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Donald Trump droht nach Nordkoreas Nukleartest mit Atomwaffen


Nach Nordkoreas Nuklear-Test
Trump droht Kim mit Atomschlag

afp, dpa, dru

04.09.2017Lesedauer: 2 Min.
US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Garten des Weißen Hauses.Vergrößern des BildesUS-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Garten des Weißen Hauses. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa-bilder)
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Die USA haben im Konflikt mit Nordkorea nochmals den Ton verschärft. Präsident Donald Trump schloss in einem Telefonat mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe auch den Einsatz von Atomwaffen zur Landesverteidigung nicht aus. Südkorea startete als Antwort auf Pjöngjangs Nukleartest ein Manöver für einen Raketenangriff.

Trump sagte Abe in dem Telefongespräch erneut zu, dass die USA ihr eigenes Gebiet sowie ihre Verbündeten verteidigen würden, wobei "die volle Bandbreite der diplomatischen, konventionellen und nuklearen Möglichkeiten eingesetzt" würde, teilte das Weiße Haus mit. Beide Spitzenpolitiker hätten Nordkoreas "anhaltende destabilisierende und provozierende Aktionen" verurteilt, die "eisenharten" beiderseitigen Verteidigungsverpflichtungen bekräftigt und eine weitere enge Zusammenarbeit vereinbart, hieß es weiter.

Nordkorea hatte die Weltgemeinschaft am Sonntag mit einem erneuten Atomwaffentest schockiert, das Staatsfernsehen des Landes sprach von einer Wasserstoffbombe. Trump hatte daraufhin die "Besänftigungspolitik" gegenüber Nordkorea für gescheitert erklärt. Auf die Frage eines Reporters, ob er einen Militärangriff auf Nordkorea plane, sagte Trump: "Wir werden sehen."

Verteidigungsminister James Mattis sagte, Washington werde jede Bedrohung seines Territoriums oder seiner Verbündeten durch Nordkorea mit einer "massiven militärischen Reaktion" beantworten. Die Regierung in Washington strebe nicht die Vernichtung eines Landes an, namentlich Nordkorea. "Aber wir haben viele Optionen, dies zu tun", sagte Mattis.

Putin ruft zu besonnenem Handeln auf

Russlands Präsident Wladimir Putin mahnte alle Parteien zu Besonnenheit. Der Kremlchef fordere dazu auf, "sich nicht von Emotionen leiten zu lassen, ruhig und ausgeglichen zu reagieren", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow. Eine umfassende Lösung könne nur mit politischen und diplomatischen Mitteln gefunden werden. "Bislang kann man feststellen, dass die bereits bestehenden Sanktionen keine positiven Ergebnisse gebracht haben", sagte Peskow. "Im Gegenteil: Die Situation lässt sehr zu wünschen übrig."

Der UN-Sicherheitsrat tritt am Montag zu einer Sondersitzung zusammen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Atomtest und sprach von einer schwerwiegenden Destabilisierung der Sicherheit in der Region. Er rief den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un dazu auf, derartige Handlungen einzustellen. Der UN-Sicherheitsrat hatte erst im Juli die Strafmaßnahmen gegen die Regierung in Pjöngjang als Reaktion auf Raketentests verschärft.

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