenspionage-Aktion durchzuf├╝hren. Allerdings habe es auch aus China Versuche gegeben, auf australische Soldaten und Milit├Ąrpersonal Einfluss zu nehmen.

Russisches Spionagenetz offenbar angeschlagen

Die Washington Post hatte vor kurzem berichtet, dass das russische weltweite Spionagenetzwerk erheblich geschw├Ącht sei. Festnahmen von Moskauer Geheimdienstmitarbeitern und Ausweisungen von Botschaftsangeh├Ârigen haben nach Angaben von amerikanischen Offiziellen dem Kreml gro├čen Schaden zugef├╝gt. Machthaber Wladimir Putin, einst selbst KGB-Agent, und seine Geheimdienste seien wom├Âglich von den westlichen Aktionen ├╝berrascht worden, berichtete die "Washington Post".

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Demnach seien die russischen Geheimdienste innerhalb eines Jahres st├Ąrker geschw├Ącht worden als je zuvor seit dem Kalten Krieg. Nicht namentlich genannte Quellen sagten der US-Zeitung, dass es durch die Festnahmen f├╝r Russland schwieriger geworden sei, Operationen in Europa durchzuf├╝hren und mit seinen Spionen in Kontakt zu stehen.

Deutschland hatte bereits im April 2022 Dutzende russische Diplomaten zu unerw├╝nschten Personen erkl├Ąrt. Frankreich wies ebenfalls russische Botschaftsangeh├Ârige aus, Litauen gleich den Botschafter selbst. Insgesamt mussten innerhalb eines Monats 135 Personen aus Russland die EU verlassen, bis heute sind es fast 400. Innenministerin Nancy Faeser hatte damals erkl├Ąrt, alle in Deutschland betroffenen Personen arbeiteten f├╝r russische Geheimdienste.

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