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Krieg in Nahost: Jüngste Hamas-Geisel soll tot sein – Baby war 10 Monate alt


Jüngste Hamas-Geisel soll tot sein


Aktualisiert am 30.11.2023Lesedauer: 2 Min.
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Ein Demonstrant mit dem Flyer der jüngsten Geisel: Das zehn Monate alte Baby ist noch in den Händen von Terroristen. (Quelle: IMAGO/Vuk Valcic/imago)

Die jüngste Hamas-Geisel ist gerade einmal zehn Monate alt. Nun soll das Baby und seine Familie tot sein, meldet die Hamas.

Kfir Bibas ist die jüngste Geisel, die von der Terrororganisation Hamas entführt wurde. Das 10 Monate alte Baby wurde gemeinsam mit seinen Eltern und seinem vier Jahre alten Bruder festgehalten. Nun soll Kfir, sein vierjähriger Bruder Ariel sowie die Mutter Shiri in der Geiselhaft gestorben sein, berichtet die Hamas. Angeblich seien die drei Geiseln bei früheren israelischen Bombardierungen gestorben, teilen die Kassam-Brigaden mit. Die israelische Armee erklärt, sie prüfe die Angaben zum Tod der Geiseln.

Belege dafür legte die Terrororganisation nicht vor. Eine ähnliche Behauptung hatte sich in einem anderen Entführten-Fall als unwahr herausgestellt. So war eine ältere israelische Frau zunächst für tot erklärt, dann aber lebend freigelassen worden.

Familie wurde an Volksfront zur Befreiung Palästinas übergeben

Zuvor hieß es von einem Sprecher des israelischen Militärs, Avichay Adraee, auf der Internetplattform X, vormals Twitter: Die Hamas habe die Familie an eine andere Terrororganisation übergeben – die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Die nicht-religiöse PFLP wird in den USA und der EU als Terrororganisation geführt. Ihre Ausrichtung wird als marxistisch-leninistisch beschrieben.

Die Familie soll sich nach Angaben von Adraee in Chan Junis befunden haben. Es wird vermutet, dass Israel die Bodenoffensive nach Ablauf der Feuerpause in der Region fortsetzen wird. Im Zuge des Geisel-Deals sollte die Hamas Frauen und Kinder eigentlich zuerst freilassen. Wie perfide sich die Terrororganisation bei der Übergabe der Geiseln verhält, sehen Sie hier.

Video | Hamas lässt weitere Geiseln frei
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Quelle: Reuters

Noch immer befinden sich Kinder unter den Geiseln

Adraee schrieb dazu am Montag auf X: "Im Hamas-Gefängnis werden Kleinkinder unter einem Jahr festgehalten, die seit mehr als 50 Tagen nicht das Tageslicht gesehen haben. Hamas behandelt sie wie Beute und übergibt sie manchmal an andere Terrororganisationen im Gazastreifen."

In einem ebenfalls auf X veröffentlichten Video bezeichnet die Tante des zehn Monate alten Babys den Auswahlprozess, welche Geiseln freikommen, als "psychologische Folter". Am Montag hatte sie erfahren, dass ihre Angehörigen nicht unter den Freigelassenen sind.

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Die vier Familienmitglieder gehörten zu den 240 Geiseln, die die Terrororganisation Hamas im Zuge ihres Überfalls auf Israel am 7. Oktober entführt hat. 1.200 Menschen wurden an diesem Tag getötet. Seit Beginn der Feuerpause am Freitag wurden 81 Geiseln freigelassen, darunter 61 Israelis. Israel hat bislang 180 palästinische Häftlinge entlassen, die meisten von ihnen Frauen und Minderjährige. Am Mittwoch sollen zehn weitere Geiseln freikommen. Alle aktuellen Details zum Krieg in Nahost lesen Sie hier.

Am Montag hatte die Hamas eingewilligt, die Feuerpause mit Israel um weitere zwei Tage zu verlängern und in dieser Zeit erneut Geiseln freizulassen. Israel entlässt im Gegenzug palästinische Häftlinge.

Verwendete Quellen
  • mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
  • telegraph.co.uk: "Hamas ‘no longer has control’ of its youngest Israeli hostage" (englisch)
  • news.com.au: "Israel Gaza war: Hamas’ sick trade of 10-month-old baby to another Palestinian terror group" (englisch)
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