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Rüstungsabkommen: Ungarn kauft US-Raketen für eine Milliarde Dollar

Bewaffnung für Kampfjets  

Ungarn kauft US-Raketen für eine Milliarde Dollar

13.08.2020, 10:11 Uhr | AFP

Rüstungsabkommen: Ungarn kauft US-Raketen für eine Milliarde Dollar. US-Kampfflugzeug vom Typ F-35A feuert eine AMRAAM-Rakete ab: Damit will Ungarn seine Luftverteidigung aus der kommunistischen Ära modernisieren.  (Quelle: imago images)

US-Kampfflugzeug vom Typ F-35A feuert eine AMRAAM-Rakete ab: Damit will Ungarn seine Luftverteidigung aus der kommunistischen Ära modernisieren. (Quelle: imago images)

Außenpolitisch sucht Ungarns Regierung immer wieder die Nähe zu Russland und China – sehr zum Missfallen der USA. Einem gewaltigen Rüstungsdeal steht das freilich nicht im Wege. 

Ungarn hat seinen bislang größten Rüstungsdeal mit den USA abgeschlossen. Das teilte der US-Botschafter in Budapest, David Cornstein, am Mittwoch mit. Demnach will Ungarn US-Raketen im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar (850 Millionen Euro) kaufen.

Wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete, unterzeichneten Cornstein und der ungarische Verteidigungsminister Tibor Benko eine Absichtserklärung über den Kauf von Mittelstreckenraketen des Typs AMRAAM des US-Herstellers Raytheon für die ungarische Luftwaffe. Laut Cornstein kann Ungarn damit seine Luftverteidigung modernisieren und noch aus der kommunistischen Ära stammende Systeme ersetzen.

Orban pflegt zudem enge Beziehungen zu Moskau und Peking

Die Beziehungen zwischen den USA und dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban – einem lautstarken Unterstützer des US-Präsidenten Donald Trump – sind nicht die engsten. Als US-Außenminister Mike Pompeo beispielsweise vergangene Woche auf Besuchstour in Osteuropa war, ließ er Budapest aus. Bei den Besuchen ging es vor allem um die Stationierung von US-Truppen sowie den chinesischen und russischen Einfluss in der Region.

Orban pflegt zudem enge Beziehungen zu Moskau und Peking – zum Missfallen des Nato-Partners USA. Orban nennt seine Außenpolitik hingegen pragmatisch, und er unterzeichnete mit China einen Deal über den Bau einer Schnellzugstrecke. Ebenso bezog er trotz Protesten aus den USA den chinesischen Technologiekonzern Huawei in den Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes ein.

Bei den Verteidigungsausgaben kam Orban den Forderungen Trumps jedoch entgegen und erhöhte den Anteil der Rüstungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt von 0,95 Prozent im Jahr 2013 auf 1,21 Prozent im vergangenen Jahr.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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