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Nordkorea: Kim Jong Un lässt offenbar Raketen-Startanlage abbauen

Nach Gipfel mit Trump  

Kim lässt offenbar Raketen-Startanlage abbauen

24.07.2018, 07:14 Uhr | dpa, job

Nordkorea: Kim Jong Un lässt offenbar Raketen-Startanlage abbauen. Kim Jong Un: Der nordkoreanische Machthaber lässt offenbar die Raketen-Startanlage Sohae abbauen. (Quelle: AP/dpa/Evan Vucci)

Kim Jong Un: Der nordkoreanische Machthaber lässt offenbar die Raketen-Startanlage Sohae abbauen. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa)

Trump ist erfreut: Nordkorea baut einem Bericht zufolge eine Raketen-Startanlage ab. So will das Regime Vertrauen gewinnen. Sein Atomprogramm betreibt Kim aber anscheinend weiter.

Nordkorea hat offenbar damit begonnen, die Raketen-Startanlage Sohae an der Westküste des Landes abzubauen. Das berichtet die auf Nordkorea spezialisierte Seite "38 North" des US-Korea-Instituts. Als Beleg dafür führt sie Satellitenbilder der vergangenen Tage an. In der Analyse wird der Abbau als Hinweis darauf gewertet, dass Machthaber Kim Jong Un erste Schritte zur Umsetzung des vor sechs Wochen in Singapur erzielten Gipfelabkommens mit den USA eingeleitet habe. Offensichtlich handele es sich um eine "bedeutende Maßnahme zur Vertrauensbildung".



Kim hatte bei seinem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump am 12. Juni seine Bereitschaft "zur kompletten Denuklearisierung" erklärt. Unklar blieb jedoch, wie und bis wann die Abrüstung erfolgen soll. Trump versprach Nordkorea seinerseits unter anderem "Sicherheitsgarantien".

Satellitenbild der Raketen-Startanlage Sohae: Der Abbau hat offenbar begonnen, wie diese Aufnahme zeigen soll, die von der auf Nordkorea spezialisierten Internetseite "38 North" veröffentlicht wurde. (Quelle: dpa/38 North/YNA)Satellitenbild der Raketen-Startanlage Sohae: Der Abbau hat offenbar begonnen, wie diese Aufnahme zeigen soll, die von der auf Nordkorea spezialisierten Internetseite "38 North" veröffentlicht wurde. (Quelle: 38 North/YNA/dpa)

Nordkorea hatte in den vergangenen Jahren mehrfach von Sohae aus Weltraumraketen gestartet und behauptet, diese hätten Satelliten ins All gebracht. Die Weltgemeinschaft ging hingegen von verdeckten Tests ballistischer Langstreckenraketen aus, die Atomwaffen tragen könnten.

US-Präsident Trump betonte, Nordkorea habe seit neun Monaten keine Rakete mehr abgeschossen und auch keine Atomtests mehr durchgeführt. "Japan ist glücklich, ganz Asien ist glücklich", schrieb er auf Twitter. Auch er selbst sei "sehr glücklich".

Atomprogramm wird wohl weiter ausgebaut 

Allerdings hatte "38 North" Anfang des Monats berichtet, dass Nordkorea trotz anders lautender Beteuerungen wohl sein Atomprogramm ausbaut. Bilder sollten damals zeigen, wie das nordkoreanische Regime das nukleare Forschungszentrum Nyongbyon aufrüstet. In der wahrscheinlich bedeutendsten Forschungs- und Produktionsstätte für Nukleartechnologie und -waffen wird Uran waffenfähig angereichert. Die Ausbauten seien zwar schon vor dem Kim-Trump-Treffen geplant gewesen, hieß es in der Analyse von "38 North", aber auch nach dem Gipfel offensichtlich nicht gestoppt worden.

Ende Mai soll Nordkorea ein Atomtestgelände gesprengt haben. Das wurde damals ebenfalls als vertrauensbildende Maßnahme interpretiert. Allerdings soll das Gelände Punggye-ri im Norden des Landes ohnehin schon vorher stark beschädigt und quasi unbrauchbar gewesen sein.

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