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Türkei droht USA wegen Waffenlieferung an Kurden

Türkei droht Trump  

US-Waffenlieferungen an Kurden "werden Folgen haben"

10.05.2017, 18:13 Uhr | dpa, pdi

Türkei droht USA wegen Waffenlieferung an Kurden. Mitglieder der syrischen Kurdenmiliz YPG nach ihrem Sieg gegen den Islamischen Staat in Kobane (Syrien) im Januar 2015. (Quelle: dpa/EPA/STR)

Mitglieder der syrischen Kurdenmiliz YPG nach ihrem Sieg gegen den Islamischen Staat in Kobane (Syrien) im Januar 2015. (Quelle: EPA/STR/dpa)

Die türkische Regierung  reagiert aufgebracht auf die Entscheidung der USA, die Kurdenmiliz YPG mit Waffen im Kampf gegen den IS in Syrien auszurüsten. Ministerpräsident Yildirim droht dabei den USA sogar mit Konsequenzen.

Noch habe die US-Regierung die Chance, die türkischen Befindlichkeiten zu berücksichtigen, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am Mittwoch in Ankara. "Fällt die Entscheidung anders aus, wird das sicherlich Folgen haben und auch negative Ergebnisse für die USA nach sich ziehen."

Der stellvertretende türkische Ministerpräsident Nurettin Canikli bezeichnete die geplanten US-Waffenlieferungen an die syrischen Kurden als "nicht akzeptabel". "Wir erwarten, dass von diesem Fehler abgesehen wird", teilte er via Twitter mit. Eine solche Politik nutze niemandem.

Treffen zwischen Trump und Erdogan in Washington

US-Präsident Donald Trump hatte dem Verteidigungsministerium am Dienstag grünes Licht für die geplanten Waffenlieferungen gegeben. Bei den Lieferungen handelt es sich  nach Angaben des Pentagons um Handfeuerwaffen, Maschinengewehre, Munition und gepanzerte Fahrzeuge.

Die Türkei sieht in der Miliz einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie deshalb. Die US-Regierung erkennt offiziell nur die PKK als Terrororganisation an. Die YPG ist im Kampf gegen den IS ein wichtiger Partner.

Trump will sich in der kommenden Woche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington treffen. Zurzeit sind nach Angaben des Senders TRT Erdogans Armeechef Hulusi Akar, der Geheimdienstchef Hakan Fidan und Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin in den USA.

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