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Iran und Schweden tauschen Gefangene aus


"Zynisches Verhandlungsspiel"
Iran und Schweden tauschen Gefangene aus

Von dpa
15.06.2024Lesedauer: 2 Min.
1763958853Vergrößern des BildesSpezialkräfte der iranischen Polizei: Den Gefangentausch hat Oman vermittelt. (Quelle: NurPhoto/getty-images-bilder)
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Zwei Schweden kehren aus iranischer Haft in ihr Heimatland zurück. Dafür hat Schweden offenbar einen Iraner freigelassen, der wegen Beteiligung an Massenhinrichtungen verurteilt worden war.

Der Iran und Schweden haben nach Angaben des Vermittlers Oman einen Gefangentausch vollzogen. Staatsbürger beider Länder seien am Samstag in die Hauptstadt des Golfsultanats, Muskat, geflogen worden, berichtete das omanische Außenministerium. Bereits in der Vergangenheit hatte der kleine Staat am Persischen Golf zwischen Iran und dem Westen in diplomatischen Fällen vermittelt.

Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson bestätigte, dass zwei schwedische Staatsbürger auf dem Weg in ihre Heimat seien.

"Zynisches Verhandlungsspiel"

Nach Angaben aus Teheran wurde in Schweden der zu lebenslanger Haft verurteilte Hamid N. freigelassen. Der 63-Jährige war im Juli 2022 in Stockholm wegen der Beteiligung an Massenhinrichtungen politischer Gefangener im Iran Ende der 1980er Jahre verurteilt worden. Aus Stockholm gab es dafür keine Bestätigung. Kristersson sagte lediglich, der Iran habe die beiden Schweden "zu einem Pfand in einem zynischen Verhandlungsspiel gemacht, mit dem Ziel, den iranischen Staatsbürger Hamid N." aus schwedischer Haft freizupressen.

Von Teheran freigelassen worden seien der EU-Mitarbeiter Johan Floderus sowie Said Asisi, der im Iran zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war, sagte Regierungschef Kristersson. Mit dem Mediziner Ahmad Resa Dschalali ist mindestens ein weiterer schwedischer Staatsbürger im Iran inhaftiert.

Die Beziehungen zwischen Schweden und dem Iran hatten sich wegen der diplomatischen Fälle zuletzt deutlich abgekühlt. Im Mai 2023 ließ Teheran einen schwedisch-iranischen Dissidenten hinrichten, dem terroristische Aktivitäten zur Last gelegt worden waren. Kritiker hatten dem Iran immer wieder vorgeworfen, mit der Inhaftierung der schwedischen Staatsbürger Hamid N. freipressen zu wollen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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